Gesimsabdeckung - Regen ausgesetztes Mauerwerk abdecken

Freistehendes Mauerwerk muss mit einer Abdeckung gegen Regen geschützt werden. Bei metallischen Werkstoffen muss man auf die Dehnung bei Temperaturunterschieden achten.

An allen Stellen, an denen ein Teil des Mauerwerks dem Regen ausgesetzt ist, muss eine Abdeckung hergestellt werden. Dies sind im Allgemeinen frei stehende Wände und Gesimse.


Gesimsevorsprung
Gesimse sind vom Baukörper vorstehende Mauerteile. Die Vorsprünge sollten nicht breiter als 50 cm sein, da sie sonst als Dach zu betrachten sind und eine Dachrinne erforderlich ist. Sie werden vom Spengler mit Blech abgedeckt.

Dabei ist darauf zu achten, dass die Verblechung ungefähr 5 cm entlang der Wand hochgezogen wird, um diese gegen Spritzwasser zu schützen. Die Verblechung muss ein leichtes Gefälle vom Gebäude weg aufweisen und am Ende eine Tropfnase bilden, die 2-3 cm vom Gesimse entfernt ist.

Mauerabdeckungen
Eine Verblechung an der Oberseite einer frei stehenden Wand schützt diese vor dem Regenwasser. Es ist ein leichtes Gefälle herzustellen, damit das Wasser sicher abgeleitet wird. An beiden Seiten sind Tropfnasen im Abstand von 2-3 cm von der Mauer auszubilden. Mauerabdeckungen können auch aus Fertigteilen hergestellt werden, etwa aus stranggepressten Aluminiumprofilen.

Geländersteher
Bei begehbaren Flachdächern und Terrassen werden Geländer benötigt. Üblicherweise wird das Geländer im Attikamauerwerk verankert, das den seitlichen Abschluss der Terrasse bildet. Es ist die Arbeit des Spenglers, die Mauerabdeckung der Attika und die wasserdichten Anschlüsse zwischen Mauerabdeckung und Geländerstehern herzustellen.

Temperaturunterschied
Da sich Metall unter Wärmeeinwirkung anders dehnt als die darunter angeordneten Konstruktionen, muss bei Verblechungen immer darauf geachtet werden dass diese wärmebedingten Bewegungen so stattfinden dass sie keinen Schaden anrichten. Bei stark geneigten Blechdächern geschieht dies durch die Anordnung von horizontal und vertikal beweglichen Falzen.

Bei schwach geneigten oder gar waagrecht angeordneten Verblechungen (etwa bei Mauerabdeckungen) müssen Dehnungsausgleichselemente eingearbeitet werden.Diese Elemente bestehen aus einem Streifen verformbaren Kunststoffmaterial, der beidseitig an zwei Metallstreifen wasserdicht angearbeitet ist. Auf der Baustelle werden die Dehnungsausgleichselementez.B. durch Löten wasserdicht mit den Metallbahnen verbunden.


Autor:

Datum: 29.03.2010

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