Holzfassade - Konstruktiver Holzschutz

Holz ist in. Das gilt auch für die Fassade. Und diese können Sie, ein wenig handwerkliches Geschick vorausgesetzt, höchst selbst montieren. Ganz ohne Spezialwerkzeug und günstiger, als wenn Sie ein Unternehmen damit beauftragen würden.

Holzfassade selbst gemacht - für versierte Heimwerker also keine allzu große Herausforderung. Um jedoch lange Zeit auch Freude an der neuen Fassade zu haben, sollten die Ausführungen unbedingt nach den Maßgaben des baulichen Holzschutzes geschehen.

Konstruktiver Holzschutz

Darunter fallen sämtliche Maßnahmen, die das Holz vor zu starker Befeuchtung oder zu schneller Austrocknung schützen. Darüber hinaus geht es um die Auswahl möglichst wetterfesten Holzes, weite Dachüberstände, die vor Schlagregen schützen, sowie hoher Bodenabstand der Bekleidung.

Als weitere Maßnahme, zur Verlängerung der Lebensdauer, wird eine gezielt wasserabführende Ausbildung empfohlen: senkrechte Verlegerichtung, um Wassernester zu vermeiden, und abgeschrägte Tropfkanten am unteren Schalungsrand.
Mit einer einfach einzubauenden Zusatzdämmung unter der Holzfassade können unnötige Energieverluste eingespart werden. Ziehen Sie bei Wahl der Dämmstoffe und entsprechenden Systeme jedoch einen Fachmann zu Rate.

Ordentlich geplant?

Mit einem Verlegeplan auf einem großen Bogen Papier (DIN A1), werden die Fassadenteile maßstabsgetreu eingezeichnet. Nachdem die Umrisse der Fassade eingetragen sind, wird in einer anderen Farbe die genaue Lage der Kanthölzer der tragenden Konstruktion festgehalten.
Wenn Sie eine senkrechte Verlegung der Bekleidungsbretter planen, bedenken Sie, dass Sie aufgrund des benötigten Hohlraumes von mindestens 20 mm Dicke, eine Konterlattung verlegen müssen. Außerdem muss ein Kantholzabstand, entsprechend der Dämmstoffdicke eingehalten werden, der aus Sicherheitsgründen 60 cm nicht überschreiten sollte.

Bei waagerechter Verlegung der Planken ist ein durchgehender Lüftungshohlraum gegeben, wenn Sie die Kanthölzer 20 mm stärker als die Dämmplatten wählen. Nachdem Sie alle für die Bekleidung notwendigen Holzteile, Dämmplatten und Befestigungspunkte eingezeichnet haben, erstellen Sie eine Einkaufsliste und eine Kostenkalkulation. Vergessen Sie nicht die Leihgebühr für ein standsicheres Gerüst. Weiters sollten Sie auch die Ausführung planen, und das Gerüst erst unmittelbar vor der eigentlichen Montage aufstellen, um Standzeiten einzusparen.

Fassade bauen und montieren

Vor der Aufstellung muss bei Neubauten die Sockelzone verputzt und isoliert werden, bei Altbauten sollten alle nötigen Ausbesserungen an der Fassade bzw. dem Mauerwerk erledigt sein. Anschließend werden die Bretter zugeschnitten und nach Längen sortiert, die Dübellöcher gebohrt und eine eventuelle Oberflächenbehandlung des Holzes (Ölen, Lackieren, etc.) durchgeführt. Bis zur Montage sollte das Holz auf Trockenleisten an einem wettergeschützten Ort gelagert werden. Die tragende Unterkonstruktion besteht aus einem Kantholzgerüst und einer waagrechten Traglattung. Die Kanthölzer sollten mindestens die Dicke der vorgesehenen Dämmplatten aufweisen.

Hinterlüftung empfohlen

Wollen Sie einen wirkungsvollen Luftdurchgang erreichen, nehmen Sie am oberen und unteren Rand Abluftöffnungen vor, und schützen Sie diese mit einem Drahtgitter vor Insekten. Umgeben Sie Fenster und Türen mit einem exakt abschließenden Kantholz. Vergessen Sie nicht auf die spätere Montage von wasserableitenden Metallprofilen und die schützende Blechverwahrung.

In den entstandenen Öffnungsbereich schneiden Sie die Dämmplatten mit 2 cm Übermaß, mit einem Teppichmesser zu, und pressen Sie dieses fest in das Kantholzgerüst. Seien Sie an den Ecken besonders sorgfältig und lassen Sie zwischen den Eckbrettern einen Belüftungszwischenraum von ca. 1 cm, den Sie mit einer fest montierten Dachlatte hinterlegen. Mit einem Kantholz hinterlegte Fugen gewährleisten schnelles Trocknen an den Innenecken.


Autor:

Datum: 30.03.2010

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