Keller oder Plattenfundament - die Vor- und Nachteile

Keller unter dem Zubau - trotz beträchtlicher Kosten? In dieser Sache gibt es einige Vor- und Nachteile zu berücksichtigen. Ein Plattenfundament lässt sich auch in Eigenregie verwirklichen.

Im Prinzip ist der Keller ein Relikt aus vergangenen Zeiten, als es keine Kühlschränke gab und Obst und Gemüse über den Winter eingelagert werden mussten. Aber auch heute ist es praktisch, wenn man Kellerräume als Werk- oder Arbeitsräume nutzen kann.

Vor- und Nachteile

Die Kosten sind jedoch nicht unbeträchtlich und beginnen, auf einen Anbau bezogen, bei einem Minimum von 20.000 Euro. Für soliden Halt unseres Zubaus tut es auch ein Fundamentunterbau, besonders wenn der Altbestand ohnehin über einen geräumigen Keller verfügt. Und es lassen sich damit mindestens zwei Drittel der Gründungskosten (= Fundament, Bodenplatte) sparen. Zweifellos sinnvoll ist ein Keller in Hanglage, weil zumindest ein Teil davon als vollwertiger Raum genutzt werden kann. Es gibt übrigens auch technische Gründe, die gegen einen Kellerbau sprechen können, wie ein zu hoch gelegener Grundwasserspiegel.

Plattenfundament in Eigenregie

Das bereits erwähnte Plattenfundament lässt sich mit hohem Anteil an Eigenleistungen leichter realisieren als ein Keller in entsprechender Größe. Nach dem Aushub werden als Auflage für die tragenden Wände Fundamentstreifen errichtet, die bis unter die Frostgrenze (ab 80 Zentimeter) reichen müssen. Zwischen den Streifen wird eine mindestens 20 Zentimeter starke Rollschotterschicht aufgebracht und anschließend flächig mit abdichtenden Materialien (z. B. Bitumenpappe) ausgeglichen, bevor man sich an das Betonieren der Fundamentplatte heranwagt. Für Holzbauten gilt, dass die spätere Bodenebene mindestens 30 Zentimeter über dem Erdniveau liegen sollte.


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Datum: 30.01.2013

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