Kellerfenster oder Lichtschächte?

Im Kellergeschoß werden abhängig von baulichen Gegebenheiten Fenster, die sich nicht von Wohnraumfenstern unterscheiden oder – häufiger - Lichtschächte eingebaut. Erfahren Sie hier mehr zum Thema.

Liegt das Kellergeschoß zur Gänze unter der Erde, müssen, um Tageslicht ins Untergeschoß zu bekommen, so genannte Lichtschächte für die Fenster gebaut werden. Bei Hanglagen zum Beispiel, wo das Kellergeschoß nicht komplett unter der Erde liegt, werden „normale“ Kellerfenster eingebaut.

Hell, dicht, gut gedämmt

Der Keller als Wohnraum oder Hobbyraum gewinnt immer mehr an Bedeutung. Neben genügend Tageslicht wird vor allem den Dämmeigenschaften und der Dichtigkeit von Kellerfenstern große Beachtung geschenkt. Herkömmliche Leibungskellerfenster werden aus unterschiedichen Materialien hergestellt. Angeboten werden sie unter anderen Polymerbeton, Glasfaserbeton, glasfaserverstärktem Polyester (GFK) etc., samt entsprechenden Einbaustützen und Montagezubehör. Um die hohe energetische Anforderung zu erfüllen, setzen die Hersteller (z. B. ACO mit dem ACO Therm 3.0) auf eine standardisierte 3-fach-Verglasung, die den Energieverlust eingegrenzt und die Kellerräume mit geringerem Heizaufwand auch in den Wintermonaten warm hält. Eine hochwasserdichte und einbruchshemmende Ausführung hält den Keller bei großen Niederschlagsmengen trocken und vor ungewollten Gästen sicher.

Lichtschächte für mehr Helligkeit

Lichtschächte sollten immer so konstruiert sein, dass die Unterkante des Fensters von einem Lichtkeil, der unter 45° von oben kommt, belichtet wird. Die weiße, glatte Oberfläche im Schacht soll diese Reflektion verstärken. Zudem muss das Regenwasser im Lichtschacht durch eine Abflussöffnung abgeleitet werden, um das Gebäude nicht zu beschädigen. Die obere Öffnung wird mit einem Gitterrost gegen das Eindringen von Laub, Schmutz und Kleintiere abgedeckt, wobei auf eine einbruchsichere Verankerung des Gitterrostes zu achten ist.

Unterschieden werden zwei Arten von Lichtschächten: Die mit dem Mauerwerk verbundenen und die vom umgebenden Mauerwerk getrennt eingebauten. Erstere müssen aufgrund ihrer fixen Verbindung mit der Kellermauer besonders gegen Feuchtigkeit und Kälte isoliert werden. Angeboten werden diese Lichtschächte in gemauerter und betonierter Ausführung oder es werden Fertigteile aus glasfaserverstärktem Kunststoff verwendet, die an das Mauerwerk angeschraubt werden.

Die zweite Art Lichtschächte wird als eigener Bauteil mit eigenem Fundament neben dem Gebäude errichtet und ist mit diesem statisch nicht verbunden. Die Feuchtigkeits- und Wärmedämmung des Gebäudes wird in diesem Fall nicht berührt. In beiden Fällen ist darauf zu achten, dass das Fenster mindestens 20 cm über der Unterkante des Lichtschachtes montiert wird. Es kann ja einmal vorkommen, dass die Entwässerung verstopft ist oder sich Schnee im Lichtschacht ansammelt.


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Datum: 20.03.2017

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