Rohre dämmen - Energie sparen

Frei zugängliche Rohre für Heizung und Warmwasser müssen gedämmt sein. Das ist nicht nur Gesetz, es trägt auch in großem Maße dazu bei, Energie und somit bares Geld zu sparen. Machen Sie bald einen Kontrollgang durch Ihren Keller.

Dämmen ist das Gebot der Stunde. Dies gilt nicht nur für die Außenhülle, sondern auch für das "Innenleben" von Gebäuden. Besonders großes Potential liegt in vielen Kellern, dort wo die Verrohrungen für Heizung und Warmwasser frei liegen. Hatten Sie schon mal das Vergnügen, in einem besonders kalten Winter mit einem Fön bewaffnet vor den Wasserrohren im Keller zu stehen, weil die Leitungen eingefroren waren? Dann gehören Sie seitdem hoffentlich zu jenen, die gedämmt haben.

Stärke bei jedem Material gleich

Die Beschaffenheit und Dämmstärke der Materialien zur Rohrisolierung ist in der Energieeinsparverordnung zur Wärmeleitfähgkeit, in der Trinkwasserverordnung und der europäischen DIN EN 806 genau geregelt. Der Fachhandel, Baumärkte und das Internet bieten eine Menge an unterschiedlichen Systemen, die alle diesen Anforderungen entsprechen und zur Rohrdämmung verwendet werden können. Die Wahl haben Sie grundsätzlich zwischen Kunststoff, Kautschuk und Mineralwolle. Im folgenden die Vor- und Nachteile der einzelnen Dämmstoffe:

PE und PU

Die Kunststoffschläuche werden zu maximal 3 Euro pro Meter verkauft, sind schwer entflammbar, aber nicht hochtemperatubeständig. Sie eignen sich daher nicht für die Dämmung von Solarleitungen. Die vorgeschlitzten, mit selbstklebender Folie versehenen Schläuche können ganz einfach über das Rohr gestülpt und dann angeklebt werden. Achtung: Rohrdämmungen aus PE oder PU sind nicht biegsam. Abhilfe schaffen Sie mit Einkerbungen oder ergänzenden Eckstücken, um auch die gebogenen Stellen der Rohre ordentlich zu dämmen.

Kautschuk oder Elastomer

Kautschuk-Dämmungen kosten zwischen zwei und vier Euro je Meter, werden ebenfalls vorgeschlitzt und selbstklebend angeboten und sind besonders belastbar und biegsam. Darüber hinaus ist dieses Material schwer entflammbar, widerstandsfähig und leicht verarbeitbar. Im Gegensatz zu den Kunststoff-Dämmungen lässt sich Kautschuk ohne jedes Problem über Biegungen und schwer zugängliche Stellen verlegen. Unser Tipp: Möchten Sie Solarleitungen dämmen, greifen Sie zu Kautschuk, der aufgrund seiner hohen Temperaturbeständigkeit bestens dafür geeignet ist.

 

Stein- oder Mineralwolle

Das in Rohrform gepresste Material wird mit Alu ummantelt und eignet sich besonders für gerade verlaufende, leicht zugängliche Rohrleitungen. Da die Dämmung nicht flexibel ist, sollten Sie bei Biegungen wieder mit Gehrungsschnitten arbeiten. Achtung: Vermeiden Sie jeglichen Hautkontakt, die Mineralwolle löst Juckreiz auf der Haut aus. Minralwoll-Isolierungen sind nicht brennbar und - wie der Kautschuk auch - sehr hohen Temperaturen gewachsen. Stein- oder Mineralwolle ist übrigens mit drei bis fünf Euro/Meter am teuersten.


AutorIn:

Datum: 07.03.2014

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Dämmung

Hanf – zu Unrecht ist diese Pflanze durch Missbrauch in Verruf geraten. Jetzt erlebt Sie eine 2. Jugend. Die Vorteile dieser Pflanze zur Dämmung werden im Öko-Line Dämmsystem genutzt. Hanf dämmt grüner und ist die ökologische Alternative für die Fassade.

Enge Platzverhältnisse oder schwierige bauliche Gegebenheiten und dennoch dem Anspruch nach einer perfekten Dämmung gerecht werden – ein Problem, das Planer und Architekten nur zu gut kennen. „Austrotherm Resolution“, ein neuartiger Dämmstoff aus Resol-Hartschaum, macht jetzt Schluss mit Kompromissen bei der Einhaltung des U-Wertes.

Grundsätzlich gilt es zu beachten, dass ein Baustoff wie etwa Beton oder auch Holz niemals jene Wärmedämmeigenschaften aufbringen kann, die ein Dämmstoff liefert. Deshalb muss hier nachgeholfen werden.

Mit sinnvollen Maßnahmen zur Wärmedämmung lässt sich jede Menge Geld sparen. Aber wo liegen die Schwachstellen eines Hauses, wo sollte man mit den Investitionen beginnen? So verhindern Sie, dass Ihr Geld zum Fenster hinaus fliegt.

So einfach verwenden Sie Mineraldämmplatten für die Dämmung Ihres Kellers oder Ihrer Garage.

Mit Mineraldämmplatten wird die Dämmung der Außenwände des Hauses zum Kinderspiel. Lesen Sie hier alles über die nötigen Arbeitsschritte.