Sonnenschutzglas – und die Hitze bleibt draußen

Sonnenlicht ist Energie – und im Sommer dringt eine Menge davon durch die Fenster in unsere Wohnungen. Überhitzung ist nicht selten die Folge. Sonnenschutzglas schafft da Abhilfe.

Besonders Dachgeschoßbewohner können ein Lied davon singen: Wenn im Sommer die Sonne scheint, dann heizt sich der Innenraum auf saunaähnliche Temperaturen auf. Wohl dem, der eine Klimaanlage installiert hat. Doch mit Kälte gegenzusteuern ist letztlich etwa so effektiv, wie Wasser aus einem lecken Boot zu schaufeln. Besser, Sie stopfen das Loch.

Die Wärme bleibt draußen

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, wie Sonnenschutzglas funktioniert. Getönte Gläser absorbieren die Energie, während beschichtete Gläser sie reflektieren. In der Regel werden Beschichtungen auf der Innenseite der Außenscheibe aufgedampft und lassen sich gut mit einer möglichen Wärmedämmbeschichtung auf der Außenseite der Innenscheibe kombinieren. Übrigens: Keine Angst, dass durch Schutzglas die Lichtausbeute im Raum geringer ausfällt - sogar bei getönten Scheiben kommt noch genügend Helligkeit in den Raum (was zugegeben in den Anfangstagen dieser Technik noch ein Problem war). Mitunter benötigt ein Zimmer mit gut ausgestatteter Schutzglastechnik gar kein weiteres Beschattungssystem mehr.

Den Jahreszeiten angepasst

Während in der Regel die Schutzfunktion der Gläser statisch ist, egal ob Sonneneinfall oder Wolkenhimmel, gibt es spezielle Ausführungen, die sich den unterschiedlichen Witterungsbedingungen anpassen lassen. Bei den so genannten elektrochromen Sonnenschutz-Verglasungen verfärbt sich das Glas je nach Wettersituation. Von transparent zu sattblau oder umgekehrt. Die elektrische Verfärbung dauert aber einige Zeit, zwischen 10 und 20 Minuten. Ausschlaggebend ist dabei die Außentemperatur. Je kälter, desto länger dauert der Prozess. Ausgelöst wird er entweder durch einen manuellen Knopfdruck oder automatisch via Helligkeitssensoren.

Alle wichtigen Werte

Keine technische Errungenschaft ohne physikalische Beschreibungen:

  • Der U-Wert beschreibt den Wärmedurchgangskoeffizient, also wie viel Energie durch das Fenster nach draußen entweicht. Je niedriger der U-Wert, desto besser die Dämmung durch das Fensterglas.
  • Der g-Wert beschreibt den Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung. Hier gilt: je niedriger der g-Wert, desto weniger Energie lässt das Sonnenschutzglas durch.
  • Der tL-Wert misst die Lichtdurchlässigkeit des Glases. Also wie viel Prozent des Lichtes im Raum ankommen. Üblich sind Werte von 40 bis 70 Prozent. Zum Vergleich: Bei Fenstern ohne Sonnenschutzglas liegen die tL-Werte um die 80 Prozent.
  • Der Farbwiedergabeindex Ra definiert, wie naturgetreu die Farben durch das Schutzglas wahrgenommen werden können. Anzustreben ist dabei ein Wert um die 90.

AutorIn:

Datum: 06.10.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Fenster & Türen

Den Raum an einer Seite öffnen oder vorhandene Fenster nach außen erweitern – der altmodische Mauervorsprung wird zum verglasten Vorbau. Folgen: Der Wohnraum wird dadurch größer, der Tageslichteinfall steigt.

Die Hauseingangstüre muss wärmegedämmt, einbruchssicher, witterungsbeständig, robust und noch dazu schön sein. Hier ein Überblick über die möglichen Materialien.

Je nach Bauordnung müssen zwischen einem Achtel und einem Zehntel der gesamten Wohnfläche unter Dach Lichtflächen sein, damit das Dachgeschoß als bewohnbar gilt. Die Fensterart wird von Ihnen bestimmt.

Die moderne Wohnraumgestaltung mit großen Fensterflächen schafft die perfekte Ausgangsbasis für tiefe Fensternischen, die als Sitzplatz genutzt werden, so genannte Sitzfenster. Auch etwas für Sie?

Die Tage des Haustürschlüssels scheinen gezählt. Mit dem Smart Home finden auch immer öfters intelligente Zutrittssysteme ihren Weg in unsere Häuser und Wohnungen. So können Sie zum Beispiel mit Hilfe Ihres Fingerabdrucks ganz einfach und schnell Türen öffnen.

Alu-Fenster rechnen sich: Technologisch - langlebig und nahezu wartungsfrei - Ökologisch – Aluminium kann ohne Qualitätsverlust endlos recycelt werden – und Ökonomisch – wesentlich geringere Lebenszykluskosten als bei allen übrigen Fensterwerkstoffen.

Aluminium benötigt bei der Produktion große Mengen an Energie, das Recycling jedoch ist mit geringem Energieaufwand möglich und wird in großem Maßstab praktiziert. Ökologisch gesehen bestehen wenige Bedenken gegen die Verwendung von Aluminium.

Unter den Holzfenstern hat es eine lange Tradition. Es ist robust, funktionell und vor allem: ästhetisch. Das klassische Dänische Fenster erlebt in Zeiten der „Back-to-nature“-Architektur ein Comeback.

Fensterbänke gibt es aus Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoffen, Natur- oder Kunststein sowie Aluminium. Hier ein Überblick über die Eigenschaften sowie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien.