Kellerwanne bei Stiegen - darauf ist zu achten!

Ein Kellerstiegenabgang braucht die Erhebung von Grundwasserständen sowie eine exakte Planung. Gerade Fehler im Bereich des Kellers können Bauherren lange verfolgen und sind nur schwer wieder zu beheben, eine Sanierung von innen ist kaum möglich.

Wer den Bemessungswasserstand nicht ermittelt, kann auch bei intakter Abdichtung böse Überraschungen erleben: Wassereintritte über ein im "Grundwasser" liegendes Kellerfenster verdeutlichen die Problematik im Bereich des Stiegenabganges.

Ohne Zusatzmaßnahmen sollte der Stiegenabgang nur bei wesentlich tieferliegendem Bemessungswasserstand und stark wasserdurchlässigem Boden, respektive einer funktionierenden Dränanlage errichtet werden. Alternativ kann bei Wasseranstaugefahr der Stiegenabgang in die "weiße oder schwarze Wanne" angebunden werden und danach ein Dach als Schutz vor Niederschlagswasser aufsgesetzt werden. Die dann geringfügig anfallenden Meteorwässer können über einen Kanalanschluss (wobei das Rechtliche betreffende die Behörde konsultiert werden muss) abgeführt werden.

Weiße oder schwarze Wanne?

Ein Betonbauwerk nach "weiße-Wanne-Richtlinie" unterscheidet sich von einem normalen im Sinne genauerer Verarbeitungsrichtlinien, es wird "rissoptimiert" und mit hochwertigem Beton gebaut. Der Beton darf nicht aus großen Fallhöhen eingeführt werden damit sich dieser nicht entmischt, und es wird wesentlich mehr Stahlbewehrung eingelegt. Trotzdem ist "Dichtbeton" nur wasserundurchlässig, bei als Wohnkeller genutzten Bauwerk ist daher immer auf den "gasförmigen" Wasserdurchgang zu achten, (verständlich unter dem Begriff "Diffusion", wird aber als Effusion bezeichnet). Es muss also eine Dampfsperre aufgebracht werden. Wodurch die weiße idealerweise mit einer schwarzen Wanne kombiniert wird. Ein Dichtbetonbauwerk wird als fehlerverzeihende Konstruktion empfohlen.

Eine schwarze Wanne kann ebenfalls ein Betonbauwerk sein, jedoch ohne Anspruch auf Dichtheit,es muss also eine zusätzliche Abdichtung angebracht werden. In der Regel wird ein "abgedichteter" Keller mit Schalsteinen gemauert.

Es gibt noch weitere Kellerbauarten, hier werden jedoch nur die wesentlichen Bausysteme beschrieben.

In jedem Fall ist den Wanddurchdringungen besondere Aufmerksamkeit zu schenken, ebenso den Bauteilfugen, hier soll die ausführende Firma einen Fugenplan vorlegen und die verwendeten Dichtmittel angeben.

 


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Datum: 31.08.2011

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