Sturm, Schnee und Eis. Das Dach will geschützt sein

Fliegende Dachpfannen, Flachdächer, die sich anheben und Schneeplatten, die ganze Regenrinnen inklusive Fallrohr abstürzen lassen. Sorgen Sie für einen ordentlichen Schutz Ihres Daches – nicht nur Ihre Nachbarn werden‘s danken.

Orkanartige Winde oder gar Stürme werden in den letzten Jahren immer häufiger und der Schnee, der sich meterhoch am Dach türmt, ist auch kein ungewohnter Anblick in bestimmten österreichischen Bundesländern. Die

Versicherungen steigen immer öfters aus, und der Hausbesitzer ist gefordert wie selten. Spezielle Schutzmaßnahmen und Vorkehrungen bringen nicht nur mehr Sicherheit, sondern helfen auch, die finanziellen Folgen - von kaputten Dächern bis zu Strafanzeigen - in Zaum zu halten.

Den Böen standhalten

Hartbedachungen wie Dachziegel, Schiefer oder Dachsteine, am besten noch kleinformatig, bergen bei Stürmen die geringste Gefahr. Wenn überhaupt, lösen sich nur einzelne Pfannen oder Platten, die man dann auch rasch ersetzen kann. Ganz auf Nummer sicher gehen Sie mit so genannten Sturmklammern, die einzeln an der Dachkonstruktion befestigt werden. Grundsätzlich gilt: je schwerer und kleinformatiger die Dachdeckung, desto sicherer.

Auch die Dachneigung spielt in Sachen Sturmsicherheit eine große Rolle. Je steiler das Dach, desto geringer die Gefahr, dass durch den Windsog Deckmaterial ungewollt auf Reisen geht. Und das ist auch ganz logisch: Der bei Sturm entstehende Unterdruck wirkt bei großen Dachziegeln oder -platten, und noch mehr bei Flachdächern, wie die Thermik bei einem Flugzeug. Die dabei entstehenden Sogkräfte lassen dann nicht nur die Dachabdichtung, sondern oftmals auch die Unterkonstruktion und Dämmung mit abheben.

Bei schuppenartiger Bedachung kann sich ebendieser Unterdruck durch die Fugen ausgleichen. Lassen Sie am besten noch vor der stürmischen Herbstzeit einen Profi Ihr Dach überprüfen und sichern Sie, wo nötig, die Dachpfannen extra nach.

Achtung Dachlawine!

Entgegen der landläufigen Meinung, ist der Schneeschutz rein baurechtlich nicht nur bei Dachflächen zu öffentlichen Bereichen bzw. Gehwegen vorgeschrieben. Vielmehr haften Sie als Hausbesitzer für jeden Schaden, der von Ihrem Haus ausgeht. Wird das spielende Nachbarskind also auf Ihrer Terrasse von einer herunterfallenden Schneeplatte getroffen, bleibt die Strafanzeige nicht aus. Ein guter Schneeschutz sollte daher auf keinem Dach fehlen. Dazu gehören neben Schneestoppsteinen und -nasen auch Schneegitter und/oder Schneerechen.


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Datum: 21.12.2015

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