Thermisch aktivierter Betonkeller kann Temperatur regeln

Keller aus Beton können nicht nur als Speichermasse, sondern auch als Wärmetauscher in Verbindung mit dem umgebenden Erdreich verwendet werden. Somit lassen sich Bauwerke im Winter noch effizienter heizen und im Sommer kühlen.

Noch ist die Technologie in Testphase, doch aktuelle Forschungergebnisse sind vielversprechend.So zeigt das Projekt des Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) „Betonkeller thermisch aktiviert“, dass bei intelligenter Nutzung und entsprechender Bauweise Keller aus Beton als Wärmetauscher in beide Richtungen eingesetzt werden können.

Regenerative Wärme- und Kühlquelle

Bodenplatten aus Ortbeton und Wände aus Beton-Fertigteilen, versehen mit jeweils unterschiedlichen Rohrinstallationen zur Bauteilaktivierung, gleichen kurzfristig Temperaturspitzen aus. Auch die Langzeitnutzung über mehrere Wochen und Monate als regenerative Wärme- und Kühlquelle ist möglich.

Problemlos nachrüsten

Sogar die Nachrüstung ist kein Problem und besonders für Problemzonen mit Kondensationsfeuchtigkeit interessant. So kann der innovative Keller zum Beispiel Schimmelbildung verhindern. Der Keller wird aktives Haustechnikelement, das hilft effizient zu Heizen und Kühlen und wertet damit nebenbei das Haus auf.

Langfristig konnten im Versuch des VÖB konstante Wärmeübertragungsleistungen von 14 bis 22 Watt pro Quadratmeter erdberührender Betonoberfläche erzielt werden. Kurzfristig sind zwei- bis dreimal höhere Leistungen lukrierbar.

Für den Versuch wurden zwei thermisch aktivierte Fertigteil-Kellerräume mit je neun Quadratmetern Boden-Innenfläche im Erdreich versenkt und zur Datenerfassung mit Sensoren und Wärmemengenzählern ausgestattet. Die Ausführung eines kompletten Gebäudes mit entsprechender Kellerarchitektur befindet sich derzeit in Planung.


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Datum: 01.04.2015

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