Transparente Wärmedämmung

Die TWD unterscheidet sich von anderen, herkömmlichen Dämmungen unter anderem durch einen wichtigen Faktor: Ihre Lichtdurchlässigkeit. Alles zu Bau, Vor- und Nachteilen erfahren Sie hier.

Das Prinzip der transparenten Wärmedämmung unterscheidet sich von konventioneller Wärmedämmung insofern, als dass bei dieser der Wärmefluss von innen nach außen verringert werden soll. Bei der TWD hingegen sollen zusätzlich solare Gewinne ins Haus gebracht werden, was sonst nur durch die Fenster erreicht werden kann. Bei diesen gelangt der Wärmeertrag sofort ins Gebäude, bei der transparenten Wärmedämmung hingegen wird bei Sonneneinstrahlung die Wand von außen erwärmt und der Wärmeertrag erst nach Stunden an den Raum abgegeben. Dadurch wird auch am Abend noch solare Wärme eingebracht.

Fachverband Transparente Wärmedämmung © Fachverband Transparente Wärmedämmung

Aufbau der TWD

Eine transparentes Wärmedämmsystem besteht immer aus mehreren Schichten. So bildet die äußerste Schicht ein lichtdurchlässiger Putz, gefolgt von Platten mit Kapillarwirkung, die die solaren Erträge durchlassen. Den Abschluss bildet zumeist eine Absorberschicht, die das Sonnenlicht in Wärme umwandelt, welche vom Mauerwerk gespeichert und gleichmäßig abgegeben wird. Damit es im Sommer nicht zu warm wird im Inneren des Hauses, sollten hier unbedingt Verschattungssysteme eingesetzt werden. Aber das kennen wir von der zeitgemäßen Solararchitektur mit nach Süden gerichteten Glasflächen ohnedies schon.

Pro & Contra

Ganz klarer Vorteil der TWD ist ihre Doppelfunktion als Dämmung und System mit solartethermischer Funktion, sie könnte auch als eine Art Zusatzheizung bezeichnet werden. Nachteil: Sie weist mit 200 bis 700 Euro/m² im Vergleich zu herkömmlichen Dämmungen sehr hohe Anschaffungskosten auf.


AutorIn:

Datum: 20.10.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Dämmung

Mit sinnvollen Maßnahmen zur Wärmedämmung lässt sich jede Menge Geld sparen. Aber wo liegen die Schwachstellen eines Hauses, wo sollte man mit den Investitionen beginnen? So verhindern Sie, dass Ihr Geld zum Fenster hinaus fliegt.

So einfach verwenden Sie Mineraldämmplatten für die Dämmung Ihres Kellers oder Ihrer Garage.

Mit Mineraldämmplatten wird die Dämmung der Außenwände des Hauses zum Kinderspiel. Lesen Sie hier alles über die nötigen Arbeitsschritte.

Dämmung von Wänden in Haus und Wohnung leicht gemacht: Hier finden Sie die wesentlichen Arbeitsschritte für die Mineralplattendämmung.

Mit mineralischen Platten gedämmte Wände und Decken bieten angenehmen Wohnkomfort, Wärmeschutz und Brandsicherheit. Möglich auch: Fassaden- und Kellerdämmung.

Bevor mit dem Abdichten begonnen werden kann muss der Untergeund darauf vorbereitet werden. Hierfür stehen viele verschiedene Methoden zur verfügung.

Generell ist es angebracht beim Verputz Sanierputze zu verwenden, welche die Möglichkeit bieten, dass die noch im Mauerwerk vorhandene Feuchtigkeit und Salze ohne Beschädigung des Putzes nach außen wandern können.

Ältere Bauteile haben keine waagrechte Abdichtungen im Mauerwerk, sodass trotz vorhandener waagrechter und senkrechter Flächenabdichtungen die Feuchtigkeit durch die Mauer nach oben wandern kann und oberhalb der Abdichtungsebene aus dem Mauerwerk austritt.

Bei dem Auswechseln der schadhaften Wärmedämmung gegen neue Materialien muss einerseits darauf geachtet werden, dass entweder die gleichen Materialien oder aber Materialien mit Eigenschaften verwendet werden.