Verputzen - Putze und Bautenfarben schützen das Gebäude

Putze und Bautenfarben sollen ein Gebäude gegen verschiedenste Beanspruchungen widerstandsfähiger machen, es jedoch nicht versiegeln. Den Putzarten sind in Form von Farbgestaltung und Oberflächenbeschaffenheit kaum noch Grenzen gesetzt.

 

Man unterscheidet zwischen Unterputzen und Oberputzen.

Unterputze:

  • Kalk-Unterputze
  • Kalk-Zement-Unterputze
  • Zement-Kalk-Unterputze
  • Zement-Unterputze
  • Gips-Unterputze
  • Gips-Kalk-Unterputze
  • Lehm-Unterputze
  • Wärmedämm-Unterputze
  • Wärmedämmputze

Wärmedämmputze sind Unterputze, welche noch einen Endputz, wie vor beschrieben, erhalten. Die äußerste Putzschichte muß das Eindringen von Feuchtigkeit verhindern und sollte trotzdem soweit atmungsaktiv bleiben, damit die Feuchtigkeit noch entweichen kann. Wärmedämmputze schützen das Mauerwerk vor Wärmeverlusten und können auch manch schlecht dämmendes Mauerwerk für heutige Wohnzwecke bewohnbar machen.

Oberputze:

  • Kalk-Zement-Oberputz (Edelputze)
  • Kalk-Oberputze (Antriebe)
  • Silikat-Oberputze
  • Silikonharz-Oberputze
  • Kunstharz-Oberputze

Oberputze können in verschiedenen Körnungen und Stärken aufgetragen werden. Durch unterschiedliche Oberflächen-Bearbeitung und entsprechendem Werkzeug sind individuelle Designs herstellbar.

Die Putz und Anstrichsysteme sind den verschiedensten Anforderungen ausgesetzt und sollten folgenden Einflüssen standhalten:

Außen: Schlagregenfestigkeit, Witterungsbeständigkeit
Außen und Innen: Wasserdampfdurchlässigkeit, Atmungsaktivität
Innen: Wisch-, Waschbeständigkeit (Scheuerbeständigkeit), Helligkeit, Deckvermögen

Edelputze

Die Edelputze werden dünnschichtig aufgetragen (Stärke 1-5 mm). Sie sind weiss oder bereits eingefärbt lieferbar und benötigen im Innenbereich keinen weiteren Anstrich mehr. Durch die verschiedene Farbgebung solcher Putze können Gebäudeteile klar gegliedert und auch einzeln hervorgehoben werden. Mit solchen Gliederungen können besondere architektonische Akzente gesetzt werden.

Verputzte Fassaden

Verputzte Fassaden sind in Österreich das häufigste Erscheinungsbild. Den Putzarten sind in Form von Farbgestaltung und Oberflächenbeschaffenheit kaum noch Grenzen gesetzt. Man unterscheidet zwischen Kalkputz, Edelputz, Kunstharzputz und Wärmedämmputzen.

Die Putze können in verschiedenen Körnungen und Stärken aufgetragen werden. und können die Oberflächen durch verschieden Bearbeitungen unterschiedlich dargestellt werden. Wird bei Bauteilen eine höhere Brand­widerstanddauer verlangt, so werden entweder zementgebundene Holzwolleplatten oder Holzwolleplatten mit Steinwolle-Innenkern verwendet. Beide Systeme können mit einem Außenputz versehen werden. Die Holzwolleplatten sind heut nicht nur mit innenliegender Steinwolle sondern auch mit den Naturdämmstoff Flachs bzw. mit Schafwolle erhältlich. Speziell die Schafwolle sorgt für ein angenehmes Raumklima zu jeder Jahreszeit.

Je nach Anforderung, kühl im Sommer und warm im Winter. Wird durch die aufgebrachte Außendämmung ein U-Wert von weniger als 0,3 W/m2K erreicht, so liegt das gesamt Mauerwerk im +-Temperaturbereich. Dadurch wird das Mauerwerk zum optimalen Wärmespeicher, das temperaturregulierend wirkt und die notwendige Behaglichkeit schafft.


Autor:

Datum: 30.03.2010

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  • vitale schrieb am 17.06.2016 09:56:57

    Guten Tag an die Experten! Wir haben einen farbigen Edelputz (Kalk Zement) im Waschtisch Bereich. Womit versiegeln wir den am besten gegen Spitzwasser? Die Farbe soll sich nicht verändern, und da in diesem Bereich auch teilweise mit Kalkwandfarbe gestrichen wurde, wäre ein Material gut, das sich für beide Oberflächen eignet und diese nicht verwischt. Ev. ein Spray? Danke für Tipps!

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