Wärmedämmung ist essentiell für moderne Gebäude

Die Wärmedämmung ist wichtig zur Verbesserung des Wärmeschutzes, Verminderung der Heizkosten, zur Erhöhung der Wohnqualität und zur Vermeidung von Bauschäden.

Wärmedämmungen sind essetiell in der Verbesserung des Wärmeschutzes, Verminderung der Heizkosten, zur Erhöhung der Wohnqualität und zur Vermeidung von Bauschäden (wie z. B. Feuchtigkeitsschäden, welche sich durch Schimmel und Kondensatbildung zeigen). Einen entsprechenden Wärmeschutz benötigen nicht nur Dächer und Außenwände, sondern auch jene Teile, die mit Erde in Berührung kommen, wie z. B. Fußböden im Keller. Auch Durchfahrten sind wie Dächer zu behandeln und mit einer erhöhten Wärmedämmung auszustatten. Das gilt ebenso für Flachdächer und Terrassen.

Eine optimale Wärmedämmung erhöht zwar die Baukosten, senkt aber nachhaltig die Heizkosten. Die Auswahl der richtigen Wärmedämmung sollte unbedingt mit dem Bauphysiker abgesprochen werden. Die örtlichen Bauordnungen haben die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz mittlerweile so hoch angesetzt, dass man nur noch in den seltensten Fällen bei Baukonstruktionen ohne zusätzlichen Wärmedämmmaßnahmen ausgekommen wird. Besonderes Augenmerk ist auf Wärmebrücken zu legen, da diese im Nachhinein nur sehr schwer gedämmt werden können und Feuchteschäden hervorrufen können. Näheres dazu im Kasten.

Kennzeichnung beachten
Ob auch die korrekten Dämmstoffe auf der Baustelle verwendet werden, kann auch vom Laien direkt anhand der Verpackungskennzeichnung kontrolliert werden. Gleichen Sie folgende Daten ab:
• Brandverhalten nach DIN 4102 Teil 1
• Hersteller und Herstellungsdatum
• Nennmaße
• Stoffart und Lieferform
• technische Richtlinien
• Typkurzbezeichnung
• Übereinstimmungszeichen
• Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WGL)
Dämmstoffe werden in Wärmeleitfähigkeitsgruppen (WLG) eingeteilt. Ein Dämmstoff der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035 besitzt eine bessere Dämmwirkung als ein Dämmstoff der Gruppe 045 gleicher Dicke.

Verwendungsspektrum der Dämmstoffe
Dämmstoffe werden zur Wärme- und Schalldämmung eingesetzt. Die Typen-Kurzbezeichnung gibt Aufschluss über die zulässige Verwendung:

BezeichnungVerwendung
WWärmedämmstoffe ohne Beanspruchung auf Druckfestigkeit, z.B. in Wänden, Decken
WLärmedämmstoffe ohne Beanspruchung auf Druckfestigkeit, z.B. für Wärmedämmung zwischen den Sparren
WDWärmedämmstoffe mit Beanspruchung auf Druckfestigkeit, z.B. in Fußböden und Dächer
WVWärmedämmstoffe mit Beanspruchung auf Scher- und Abreißfestigkeit, z.B. bei Außenwände
WSWärmedämmstoffe mit erhöhter Druckbelastung für Sondereinsatzgebiete
T, TKTrittschalldämmstoffe

Die Frage des Materials
Als Dämmmaterialien kommen vor allem geschäumte Produkte (Styropor, Styrodyr) in Einsatz. Sie schließen relativ viel Luft ein. Da Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, wird auch der Wärmefluss behindert. Durch die verschiedenen Hersteller werden diese Materialien unterschiedlich bezeichnet. Ähnliche Wärmedämmwerte erreicht man mit Stein- und Mineralwollematten, welche bei den einzelnen Herstellern ebenfalls verschiedene Namen tragen. All diese Materialien sind in verschiedenen Stärken und Qualitäten erhältlich.

Wärmedämmung, egal ob an der Wand oder im Boden verlegt, muss dahingehend geschützt werden, dass in sie keine Feuchtigkeit eindringen kann, da ansonsten die Wärmedämmfähigkeit verloren geht. Um die Wärmespeicherung eines Bauteiles zu gewährleisten, ist es sinnvoll die Wärmedämmung an der äußeren Schale (kalte Seite) anzubringen.


Autor:

Datum: 29.03.2010

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