Maßnahmen zur Wasserhaltung in der Baugrube

Die Maßnahmen zur Wasserhaltung dienen dazu, das Oberflächenwasser zu entfernen und während des Aushubs und der Bauphase den Wasserspiegel unter die Baugrubensohle abzusenken.

Sind einzelne Bodenschichten wasserundurchlässig, sodass bei Regen das Wasser nicht abfließen kann oder erfolgt ein Aushub bis unter den Grundwasserspiegel, so sind zusätzliche Maßnahmen zur “Wasserhaltung” zu treffen.

Die Maßnahmen zur Wasserhaltung dienen dazu, das Oberflächenwasser zu entfernen oder während des Aushubs und der Bauphase den (Grund-)Wasserspiegel unter die Baugrubensohle abzusenken. Auch müssen sämtliche im frostgefährdeten Bereich liegende Teile gegen Einfrieren geschützt werden.

Zur Wasserhaltung sind folgende Maßnahmen und Geräte üblich:

  • Die Pumpensümpfe werden an den tiefsten Stellen angelegt. Die Sohle kann z.B. aus einer Kieslage bestehen, als “Wände” haben sich Betonbrunnenringen bewährt.
  • Falls erforderlich müssen Entwässerungsgräben angelegt werden welche das Wasser zu den Pumpensümpfen hinleiten.
  • In den Pumpensümpfen werden Schmutzwasserpumpen (Leistungsstärke nach Erfordernis) aufgestellt und entsprechend dem Wasseranfall betrieben. Es ist nicht immer erforderlich in jedem Pumpensumpf eine Pumpe fix zu installieren, die Pumpen können auch , je nach Erfordernis, umgestellt werden.
  • Von den Pumpen werden Förderleitungen (z.B. Schläuche) zumindest soweit wegverlegt, dass das geförderte Wasser nicht wieder in die Baugrube zurückläuft. Sinnvoll ist die Ableitung in ein Gerinne, falls vorhanden in einen Kanal.
  • Ist eine Ableitung oder oberflächige Versickerung nicht möglich, (z.B. keine Hanglage) müssen Schluckbrunnen angeordnet werden. Diese werden so tief ausgeführt, dass das geförderte Wasser bis in sickerfähige Schichten abgeleitet und dort versickert werden kann.

Autor:

Datum: 03.07.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Tiefbau

Um den Bauplatz vorzubereiten sollte ein Bodengutachten vorhanden sein, aber auch Geländeaufnahmen, Rodungsbewilligung und Baumschutz sind von Bedeutung. Bei einem begrünten Grundstück sind die obersten 30cm Boden, der Humus oder Mutterbode, sehr wertvoll.

Um dem Gebäude Schutz gegen Wasser zu geben wird um das Haus herum, unterhalb des Bodenplattenniveaus, ein Drainageleitungssystem angeordnet. Diese Rundleitung soll das an den Außenwänden anfallende Wasser aufnehmen und es vom Gebäude wegführen.

Schächte und Kammern werden nicht nur für den Kanal, sondern auch für viele Bereiche benötigt, z.B. für unterirdische Pumpanlagen, Haustechnik- und Regelgeräte, Schwimmbäder oder Entleerungs- und Absperrvorrichtungen für Leitungen usw...

Die im Kellerboden und in den Außenanlagen situierten Abläufe und Abscheider werden üblicherweise von der Baufirma hergestellt. Wird damit gerechnet, dass verschmutztes Wasser in den Kanal fließt, muss eine Schlammfanganlage eingebaut werden.

Ist der Keller errichtet, die Fundierungen hergestellt und alle Leitungen verlegt werden die nicht mehr benötigten Arbeitsräume, Gräben und Künetten aufgefüllt. Kostengünstig ist es, wenn ein Teil des Aushubmaterials zur Hinterfüllung verwendet wird.

Bei Baugruben sind Sicherungen dann notwendig, wenn aus Platzgründen keine Böschungen möglich sind. Die Sicherungen können unter Umständen sogar einen zusätzlichen Schutz für das Gebäude bieten und im Boden verbleiben.

Mit den Aushubarbeiten darf erst nach Rechtskraft der Baugenehmigung begonnen werden, da sie den Beginn der Bauarbeiten darstellen. Hierbei ist schon so mancher Bauherr auf böse Überraschungen gestoßen. Eine Baugrunduntersuchung kann hier viel abklären.