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BAU.GENIAL Sprecherin DI Zdenka Debartoli (links) und Mag. Hildegund Mötzl vom Österreichischen Institut für Baubiologie und –ökologie (IBO)

Die Autoren der Studie:

Prof. Dr. Ing. Karsten Tichelmann (Institut für Trocken- und Leichtbau/Darmstadt), Prof. Jochen Pfau (Versuchsanstalt für Holz- und Trockenbau/Darmstadt), Prof. DDI Wolfgang Winter, Dr. Adolf Merl und DI Dr. Margit Pfeiffer-Rudy (alle Technische Universität Wien).

BAU.GENIAL

BAU.GENIAL ist eine gemeinsame Initiative der acht führenden Baustoffhersteller Knauf Insulation GmbH, Knauf GmbH, Lafarge Gips GmbH, Saint-Gobain RIGIPS Austria GmbH, Rockwool HandelsgesmbH, Saint-Gobain ISOVER Austira GmbH, Ursa Dämmsysteme Austria GmbH und Xella Trocjenbausysteme GmbH/Fermacell.

Studie belegt: Weniger Masse – mehr Vorteile für Gebäude

Die Frage, ob viel oder wenig Masse sich positiv auf Energiebedarf, Nachhaltigkeit, Statik und Hochwasserschutz eines Gebäudes auswirkt, ist Gegenstand heftiger Diskussionen. BAU.GENIAL tritt mit einer wissenschaftlichen Studie nun den Beweis an: Je weniger Masse umso besser für das gesamte Gebäudesystem.
Die Autoren der Studie "Eigenschaften und Potentiale des Leichtbaus, Kapitel Technologie und Bautechnik" bewerten die Bedeutung des Masseanteils eines Gebäudes an vier Teilbereichen:

1. Produktion
2. Transport
3. Statik
4. Sanierung nach Hochwasserschäden

Weniger Masse begünstigt Vorfertigung
In der Studie werden folgende Vorteile angeführt: Die Reduzierung der Bauzeit und damit geringe Zwischenfinanzierungskosten, die Reduzierung des Materialverbrauchs durch rationellen Materialeinsatz, das Wiederverwenden und Recyclen von Verschnitt und Abfällen, die Reduzierung der Gewerbe von durchschnittlich 15 auf 4 bis 8, die geringe Belastung der Nachbarschaft durch weniger Baustellenverkehr und kurze Montagezeiten.

Weniger Masse heißt weniger Energieverbrauch beim Transport
Der Grad der Vorfertigung liegt im Leichtbau erheblich über dem der massiven Bauweise. Das hat einerseits mit der Arbeit im Werk selbst zu tun, andererseits mit Baustelllogistik. Die Außenwand eines durchschnittlichen Einfamilienhauses wiegt in Leichtbauweise nur 1/5 bis 1/8 einer Außenwand in Massivbauweise. Dieser Gewichtsunterschied ist für den Transport der Bauteile und deren Montage auf der Baustelle von schwerwiegender Bedeutung.

Weniger Masse verbessert CO2-Bilanz der Bausubstanz
Für die CO2-Bilanz eines Gebäudes ist entscheidend, wie viel Masse darin steckt, denn der CO2-Ausstoß wird pro Tonne Material berechnet. Aus technischen Berechnungen und praktischen Erfahrungen weiß man, dass ein in Leichtbauweise errichtetes Gebäude nur 1/5 bis 1/8 der Masse eines in Massivbauweise errichteten Gebäudes aufweist. In anderen Worten, die CO2-Bilanz eines in Massivbauweise errichteten Gebäudes liegt um Faktor 5 bis 8 höher als eines in Leichtbauweise errichteten Gebäudes.

Schnellere Sanierung bei Hochwasserschäden
Laut Studie weist die Erfahrung der letzten Jahre eindeutig nach, dass Gebäude in Leichtbauweise sehr viel schneller saniert und wieder bewohnbar sind als in Massivbauweise errichtete Häuser. Der Grund dafür liegt in der Sanierungstechnik. Bei massiven Gebäuden wird auf langwierige Austrocknung der durchnässten Gebäudeteile gesetzt, bei Leichtbauweise werden die Wände aufgeschnitten und das feuchte Material ausgetauscht.
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