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(v.l.): Mag. Herbert Pfeiffer, Andreas Zehnder, Dr. Susanne Riess-Passer, Dr. Josef Schmidinger, Dr. Erich Rainbacher und Mag. Manfred Ulreich. Foto: Franz Neumayr

Arbeitsforum österreichischer Bausparkassen

Alpenstraße 70, A 5033 Salzburg
Dr. Josef Mayer

Tel. +43 (0)57070 100 – 579

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Bausparkassen ziehen Erfolgsbilanz und blicken zuversichtlich in die Zukunft

Bausparen boomt als sichere Spar-  und Finanzierungsform

Gerade in Zeiten wie diesen wollen und brauchen die Konsumenten risikofreie Anlageformen und sichere Finanzierungslösungen. Deshalb boomt Bausparen seit dem Beginn der „Finanzkrise“ ganz besonders. Der Trend zum Bausparen ist ungebrochen, das zeigen die aktuellen Geschäftszahlen der vier heimischen Bausparkassen deutlich.

Der Erfolg ist vor allem auch das Ergebnis der Bemühungen einer starken Interessensvertretung: Seit 1947 arbeiten die heimischen Bausparkassen für ihre Kunden im Arbeitsforum österreichischer Bausparkassen und in der Europäischen Bausparkassenvereinigung zusammen.

Der staatlichen Unterstützung des Systems durch die Bausparprämie (2008 betrugen die Aufwendungen 134 Mio. Euro) steht ein Vielfaches an Investitionen gegenüber (2008 betrug die Finanzierungsleistung der Bausparkassen 3.638 Mio. Euro): Bausparen ist von eminenter volkswirtschaftlicher Bedeutung. Es gibt keine günstigere Form  der Sparförderung und der Wohnbauförderung. Bausparen ist unverzichtbar als krisenstabile Sparform für jedermann und risikofreie Finanzierungsform zur Schaffung von Wohnraum, für alle Renovierungsarbeiten sowie für die Finanzierung von Bildungs- und Pflegevorhaben.

Heuer eine Million neuer Ansparverträge erwartet

In den drei Quartalen des heurigen Jahres wurden von den vier heimischen Bausparkassen bereits 668.867 neue Ansparverträge abgeschlossen, also um 43.425 Verträge mehr als im Vergleichszeitraum 2008.

Das vergangene Jahr brachte mit 974.240 neuen Verträgen schon ein Rekordergebnis; heuer dürfte es in der fast 85-jährigen Geschichte des Bausparens in Österreich gelingen, sich über eine Million Neuverträge zu freuen.

Insgesamt betreuen die Bausparkassen zum 30.9.2009 rund 5.052.600 Sparkonten (zum 30.9.2008 waren es 5.006.830 Konten) mit Bauspareinlagen in Höhe von ca. 17.683 Mio. Euro (in den ersten drei Quartalen 2008 waren es 16.967 Mio. Euro).

Die Ausleihungen liegen zum heurigen Quartalsende bei etwa 16.744 Mio. Euro (2008 waren es 15.230 Mio. Euro) und die Finanzierungsleistung – bei einem Bestand von ca. 410.700 Darlehensverträgen - bei rund 2.166 Mio. Euro.


Stärkung des Bausparssystems zum Wohl der ÖsterreicherInnen

Mit 1.Jänner 2009 wurde die Bemessungsgrundlage für die staatliche Bausparprämie von 1.000 Euro auf 1.200 Euro pro Person und Jahr angehoben. Das heißt, alle treuen und neuen Bausparkunden können sich jetzt bis zu 20 % mehr KESt-freie Bausparprämie sichern. Damit wurde nicht nur einem langjährigen Wunsch der Bausparkassen für ihre Kunden entsprochen, die Bausparerinnen und Bausparer haben das Angebot auch gerne angenommen. Die Erhöhung der Bauspareinlagen um rund vier Prozent im Jahresvergleich unterstreicht die Akzeptanz der Maßnahme.

Ein weiterer wichtiger Impuls war die Förderaktion der Bundesregierung zur thermischen Sanierung; ebenfalls ein Wunsch der Bausparkassen.
50 Mio. Euro standen zur Unterstützung der Sanierung privater Haushalte zur Verfügung, die Abwicklung wurde den Bausparkassen übertragen. Der Erfolg der Aktion kann sich wirklich sehen lassen: Ursprünglich bis 31.12.2010 angelegt, waren bereits am 24.6.2009 die Mittel ausgeschöpft. Über die Bausparkassen wurden knapp 15.300 Anträge eingereicht; die Fördersumme wird rund 64 Mio. Euro betragen.

 

Damit konnten in Summe Investitionen in der Höhe von 600 – 800 Mio. Euro ausgelöst, 7.000 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert werden, und rund 150 Mio. Euro flossen als Mehrwertsteuer wieder zurück, was für den Staat eine Cost-Income-Ratio von höchstens 35 % ergibt. Eine win-win Situation für private Haushalte, die Bauwirtschaft, die Bundesregierung und unsere Umwelt.

Weiterhin engagiert für heimische Bausparer

Die Bausparkassen werden sich gerade wegen der großen Erfolge weiter für die über fünf Millionen österreichischen Bausparer, die Bauwirtschaft und das Baunebengewerbe einsetzen. Die aktuelle Forderung betrifft die seit langem überfällige Anhebung der maximalen Bauspardarlehenssummen. Die letzte nennenswerte Anhebung für Darlehen ohne Grundbuch erfolgte 1998, seither stiegen aber die durchschnittlichen Gesamtbauskosten um über 40 %.


Das Arbeitsforum österreichischer Bausparkassen begehrt nun eine Anhebung der Höchstsumme von 150.000 Euro auf 180.000 Euro pro Person bei Darlehen mit grundbücherlicher Besicherung. Im nicht grundbücherlich besicherten Bereich soll die derzeitige Höchstgrenze von 22.000 Euro pro Darlehensnehmer auf 25.000 Euro angehoben werden. Ein Verordnungsentwurf hiefür wurde bereits vorgelegt.
Die Anhebungen kosten dem Staat nichts, bringen aber dem Einzelnen mehr und zeitgemäßere Möglichkeiten, die Schaffung der eigenen vier Wände kostengünstig und sicher zu finanzieren.

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