Ein Bauterminplan folgt im Wesentlichen bewährten Bauabfolgen, muss aber auf die Gegebenheiten des entsprechenden Projektes Rücksicht nehmen. Von Fall zu Fall können die Transportmöglichkeiten eingeschränkt sein, es können grundstückspezifische Einflüsse eine bestimmte Phase verlängern (Beispielsweise die Fundierung), es ist auf die Witterung der jeweiligen Jahreszeit Rücksicht zu nehmen und so weiter.
Profiauftritt
Die Abfolge der Gewerke ist meist relativ logisch. Begonnen wird üblicherweise (nach ev. erforderlicher Grundstücksräumung, Baureifmachung o.ä.) mit dem Baugrubenaushub, es folgt der Rohbau, falls erforderlich der Bau des Dachstuhles sowie der Ausbau.
Diverse Installationen, die Haustechnik, Zuleitungen, Anschlüsse etc. beginnen sobald der Baufortschritt dies zulässt. Technische Komplettierungen (Montagen Schalter, Armaturen, Waschtische etc.) erfolgen zum spätest möglichen Zeitpunkt um ev. Beschädigungen zu verhindern. Dies gilt ebenso für die Fertigstellung der Außenanlagen.
Vertragspunkt
Nehmen Sie die wesentlichen Ecktermine des Bauterminplanes in die jeweiligen Werkverträge mit den Firmen auf, damit diese ihre Leistungen termingerecht erbringen. Falls es zu Verzögerungen seitens eines Unternehmens kommt, sollten entsprechende Vertragsstrafen als Schadenersatz vereinbart werden (die ev. vereinbarte ”Pönale-Zahlung” ist ein pauschalierter Schadenersatz) fällig.
Erbringt ein Auftragnehmer (ausführende Firma, aber auch z.B. Planer) seine Leistungen nicht rechtzeitig oder in nicht ausreichender Qualität so kann dadurch der Bauterminplan ernsthaft in Gefahr geraten. In diesem Fall ist der Bauherr (bzw. dessen bevollmächtigter Vertreter, örtliche Bauaufsicht o.ä.) nach entsprechender, mehrmaliger, schriftlicher Aufforderung zur Termineinhaltung, abhängig von den vertraglichen Vereinbarungen, auch dazu berechtigt, eine Ersatzvornahme durchzuführen.
Eine Ersatzvornahme bedeutet dass kurzfristig eine andere Firma mit der Leistung beauftragt wird, damit das Projekt fertig gestellt werden kann. Die dem Bauherren entstandenen Mehrkosten werden der säumigen Firma in Rechnung gestellt.
Firmenbeteiligung
Damit ein Terminplan von den beteiligten Firmen eingehalten wird, ist es auch notwendig, dass diese rechtzeitig beauftragt, optimal koordiniert und rechtzeitig bezahlt werden. Diese Koordinierung muss im Rahmen des Gesamt-Terminplanes erfolgen.
Computermanagement
Das Erstellen der Terminpläne ist durch die Verwendung entsprechender Computer-Programme erheblich vereinfacht worden. Diese Programme erlauben meist auch eine automatische Optimierung der Abläufe. Trotz dieser technischen ”Werkzeuge” ist erhebliche Bau-Erfahrung nötig um einen brauchbaren Terminplan zu erstellen, zu optimieren und zu exekutieren.