Oberflächenarten
Die Betonoberfläche wird definiert durch
- Struktur
- Farbgleichheit
- Ebenheit
- Art der Nachbehandlung
Oberflächenstruktur
Die Betonoberfläche wird durch die Oberfläche bzw. deren Struktur bestimmt und z.B. durch die Art der Schalung erzielt.
Die Schalung ist laut ÖNORM B2211 in S-Klassen eingeteilt:
| S-Klasse |
Oberfläche |
| S1 |
glatte geschlossene Betonoberfläche bei der Grate – zwischen der Schalung austretende Betonflüssigkeit (Zementleim) - zulässig sind |
| S2 |
glatte geschlossene Betonoberfläche bei der Grate - zwischen der Schalung austretende Betonflüssigkeit (Zementleim) - nicht zulässig sind. (Standardschalung) |
| S1 A |
Ausführung wie S1, jedoch Spezialschalung z.B. oberflächenvergütete, mehrschichtige Platten aus Holz, gehobelte, dichtschließende Holzschalung, Stahlschalung |
| S2 A |
Ausführung wie S2, jedoch Spezialschalung z.B. oberflächenvergütete, mehrschichtige Platten aus Holz, gehobelte, dichtschließende Holzschalung, Stahlschalung |
| S3 |
strukturierte oder plastisch gestaltete Betonoberfläche |
Farbgleichheit
In der ÖNORM B 2211 Beton-, Stahlbeton- und Spannbetonarbeiten ist die Farbgleichheit in 2 Klassen eingeteilt:
- Klasse F1: Flächige Verfärbungen, verursacht durch Rost, unsachgemäße Behandlung der Schalung und unsachgemäße Nachbehandlung des Betons, Zuschläge verschiedener Herkunft sowie linienförmige Verfärbungen werden nicht toleriert.
- Klasse F2: Zusätzlich sind Verfärbungen resultierend aus verschiedenen Zement und Betonzusätzen nicht zulässig.
Oberflächenebenheit
Die Ebenheit der geschalten Betonoberflächen ist in der ÖNORM DIN 18202 Tabelle 3 festgelegt. Viele diesbezügliche Vereinbarungen in Leistungsverzeichnissen berufen sich aber noch auf die ÖNORM B 2211 Beton- und Stahlbetonarbeiten in der Ausgabe vom 1. Juli 1986.
In dieser Norm erfolgt die Einteilung in E-Klassen wobei die Klasse E2 als allgemeiner Standart anzusehen ist. Diese Klasse entspricht den erhöhten Anforderungen gemäß DIN 18202 Tabelle 3 .
Oberflächenbehandlung
Generell darf eine Oberflächenbehandlung die bei der Betoneinbringung und Schalung geforderte Toleranzklasse der Ebenheit nicht verschlechtern.
Die Nachbehandlung kann erfolgen durch
- Verreiben
- Verreiben und Glätten
- Kratzen
- Scharrieren