Architektur im Mittelpunkt

Noch viel Luft nach oben: Erwartungshaltungen, ästhetische Wunschbilder und planerischer Widerstand. Ein Architekt und eine Immobilienexpertin über die Wiener Dach- und Wohnlandschaften.

Österreich braucht sich in puncto Smart City nicht zu verstecken, wie die zahlreichen Initiativen belegen. Wien wurde sogar unter 87 untersuchten Städten auf Rang eins gereiht. Die zunehmende Vernetzung, das „Smart Home“, birgt allerdings so manche Tücken.

Visionäre Leuchttürme der Stadt? Tankstellen zählen definitiv nicht dazu. Doch der „Tower of Power“ ragt heraus - aus vielerlei Gründen.

Die Zukunft gehört der urbanen Klause. Microliving scheint – nicht nur in den ­städtischen Metropolen – die Patentlösung für den immer knapper und zugleich teurer ­werdenden Wohnraum zu sein. Ein Blick auf die interessantesten Projekte ­weltweit – ­realisiert, im Entstehen oder noch Vision.

Gegessen werden muss immer. Auch wenn die eigene Küche kalt bleibt. Doch während sich Landbewohner mit dem klassischen Wirtshaus zufriedengeben, sind die Städter wählerischer. Wohl auch weil zwischen Büromeetings und Feierabendstress die Zeit deutlich knapper geworden ist.

Beziehungsstress, Konflikte, Streitfragen – auch in der urbanen Seele brodelt es, sagt Stadtpsychologin Cornelia Ehmayer. Ein Gespräch beim Marktbesuch und im Wiener Kaffeehaus – wo sonst? – über die schönen Cityseiten, Ängste, Vorder- und Hintergründiges. Über das Fremdsein und das Daheimsein.

Zu hoher Landverbrauch, zu lange Wege, zu hohe Erschließungskosten je Einheit – das Einfamilienhaus scheint heute aus vielen Gründen nicht mehr tragbar. Gute Alternativen, die den Anspruch an das private Paradies auch erfüllen, gibt es schon seit Jahren.

Weus a Erz hot … und a Bergwerk: In der schwedischen Nordkalotte rollen die Bagger. Die Stadt Kiruna muss der Mine weichen. Beim Kofferpacken und dem nachhaltigen Neuaufbau der kleinen Metropole – drei Kilometer weiter im Osten – helfen die Planer von White ­arkitekter. Die Betroffenen nehmen es samt und sonders nordisch cool: Es wäre nicht Schweden, wenn den Umzug nicht alle gut fänden …

Die Architektur kann als eine Männerdomäne bezeichnet werden. Das beweist nicht nur der erschreckend niedrige Anteil an Architektinnen in Österreich im Vergleich zu den Uni- und FH-Abschlüssen: Wofür die Frauen dieses Berufsstandes heute kämpfen, wer ihre Wegbereiterinnen waren und was die Geschichte und Gesellschaft zur Weiblichkeit in der Architektur beitragen.

Der Onlinehandel verlangt nach neuen logistischen Konzepten – nah an den Absatz­märkten. Die Drohne hat wohl keine Chance. Das Verteilerzentrum im Erdgeschoß aber umso mehr.