Friedrich-Kiesler-Preis 2012 geht an US-Künstlerin

Die US-Künstlerin Andrea Zittel erhält den Architekturpreis der Österreichischen Friedrich und Lillian Kiesler Privatstiftung. Zittels "soziale Skulpturen überschreiten Grenzen zwischen Kunst, Architektur, Design und Technologie", so die Jury.

Photo: Giovanni Jance Courtesy Andrea Rosen Gallery, New York ©Andrea Zittel © Photo: Giovanni Jance Courtesy Andrea Rosen Gallery, New York ©Andrea Zittel

Andrea Zittel

Der Österreichische Friedrich-Kiesler-Preis für Architektur und Kunst 2012 geht an die US-amerikanische Künstlerin Andrea Zittel, gab die Österreichische Friedrich und Lillian Kiesler Privatstiftung bekannt. Die mit 55.000 Euro dotierte Auszeichnung wird alle zwei Jahre von der Republik Österreich und der Stadt Wien vergeben. Laut den Statuten des Kiesler-Preises wird der Preis "für herausragende Leistungen im Bereich der Architektur und der Künste, die den experimentellen und innovativen Auffassungen Friedrich Kieslers und seiner Theorie der 'correlated arts' entsprechen" vergeben.

Die internationale Jury des Kiesler-Preises sieht Andrea Zittel als eine "bedeutende aufstrebende Künstlerin, die trotz ihres erst wachsenden Bekanntheitsgrades maßgeblichen Einfluss auf die Gegenwartskunst nimmt. Zittel lebt und arbeitet heute in Los Angeles und Joshua Tree, Kalifornien, und folgt in ihrem Werk einem umfassenden künstlerischen und raumbezogenen Ansatz. Ihre Sozialen Skulpturen überschreiten Grenzen zwischen Kunst, Architektur, Design und Technologie. [...] Die Jury zeichnet Zittel für ihre experimentellen und innovativen Arbeiten aus, die über den vorherrschenden Dialog zeitgenössischer Kunst und Ideen hinausgehen und diesen bereichern. Ganz im Sinne Friedrich Kieslers kann auch Zittels Werk als ein intellektuelles bezeichnet werden, dem dennoch die Begebenheiten und Situationen des täglichen Lebens zu Grunde liegen. In ihren Skulpturen und Rauminstallationen transformiert Zittel lebensnotwendige Alltagspraktiken - wie Essen, Schlafen, Baden und das Pflegen gesellschaftlicher Kontakte – in künstlerische Experimente und Szenarios neuer Lebensweisen."


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Datum: 12.07.2012

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