240 Meter für Warschau

Es gibt inzwischen wohl keinen Ort der Welt, an dem Zaha Hadid nicht etwas baut. Auch Warschau ist nicht an ihr vorbeigekommen, wo sie bis 2012 den 240 Meter hohen Lilium-Turm errichtet, der sogar den Koloss von Stalins Kulturpalast überragen wird.

Polens Hauptstadt hat offensichtlich das Zeug zum Manhattan Europas zu werden. Nicht nur, das Warschau schon so inzwischen eine recht beachtliche Skyline hat, die bald auch durch den Wolkenkratzer Zlota 44 von Daniel Libeskindbereichert wird, mehr noch: Sie soll bald größer und noch imposanter werden. Und wo gebaut wird, kann Zaha Hadidfast schon natürlich nicht fehlen.

Der neue, Mitte Jänner in ihrem Londoner Büro präsentierte Vorschlag soll ein Hochhaus in der Nähe des Warschauer Kulturpalastes und des Mariott-Hotels werden und zur lange geplanten, aber hintangehaltenen städtischen Verdichtung des alten KP-Aufmarschplatzes, des Plac Defiladbeitragen. Mit seinen 240 Metern wird er zum ersten Mal sogar den imposanten Kulturpalast, ein „Geschenk“ Stalins an das im Zweiten Weltkrieg vollkommen zerstörte Warschau,um knappe drei Meter überragen. Die Gesamtfläche des von Zaha Hadid gemeinsam mit Patrik Schumacher geplanten Superbaus in Form einer riesigen Lilie, die an den Firmennamen des Projektinitiators Lilium Polska, erinnert, soll 101.000 Quadratmeter betragen, rund 72.000 davon sollen vermietet werden. Öffentlich zugänglich, in Form eines Einkaufs- und Gewerbezentrum werden nur die unteren Bereiche von Lilium Towers sein.

Das Gebäude trägt mit einer ausgeklügelten Energiestrategie dem harten Klimas der polnischen Hauptstadt Rechnung. Die Fassade ist so geformt, dass sie ein Maximum anEinstrahlung an Tageslicht im Winter zulässt, was im Winter Heizung erspart, im Sommer wiederum wird sie natürlich belüftet, was den Effekt der Sonnenbestrahlung minimiert.

Laut Projekt soll der Bau bereits 2012 fertiggestellt sein.

Zaha Hadid Architects © Zaha Hadid Architects

Bis 2012 soll Zaha Hadids Bau in Warschau fertiggestellt sein.


Autor:

Datum: 01.02.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Immobilienprojekte

Die Zinshaussanier von wohninvest haben im Döblinger Kahlenbergerdorf die Renovierung zweier historischer Objekte, die zumindest auf das frühe 17. Jahrhundert zurückgehen, abgeschlossen. Das im Rahmen eines Bauherrenmodells sanierte Ensemble wurde zu Beginn der Woche an die privaten Investoren übergeben.

Verkaufsstart in Köln: Im Zuge ihrer Portfolio-Optimierung trennt sich die Immofinanz von einer gemischt genutzten Immobilie. Wie das Unternehmen meldet, werde unter anderem das sogenannte Friesenquartier verkauft. Ebenfalls in der Domstadt angesiedelt und im Zuge eines Forward Purchase veräußert wird das noch von der Immofinanz zu realisierende Hotelentwicklungsprojekt im Gerling Quartier (im Bild). Weiters auf der Verkaufsliste steht dort auch ein zweiter Bauabschnitt. Neuer Eigentümer wird ein Joint Venture der deutschen Unternehmen Quantum Immobilien AG mit der Proximus Real Estate AG.

Seit Dezember 2015 wird im neu entstehenden Wohnpark in Wien-Liesing gebaut. Jetzt gaben sich Vertreter der Bezirkspolitik, Architekt Peter Lorenz und Strabag-Baumeister Gerald Urban bei der Projekt-Gleichenfeier ein Stelldichein.

Die Rustler Gruppe meldet den Vermarktungsstart für das in Sanierung stehende Wohnprojekt „City Corner M 139“ in Wien Margareten. Die 26 freifinanzierten Wohnungen sollen im Herbst 2018 bezugsfertig sein.

Vom Büro zum Hotelhochhaus: Die Novum Hotel Group und Immofinanz bauen den bestehenden Office-Standort neben den Twin Towers am Wienerberg zum "Holiday Inn Vienna – South" um. Geplant sind 201 Zimmer, plus Frühstücksrestaurant im 22. Stock. Eröffnet werden soll der neue Komplex Anfang 2019.

Die oberösterreichische Consulting Company startet mit der Vermarktung ihres nächsten Wien-Projekts in der Arndtstraße in einem zentralen, infrastrukturell gut erschlossenen Teil des zwölften Wiener Gemeindebezirks. Neben dem zuletzt eröffneten "wohn:park:zwölf" errichtet der Immobilienentwickler 38 Wohnungen mit insgesamt gut 2.000 Quadratmeter Wohnfläche. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2017 vorgesehen, die Fertigstellung soll im Herbst 2018 erfolgen.

Vorläufiges Ende für ein ambitioniertes Projekt in der Ländle-Landeshauptstadt: Wie die Betreiberpartner Ende letzter Woche in einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärten, ist die geplante Seestadt in ihrer jetzigen Form Geschichte. Die Vertreter machten für das nunmehrige Aus wirtschaftliche Gründe geltend.

Nomen est omen: Die 6B47-Deutschlandtochter setzt in die Schmuckmetropole Pforzheim ihr eigenes „GoldStück“. Auf einem über 3.000 Quadratmeter großen Grundstück soll laut Unternehmensaussendung bis 2019 ein gemischt genutztes Quartier mit Wohn- Hotel- und Gewerbeflächen (insgesamt 10.700 Quadratmeter Bruttogeschossfläche) realisiert werden. Baubeginn ist im nächsten Sommer, für das „Goldstück“ in der boomenden Second-City wurden laut der 6B47 Germany GmbH rund 25 Millionen Euro reserviert.

Dacapo für den oberösterreichischen Objektentwickler am Wiener Immo-Markt: Die Consulting Company (CC) ist mit dem offiziellen Spatenstich in das Projekt „Steinterrassen“ in der Leyserstraße in Wien 14 gestartet. Gebaut werden 70 Eigentums- und Vorsorgewohnungen sowie ein Kindergarten. Die dort bestehende Polizeiinspektion wird neu errichtet. Auch Ordinationsflächen sind geplant. Fertiggestellt soll die Anlage laut Unternehmensaussendung im Jahr 2018 sein.