Allee für Südbuda

Mit der neuen U-Bahnlinie hat Südbuda vielleicht das Potenzial aus dem gegenwärtigen Immobilientief herauszukommen und zu einem Hotspot zu werden. Das neue Bezirkszentrum Allee von ING ist noch optimistischer und eröffnet schon drei Jahre vor der neuen Metró.

ING Real Estate entwickelt zur Zeit die Umgebung einer ehemaligen Markthalle an der Fehérvári út im südlichen Buda zu einem neuen Bezirkszentrum. Die Markthalle wurde erst in den 1980er Jahren errichtet und war gemeinsam mit dem ersten Hypermarkt Budapests fast der einzige wirkliche Konsumtempel des sozialistischen Ungarn. Inzwischen haben sich Markthalle und das Skála-Kaufhaus als nicht mehr zeitgemäß entpuppt und wurden abgerissen.

An ihrer Stelle entwickelt nun ING Real Estate ihren Allee-Komplex und in unmittelbarer Nachbarschaft auch noch den Wohnhof Simplon. Geplant wurde das neue Zentrum vom ungarischen Stararchitekten József Finta, der für ING in Budapest schon mehrere andere Gebäude – Vörösmarty 1 oder die ING-Zentrale beim Stadtwäldchen – gestaltete.

Multifunktionales Gebäude mit Shopping Center
Das multifunktionale Development im Stadtteil Kelenföld umfasst insgesamt 135.000 Quadratmeter, wovon 47.000 auf drei Ebenen für kommerzielle bzw. Unterhaltungszwecke genutzt werden sollen, darunter ein 6.500 Quadratmeter großer Supermarkt und 8.000 Quadratmeter Bürofläche. Mietvorverträge wurden bereits mit Interspar, Marks & Spencer, Libri, H&M, C&A, Zara, New Yorker, Cinema City and Van Graaf abgeschlossen Im benachbarten Simplon-Hof werden 88 Wohnungen zwischen 35 und 130 Quadratmeter errichtet.

Viel Wert wurde auf die Gestaltung der unmittelbaren Umgebung der Entwicklung – Fußgängerfreundlichkeit, Begrünung und viel offene Plätze – gelegt, die ab 2011 zudem einen U-Bahnanschluss mit der Metró 4 erhalten soll. Im unmittelbaren Einzugsgebiet des Allee-Komplexes leben mehr ale eine halbe Million Menschen, Obwohl gerade der 11. Bezirk in Südbuda nach den jüngsten Entwicklungen im Immobiliensektor am stärksten eingebrochen ist, äußerte sich ING Real Estate optimistisch über das Potenzial des neuen Zentrums, das bereits Ende 2009 fertiggestellt sein soll.

www.simplonudvar.hu © www.simplonudvar.hu

www.allee.hu © www.allee.hu

Der komplex Allee umfasst viele Geschäfte auf insgesamt 135. 000 Quadratmeter.

www.allee.hu © www.allee.hu


Autor:

Datum: 08.02.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Immobilienprojekte

Vom Büro zum Hotelhochhaus: Die Novum Hotel Group und Immofinanz bauen den bestehenden Office-Standort neben den Twin Towers am Wienerberg zum "Holiday Inn Vienna – South" um. Geplant sind 201 Zimmer, plus Frühstücksrestaurant im 22. Stock. Eröffnet werden soll der neue Komplex Anfang 2019.

Die oberösterreichische Consulting Company startet mit der Vermarktung ihres nächsten Wien-Projekts in der Arndtstraße in einem zentralen, infrastrukturell gut erschlossenen Teil des zwölften Wiener Gemeindebezirks. Neben dem zuletzt eröffneten "wohn:park:zwölf" errichtet der Immobilienentwickler 38 Wohnungen mit insgesamt gut 2.000 Quadratmeter Wohnfläche. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2017 vorgesehen, die Fertigstellung soll im Herbst 2018 erfolgen.

Vorläufiges Ende für ein ambitioniertes Projekt in der Ländle-Landeshauptstadt: Wie die Betreiberpartner Ende letzter Woche in einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärten, ist die geplante Seestadt in ihrer jetzigen Form Geschichte. Die Vertreter machten für das nunmehrige Aus wirtschaftliche Gründe geltend.

Nomen est omen: Die 6B47-Deutschlandtochter setzt in die Schmuckmetropole Pforzheim ihr eigenes „GoldStück“. Auf einem über 3.000 Quadratmeter großen Grundstück soll laut Unternehmensaussendung bis 2019 ein gemischt genutztes Quartier mit Wohn- Hotel- und Gewerbeflächen (insgesamt 10.700 Quadratmeter Bruttogeschossfläche) realisiert werden. Baubeginn ist im nächsten Sommer, für das „Goldstück“ in der boomenden Second-City wurden laut der 6B47 Germany GmbH rund 25 Millionen Euro reserviert.

Dacapo für den oberösterreichischen Objektentwickler am Wiener Immo-Markt: Die Consulting Company (CC) ist mit dem offiziellen Spatenstich in das Projekt „Steinterrassen“ in der Leyserstraße in Wien 14 gestartet. Gebaut werden 70 Eigentums- und Vorsorgewohnungen sowie ein Kindergarten. Die dort bestehende Polizeiinspektion wird neu errichtet. Auch Ordinationsflächen sind geplant. Fertiggestellt soll die Anlage laut Unternehmensaussendung im Jahr 2018 sein.

Die Kallco-Gruppe baut 325 frei finanzierte Wohnungen in Wien Simmering. Das neu entstehende Quartier 11 soll nicht nur in eine naturnahe Umgebung eingebettet werden. Mit dem eigenentwickelten Energiekonzept „Klima Loop“ favorisiert man eine grüne und entsprechend kostensparende Variante. Die dazu notwendigen Tiefenbohrungen haben bereits begonnen. Die ersten Mieter sollen davon bereits 2018 profitieren können.

Kick-off für das Projekt „Karree Korneuburg“: Die NOE Immobilien Development AG (NID) errichtet am Korneuburger Hauptplatz 71 Wohnungen sowie Büro- und Geschäftsflächen. Das Ensemble aus historischer Bausubstanz und einem Neubau soll dem Zentrum ein neues architektonisches Gesicht geben. Die Fertigstellung ist für April 2018 beanraumt.

Der Wiener Zinshausmarkt ist im Dauerhoch. Neben gewerblichen und privaten Investoren tummeln sich Stiftungen und institutionelle Anleger am City-Markt. Besonders gefragt seien laut Brancheninsidern innerstädtischen Liegenschaften, wo eine auf konservative Veranlagungsmodelle abzielende Klientel naturgemäß die höchsten Renditen und Wertzuwächse erwarten könne. Doch attraktive Angebote sind derzeit Mangelware – mit wenigen Ausnahmen. Mit einem revitalisierten Objekt in der Josefstadt ist nun die CPI Immobilien Gruppe diesen Herbst am Start.

Die Buwog hat mit der Errichtung von 140 freifinanzierten Eigentumswohnungen nahe der Alten Donau in Wien 21 begonnen. Ein offenes Wohnkonzept – inklusive Urban Gardening auf dem Dach – soll junge Familien ansprechen. Ihren grünen Daumen können sie dort bereits ab 2018 unter Beweis stellen.