Baumit eröffnet Werk in der Ukraine

Nahe Kiew wurde um zehn Millionen Euro ein Trockenmörtelwerk gebaut. Das Potenzial ist groß, 90 Prozent der ukrainischen Gebäude müssen thermisch saniert werden. Die Errichtung einer Naßprodukt-Produktion ist bereits für 2014 geplant.

Baumit eröffnete 25 Kilometer von der Hauptstadt Kiew entfernt, im Bezirk Brovary, sein erstes Trockenmörtelwerk in der Ukraine. Das Werk verfügt über eine Jahreskapazität von 120.000 Tonnen und kostete der Baumit Ukraina OOO, die wie die Baumit Beteiligungen GmbH zur Schmid Industrieholding gehört, rund zehn Millionen Euro.

Im neuen Werk werden nun Trockenmörtel, händisch und maschinell verarbeitbare Außen- und Innenputze sowie Estriche, Fliesenkleber, Spachtelmassen und mineralische Edelputze produziert. Robert Schmid, Geschäftsführer der Baumit Beteiligungen GmbH: "Heute werden die osteuropäischen Märkte von den sogenannten Analysten als kritisch und "unsexy" betrachtet, und sie sind auch tatsächlich schwierig. Faktum ist aber, dass in Osteuropa viele fleißige und aufstrebende Menschen leben, die einmal so gut leben wollen, wie wir das in Österreich dürfen. Ich sehe nicht ein, warum das die Chinesen oder Inder schaffen sollten und die (meisten) Osteuropäer nicht. Deshalb bleiben wir Osteuropa treu und investieren weiter. Glücklicherweise sind wir ein Familienunternehmen, das nicht nur auf kurzfristige Ergebnisse schauen muss und können daher solche Aktivitäten setzen."

1 Mrd. m2 Fassadenfläche ohne Wärmedämmung
Baumit ist bereits seit 2004 am knapp 46 Millionen Einwohner zählenden ukrainischen Markt vertreten. "Die Ukraine zählt aufgrund des hohen Potenzials zu den strategischen Märkten unseres Konzerns. Kaum zu glauben, aber 90 Prozent aller Gebäude in der Ukraine, das sind rund eine Milliarde Quadratmeter Fassadenfläche, verfügen über keine Wärmedämmung und müssen dringend thermisch saniert werden, um die aktuellen Energiespar-Normen zu erreichen. Energiesparen ist in der Ukraine eines der nationalen Ziele um die Energieabhängigkeit vom Ausland zu reduzieren", unterstreicht Robert Schmid das Engagement in der Ukraine.

Baumit beschäftigt in der Ukraine derzeit 54 Mitarbeiter. "Das erste Werk in Brovary ist in Anbetracht des riesigen Potenzials der erste Schritt in die Zukunft", so Robert Schmid. Die Errichtung einer Naßprodukt-Produktion ist am selben Standort bereits für 2014 geplant.

Baumit © Baumit

S. Zagorodniy, GF des Generalunternehmers AZBI, R. Schmid, GF der Baumit Beteiligungen GmbH und W. Karlow, GF der Baumit Ukraina OOO bei der Eröffnungsfeier (v. li.n. re).


Autor:

Datum: 10.09.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Wie der Vorstand der börsennotierten S Immo AG gestern bekannt gab, rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr 2016 mit einem "sehr hohen Ergebnis" aus der Immobilienbewertung . Aus heutiger Sicht, so der Konzern in einer Ausssendung, werde sich das Bewertungsergebnis im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr mehr als verdoppeln. 2015 waren hier 84,6 Millionen Euro ausgewiesen worden.

Neukunden aus der High-Tech-Sparte und dem automotiven Sektor haben das Wachstum angekurbelt: Wie der Bohrer- und Fräswerkzeugproduzent Alpen-Maykestag meldet, konnte das Salzburger Unternehmen im Geschäftsjahr 2015/2016 ein Umsatzplus von satten sieben Prozent einfahren. Die 45,2 Millionen Euro will Geschäftsführer Wolfgang Stangassinger (im Bild) im 60. Jahr des Bestehens noch einmal um acht Prozent steigern.

Das Wiener Start-up Daunenspiel – erdacht, konzipiert und realisiert von Sofia Vrecar – hat in Wien-Landstraße seinen ersten Showroom eröffnet. Präsentiert werden laut Firmengründerin exklusive Trends rund um die Ausstattung von „bed, bath & living“. Mit Designer-Bettwäsche, maßgefertigter Ware und Wohnaccessoires will sie sowohl Privatpersonen wie auch Geschäftskunden aus dem Bereich der Hotellerie und der Gastronomie ansprechen.

Vor 45 Jahren läutete die erste Bauhaus-Filiale das moderne DIY-Zeitalter auch in Österreich ein. Zum halbrunden Jubiläum kündigt der Spezialist für Haus und Garten – dort wo notwendig – ein Facelift für bestehende Fachzentren an. Weitere Standorte seien in Planung. Demnächst soll auch ein „moderner Online-Shop“ freigeschaltet werden.

Eine serbische Fachjury hat ihren Sieger gefunden: Die unter dem Markennamen „Hausmajstor“ auftretende serbische Niederlassung der Rustler Gruppe wurde bei den „CIJ Awards“ zum besten Facility Management-Unternehmen des Jahres 2016 gekürt. Insgesamt hatten rund 60 Unternehmen um den Spitzenplatz gerungen.

"Konsequentes Wachstum": 6B47-Vorstandsvorsitzender Peter Ulm meldet für das abgelaufene Jahr 2016 eine Steigerung des Investitionsvolumens von gut 952 Millionen Euro (2015) auf über 1,3 Millionen Euro. Eine Fortsetzung, so der Immoprofi, sei geplant und machbar.