Buda wird Bürostadt

Am Fuß des Budaer Burgbergs scheint sich eine kleine Bürostadt zu entwickeln, in der kleinere, aber durchaus architektonisch anspruchsvolle Komplexe errichtet werden: Den Projekten Modern, Avantgarde und REsidence soll nun ein Bau am Bem-Platz folgen

Am Fuß des Budaer Burgbergs scheint sich eine kleine Bürostadt zu entwickeln, in der kleinere, aber durchaus architektonisch anspruchsvolle Komplexe errichtet werden: Beim Millenáris Park entstehen zur Zeit unter der Ägide von WING die Projekte Modern und Avantgarde, in der Wasserstadt REsidence 1 und REsidence 2 von Raiffeisen evolution und am Moszkva tér soll in der alten Hauptpost von Buda demnächst mit dem Bau eines Luxushotels begonnen werden. Nun gesellt sich ein weiteres Projekt dazu: Eine alte, zur Zeit denkmalgeschützte Militärkaserne am Bem-Platz direkt am Donauufer soll unter Einbeziehung der alten Innenhöfe und Exerzierplätze in einen multifunktionalen Komplex aus Geschäften, Restaurants, Cafés und Büros verwandelt werden. Die Büros sollen über eine flexibel gestaltbare Flächen und Raumaufteilung bis zu 300 Quadratmeter verfügen, in den Höfen offene Panoramalifte den horizontalen Verkehr abwickeln.

Architekturwettbewerb
Für den Umbau schrieb der Besitzer, die Europa Immobilieninvestitionsfonds, noch 2007 einen geschlossenen Architektenwettbewerb aus, der schließlich zwischen November 2007 und April 2008 auch in zwei Stufen abgewickelt wurde. Nach der zweiten Runde wurde einem Team um Tamás Dévényi und dem Architekturstudio T2 der erste Preis zugesprochen. Schon im Juni des Vorjahres wurden die entsprechenden Verträge zur Fertigplanung des Komplexes abgeschlossen und im Jänner die Detailpläne den Budapester Bauaufsichtsbehörden schon vorgelegt.

Im Mittelpunkt der Pläne steht der Erhalt des historischen Kerns des Gebäudes, der zwar architektonisch nicht besonders wertvoll ist, aber umso mehr eine Bedeutung für das Budapester Stadtgedächtnis hat: Die Gegend um den Platz war eines der Zentren der Revolution 1956 und vieler Demonstrationen um die Wende 1989. Ziel der Architektengruppe war es damit, so viel wie möglich von der historischen Bausubstanz zumindest optisch für die Nachwelt zu erhalten.

Unter dem Gebäude soll nun eine vierstöckige, unterirdische Parkgarage für die Büronutzer errichtet, die Höfe und das Erdgeschoß sollen öffentlich zugänglich sein, womit neue Durchgangsmöglichkeiten für die Bewohner des Quartiers in mehreren Richtungen eröffnet werden. In den Obergeschoßen, die um zwei Stockwerke erweitert werden, werden sich die neuen Büros befinden. Insgesamt wird das neue Haus eine Fläche von 5.548 Quadratmeter für Büros und Geschäfte anbieten, der Dachgarten mit Blick auf die Donau und die Budaer Berge weitere 1.766 Quadratmeter.
Quelle: epiteszforum.hu

Epiteszforum.hu © Epiteszforum.hu

Durch die Öffnung der alten Innenhöfe und Plätze soll sich der alte Kasernenkomplex zum Wohnquartier der Wasserstadt öffnen und neues urbanes Leben bringen


Autor:

Datum: 06.04.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Die Magan Holding, laut eigenen Angaben als „Family Office für die Immobilienwirtschaft“ in Wien und Berlin verortet, expandiert nach Sachsen. Diesen Herbst wurde ein neues Büro in Leipzig aufgesperrt. Holding-Chef Alxander Neuhuber reagiert damit auf die „enorme Dynamik des Immobilienmarkts in den ostdeutschen Städten“, wie es dazu in einer Aussendung heißt. Den neuen Standort hat mit Doris Uehlein eine langjährige Holding-Mitarbeiterin übernommen.

Neue Bausystemlösungen für mehrstöckige Häuser aus Holz: Die Österreich-Offensive wurde letzte Woche vor Fachpublikum im Wiener Architekturzentrum gestartet. Das Unternehmen will die hiesige Bauwirtschaft damit weiter auf den Holzweg führen – und zwar im positiven Sinn.

Was sich Häuslbauer wünschen? Eine Studie im Auftrag der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG klärt auf. Wenig überrascht über die auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit fußenden Ergebnisse zeigen sich hierzulande die Spezialisten von Vario-Haus. Ihr Branchenbefund: Die Resultate stünden mit ihren Marktbeobachtungen im Einklang. Die eigene Produkt-Range und -Entwicklung sei längst darauf abgestimmt und damit auf Kundenlinie.

In Sachen Küchenoberflächen ist man zwischen Boden- und Neusiedlersee noch immer äußerst konservativ. Laminat dominiert, innovative Produktlinien und hochwertige Materialien setzten sich nur langsam durch, sagt Oliver Reitter, General Manager von Cosentino Austria. Wie er der heimischen Klientel Innovationen schmackhaft machen will, verriet er im wohnnet Business-Talk.

Die Positivmeldungen zum Wiener Büromarkt reißen nicht ab. Auch laut aktuellem und neu standardisiertem Büro- und Investmentmarktbericht der Otto Immobilien Gruppe weist die Trendkurve für 2016 dank deutlich gestiegener Vermietungsleistung eindeutig nach oben.

Europas Fertighausmarkt zeigt für das Jahr 2015 ein sehr uneinheitliches Bild. Wie eine Interconnection Consulting-Studie herausgefunden hat, gibt es positive Kaufrückmeldungen vor allem aus den westlichen Ländern. Osteuropa hinkt tendenziell weiter hinterher. Auch für Österreich wird ein Minus ausgewiesen.

Damit der Traum vom Eigenheim nicht platzt, müssen Herr und Frau Österreicher den Gürtel immer enger schnallen: Welche Sparmaßnahmen genau ergriffen werden und mit welchen Belastungen künftige Immobilienbesitzer zu kämpfen haben, zeigt eine Untersuchung der ING-DiBa Austria.

Beschleunigter Büro-Boom: Einem EHL-Bericht zufolge hat sich die Vermietungsleistung im Q3 verdoppelt – Tendenz weiter steigend. Von Jänner bis September wurden bereits 220.000 Quadratmeter Fläche umgesetzt, ein Plus von 41 Prozent.

Die Immofinanz expandiert mit ihrer Shopping Center-Marke Vivo!. Das nächste Einkaufszentrum wird in der polnischen Stadt Krosno entwickelt, wie das Unternehmen heute meldet. Der Baustart soll in Kürze erfolgen. Zur Eröffnung wird den Retailern eine Fläche von 21.000 Quadratmetern zur Verfügung stehen, geplant sind 60 Shops. In Summe fließen 34 Millionen Euro in das neue Objekt. – Bis dato ist man am Polen-Markt mit zwei Standorten vertreten.