Büromarkt Linz

Linz hat in den letzten Jahren einen auffälligen Wandel vollzogen und profitiert immer mehr von der EU-Osterweiterung. Mittlerweile ist Linz in Österreich nach Wien zur Nummer 2 am Büromarkt geworden.

Linz hat in den letzten Jahren einen auffälligen Wandel vollzogen und profitiert immer mehr von der EU-Osterweiterung. Mittlerweile ist Linz in Österreich nach Wien zur Nummer 2 am Büromarkt geworden. Selbst die deutschen Feri Immobilienmarkt-Ratings sehen großes Potenzial und reihten den Büromarkt im europäischen Vergleich auf Rang 21– einige Plätze vor Budapest – und Städten wie Rom (29), Frankfurt am Main (31) und Köln (35), welche die österreichische Landeshaupt deutlich hinter sich läßt.

2008 war in Linz mit 198.000 Arbeitsplätzen die Zahl höher als die der Einwohner mit 190.000. Die Finanzkrise ist zwar auch in der Stahlstadt spürbar, aber dennoch profitiert die Stadt weiterhin von einem relativ hohen Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre.

Die Innenstadt ist der Schwerpunkt der Büroflächen

In den letzten sieben Jahren gab es eine geschätzte Jahresproduktion an Büroflächen von rund 43.000 bis 50.000 Quadratmetern. Im Zentrum sind vor allem durch den Neubau von Terminal-Tower und Energie AG Tower rund 83.000 Quadratmeter neue Flächen für Büros entstanden und das Bahnhofsviertel wird zur gefragtesten Bürolage mit extrem hoher Kundenfrequenz durch die Drehscheibe Landesdienstleistungszentrum.

In Linz entstehen 2009 insgesamt 129.000 Quadratmeter Büroflächen in Neubauten, 146.000 Quadratmeter werden nach Umbauten und Sanierungen wieder für den Büromarkt frei, sodass insgesamt 275.000 Quadratmeter disponibel sind. Der Schwerpunkt bei den neu entstehenden Büroflächen liegt weiterhin in der Innenstadt. Ergänzt wird das innerstädtische Angebot durch Büroneubauten im Ausmaß von 37.400 Quadratmetern im Osten beziehungsweise um weitere 9.000 Quadratmeter im Stadtteil Urfahr.

Große Nachfrage nach Toplagen

Die qualitativ hochwertigen Büros werden auch in Zukunft Mieter finden, denn die zu letzt errichteten Neubauten weisen fast keinen Leerstand auf, und die Auslastung liegt bei rund 96 Prozent. Die Nachfrage ist groß und in Top Lagen mit guter Qualität werden auch schon 9,50 bis sogar zehn Euro pro Quadratmeter bezahlt. Dem gegenüber stehen jene Büroflächen vor allem älterer Gebäude, die bereits über einen längeren Zeitraum leer stehen. Dafür gilt es, neue Lösungen in Form von Umnutzungen zu finden. Der aktuelle Trend am Wohnungsmarkt, wieder verstärkt Wohnungen in Innenstadtlagen nachzufragen, kann hilfreich sein und wird zu Umwidmungen und neuen Wohnprojekten führen.

Die Renditeerwartungen bewegen sich zwischen 4,5 und 8 %. Die Spannbreite der Renditeerwartung ist auf die Qualität der Büroflächen zurück zu führen. Während nämlich die Neubauten bei Investoren gefragt sind, lassen sich alte nur schwer veräußern. Das Gesamtvolumen der Immobilientransaktionen wird in den vergangenen drei Jahren auf rund 250 Millionen Euro geschätzt.

Im Jahr 2009 sind seitens der Stadt Linz und der städtischen Immobiliengesellschaft (Immobilien Linz GmbH & Co KEG, kurz: ILG – Anm. d. Red.) rund 58 Millionen Euro für den städtischen Hochbau (Investitionen und Finanzierungen) vorgesehen. Hinzu kommen noch Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro. In der unmittelbaren Zukunft stehen Umnutzungsprojekte zur Verbesserung des Stadtbildes im Mittelpunkt der Linzer Stadtplanung. Das Wohnbau-Projekt am ehemaligen Frachtenbahnhof, die geplanten Wohnanlagen in der Neuen Heimat auf früheren Betriebsarealen der Post oder der Straßenmeisterei sowie die Verbauung des einstigen UKH-Hubschrauberlandeplatzes an der Grillparzerstraße stehen hier an vorderster Stelle.

Gleichzeitig erfährt das Neustadtviertel durch Sanierungs- und Neubauprojekte eine Aufwertung, die diesen Stadtteil wieder als Wohngebiet attraktiv machen. Der Boom in Linz zeigt sich auch am Konsum: Linz Landstraße war zur Adventzeit die meistbesuchte Einkaufsstraße in den Bundesländern. Knapp hinter dem Wiener Graben und der Mariahilferstraße.

Der Büroimmobilienmarkt ist in Linz stetig gestiegen.

Der Science Park wird von der BIG gebaut.

Zellinger Gunhold+Partner © Zellinger Gunhold+Partner

Linz weist eine Reihe von neuen Büroimmobilien auf, wie hier der Businesscorner Urfahr.

ProjekteFertigstellung
Zentrum Prinz Eugen Bauteil D2009
Mechatronik-zone Voestalpine2009

Verkaufs- u. Finanzzentrale VoestalpineStahlVoestalpine

2009
Science Park Urfahr2009
Prinz Eugen - Glögglweg HafenviertelBaubeginn2009
Frachtenbahnhof BahnhofsviertelBaubeginn 2010

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Datum: 05.02.2009

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