Ein neues Stadtzentrum bis 2012

Bukarest wird zu eng: Zahlreiche Bürogebäude sind in den letzten Jahren entstanden, aber an Parkplätze hat niemand gedacht

Demnächst soll eine gigantische neue Baustelle hinzukommen: das "Esplanada City Center", das größte Bauprojekt Südosteuropas, mit Wolkenkratzer-Bürotürmen und einer Mehrzweckhalle, erbaut von der multinationalen Firma "TriGránit" mit Sitz in Budapest. Ein neues Stadtzentrum will "TriGránit" hier schaffen und hat zur Planung den deutsch-amerikanischen Wolkenkratzer-Architekten Helmut Jahn, der unter anderem den neuen Berliner Potsdamer Platz mitgeprägt hat, herangezogen: Bauplatz ist ein 10,7 Hektar großes unbebautes Areal am Südrand des historischen Stadtkerns, gleich bei Ceausescus architektonischem Rundumschlag gegen die Stadt. Mit einer Investition von mindestens einer Milliarde Euro sollen dort Büros, Wohnungen, Geschäfte und Vergnügungseinrichtungen auf einer Fläche von 800.000 Quadratmeter entstehen.

"TriGranit" hat mit der rumänischen Regierung ein Partnerschaftsmemorandum geschlossen. Es sieht vor, dass "TriGranit" das Grundstück bebaut und vermarktet, der Staat solle dafür die Mehrzweckhalle geschenkt bekommen. Aber das Projekt, für das der Startschuss nach der Erteilung aller Genehmigungen durch die Stadtverwaltung 2009 erfolgen soll, ist auch umstritten.

Einzelhandelentwicklungen ebenfalls im Aufwind

Wegen des hohen Potenzials ist der rumänische Einzelhandelsmarkt und die dafür notwendigen Entwicklungen weiterhin im Zielpunkt der internationalen Ketten und Developer. Trotz aller anfänglichen Schwierigkeiten lassen die Ankündigung weiterer großer Shopping Centers und das hohe Interesse optimistisch stimmen. Interessant ist hier die Entwicklung, dass bedeutende Projekte zunehmend in den Großstädten außerhalb Bukarests, in erster Linie in Siebenbürgen und im Banat abgewickelt werden.

In der heimlichen Hauptstadt Siebenbürgens, Cluj/Klausenburg, stehen so inzwischen mehr Verkaufsfläche pro Kopf zur Verfügung als in Bukarest, nicht zuletzt wegen der Fertigstellung der Shopping Centers "Pólus" und "Iulius". In allen Städten über 100.000 Einwohnern sind inzwischen kleinere oder größere Einkaufszentren die Regel, wobei langsam auch die Gefahr einer Überversorgung besteht. Landesweit verdoppelte sich 2008 die Gesamtverkaufsfläche, erreichte mehr als 1,000.000 Quadratmeter.

Zurückzuführen ist dieser rasante Anstieg – immerhin wurden 2007 und 2008 mehr als zwanzig große Einkaufszentren eröffnet – auch auf die allgemeine Kaufkraftsteigerung der rumänischen Bevölkerung. 2007 waren noch von den insgesamt 252.330 fertiggestellten Quadratmetern Verkaufsfläche ein Fünftel umgehend an Firmen und Ketten vermietet worden, die gerade den rumänischen Markt betreten haben. In Bukarest wiederum setzt sich inzwischen der Trend der Etablierung großer Luxusmarken an traditionellen Einkaufsstraßen, die langsam zu Shopping-Luxusmeilen werden, durch – Hotspots hier sind der Balcescu Boulevard, Rosseti, Calea Victorei, Boulevard Magheru.

beigestellt © beigestellt

Neue EKZ-Projekte 2008


Autor:

Datum: 03.12.2008

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Weitreichender Optimismus begleitete die EHL-Jahresauftaktkonferenz 2018: Die positive Grundstimmung aus dem letzten Jahr bleibt laut den Experten des Hauses auch im neuen Jahr erhalten. Die durchaus heiteren Wien-Trends 2018 für Wohnen, Büro, Einzelhandel und Investment.

Zum Jahreswechsel liegen die ersten Prognosen für den heimischen Immobilienmarkt 2018 vor. Ausblick: Die Angebots-Nachfrage-Schere geht wohl weiter auf. Die Preise werden steigen, wenn auch moderater als zuletzt.

In ihrem aktuellen Bericht zur Konjunktursituation in den wichtigsten Wirtschaftsbereichen Österreichs spricht die UniCredit-Tochter Bank Austria von einem deutlich verbesserten Klima. Die Bauwirtschaft zeigt sich laut Analyse weitgehend stark und stabil.

Abschluss der Dialog-Runde 2017 in der Blauen Lagune. Diskutiert wurde der digital vorangetriebene Wandel in der Asset Klasse Hotel: Wie sieht er aus? Was definiert das Hotel 4.0 – der Investor? Und wo bleibt der Gast?

Die Wiener werden immer mehr, damit steigt weiter die Belastung am städtischen Wohnungsmarkt. Trotz zuletzt forcierter Neubauleistung (plus sechs Prozent) dürften im heurigen Jahr schlussendlich rund 7.000 Wohnungen fehlen, wie die EHL in ihrem aktuellen Report informiert. Wenn wo gebaut wird, dann im großen Stil – und immer mehr auch in die Höhe.

Mit Deutschland hält die Alpenrepublik die Rote Laterne: Nur 55 Prozent der Österreicher wohnen wirklich in den eigenen vier Wänden, wie Eurostat jetzt ermittelt hat. Überdurschnittlich viele haben einen Mietvertrag in ihrem Schreibtisch liegen.

Plus bei Kennzahlen und Standorten: Die Budget Design Hotelgruppe beschloss das dritte Quartal mit durchwegs positiven Kennzahlen. Weitere Neueröffnungen und ein Markteintritt stehen noch heuer am Programm.

Frische Zahlen zum Wiener Büromarkt: Wie EHL informiert, war auch das dritte Quartal (noch) von Zurückhaltung geprägt. Diese sorgte dafür, dass die Vermietungsleistung seit Jänner 2017 weiter hinter den Zahlen des Vorjahres hinterherhinkt. Das bis vor kurzem sehr geringe Neubauvolumen schlägt hier weiter durch. Doch eine Trendwende scheint in Sicht.