Ca Immo: Zusätzliche Mieterträge pushen Gewinn

Im ersten Halbjahr 2012 konnte die CA Immo das Nettoergebnis (Net Operating Income) um 16,2 Prozent auf 123,7 Millionen Euro steigern. Die Mieterlöse verzeichneten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 einen Anstieg um 9,7 Prozent auf 140,7 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) beträgt 43,3 Millionen Euro (+23,5 Prozent). Der Konzern-Gewinn nach Minderheiten erhöhte sich um 82,8 Prozent auf 26,4 Millionen Euro gegenüber einem Ergebnis von 14,4 Millionen Euro im Vorjahr.

In Folge geringerer Personal- sowie Beratungskosten verzeichneten die indirekten Aufwendungen einen deutlichen Rückgang um 16,0 Prozent auf 19,5 Millionen Euro. Das EBITDA stieg um 27,9 Prozent auf 112,7 Millionen Euro an. Mit einem EBITDA von 56,6 Millionen Euro hat das Segment Osteuropa mit rund 50 Prozent den größten Anteil am Konzern-EBITDA.

Abwertungen in Osteuropa

Das Neubewertungsergebnis betrug zum Stichtag 5,4 Millionen Euro. Regional betrachtet setzt sich das Neubewertungsergebnis aus Aufwertungen von 28,6 Millionen Euro in Deutschland (insbesondere aufgrund der Umgliederung des Tower185 in das Bestandsportfolio) sowie Abwertungen im Segment Osteuropa (-22,8 Millionen Euro) sowie Österreich (-0,3 Millionen Euro) zusammen. Das negative Ergebnis in Osteuropa betrifft insbesondere Abwertungen auf Logistikliegenschaften, welche jedoch auch im Zusammenhang mit einem bereits im Finanzergebnis des ersten Quartals 2012 enthaltenen positiven Einmal-Effekt in Höhe von 21,0 Millionen Euro aus der Restrukturierung von Projektfinanzierungen zu sehen sind. Das Finanzergebnis lag per 30.6.2012 bei -71,8 Millionen Euro gegenüber -74,8 Millionen Euro im Vorjahr. Der Finanzierungsaufwand verzeichnete aufgrund der Berücksichtigung von Zinsen für neu fertiggestellte Objekte einen Anstieg um rund 8,1 Prozent auf -86,5 Millionen Euro. Ebenfalls im Finanzergebnis enthalten ist ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich negatives Ergebnis aus der Bewertung von Zinsabsicherungen im Ausmaß von -6,0 Millionen Euro (Vorjahr: +3,6 Millionen Euro).

Die Funds from Operations (FFO) nach tatsächlichen Steuern beliefen sich im ersten Halbjahr 2012 auf 56,1 Millionen Euro gegenüber 10,2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Verschuldung: 3,1 Mrd., Immovermögen: 5,3 Mrd. €

Die Eigenkapitalquote der CA Immo lag zum 30.6.2012 bei 30 Prozent. Die Nettoverschuldung der Gruppe betrug zum Stichtag 3,1 Milliarden Euro gegenüber einem Immobilienvermögen von rund 5,3 Milliarden Euro. Der Net Asset Value je Aktie lag per 30.6.2012 bei 18,96 Euro und damit, auch aufgrund der im zweiten Quartal durchgeführten Dividendenausschüttung, knapp unter dem Wert zum Ende des Vorjahres; der NNNAV je Aktie lag bei 19,64 Euro.

Im ersten Halbjahr 2012 wurden Erlöse aus Immobilienverkäufen im Ausmaß von insgesamt rund 45,8 Millionen Euro erzielt. Rund 87 Prozent der Erlöse resultieren aus dem Verkauf langfristiger Immobilien, wovon der Großteil auf unbebaute Liegenschaften in Deutschland entfiel. Der gesamte Ergebnisbeitrag aus Immobilienverkäufen lag im ersten Halbjahr 2012 bei rund 6,9 Millionen Euro (davon Verkäufe von zum Handel bestimmter Immobilien 3,5 Millionen Euro, bzw. Verkäufe von langfristigen Immobilien 3,4 Millionen Euro).

Ca Immo © Ca Immo

Die wichtigsten Kennzahlen auf einen Blick.

Ca Immo © Ca Immo

Verteilung Immobilienvermögen, Mieterlöse, Nettoergebnis, EBIT


Autor:

Datum: 28.08.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Die Mehrheit der KAMMEL GmbH geht, vorbehaltlich der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden, in die Kirchdorfer Fertigteilholding GmbH über. Damit weitet einer der führenden Hersteller für Betonfertigteile sein Marktgebiet aus und stärkt seine Aktivitäten in Österreich.

Das Netzwerk der unabhängigen Plattform „MeineRaumluft.at“ hat starken Zuwachs bekommen. Mit dem innovativen Technologieunternehmen Dyson soll ab sofort noch mehr für gesunde Raumluft getan werden.

ISS Facility Services ist Österreichs führender Gesamtanbieter für alle Dienstleistungen rund ums Gebäude: Property Services, Support Services, Cleaning Services, Security Services und Catering Services. Alles aus einer Hand. ISS ist weltweit seit 1901 erfolgreich und seit 60 Jahren marktführend in Österreich.

Kick-off in Rot-Weiß-Rot: Letzten Freitag, den 1. September hat der deutsche Wärmepumpenhersteller ait seine Österreich-Niederlassung in Wiener Neudorf mit einem Open Office-Event offiziell eingeweiht. Ab sofort werden Service und Vertrieb der Marke Novelan – beides war bislang direkt aus Deutschland direkt gesteuert worden – ausgerollt. Im Jänner 2018 folgt die Linie alpha innotec. Das entstehende Zwei-Marken-Dach wird vom ausgewiesenen Heizungsexperte Manfred Ceplecha (links im Bild) gesteuert.

Der deutsch-österreichische Wohnungskonzern segelt weiter auf Erfolgskurs. Das abgelaufene Geschäftsjahr wurde mit einem Gewinn von knapp 367 Millionen abgeschlossen, zur Vorperiode eine Steigerung um knapp 53 Prozent. Die Gründe liegen neben einem verstärkten Investoreninteresse auch im starken Development, wie es im Zuge der Bilanzkonferenz aus dem Vorstand hieß. Der Wohnungsneubau ist für CEO Daniel Riedl auch „der Wachstumsmarkt der Zukunft.“ Aktionäre dürfen mit einer unveränderten Dividende von 69 Cent rechnen.

Das Geschäft mit Gewerbeimmobilien läuft nach Wunsch, wie auch der Blick auf die jüngst veröffentlichten Halbjahreszahlen zeigt. Künftig will man laut Konzernleitung am deutschen Kernmarkt auch vom Wohnbaukuchen naschen.

Der Deal ist mit dem heutigen Closing endgültig in trockenen Tüchern: Fünf Monate nach Vertragsunterzeichnung hat die Wopfinger Gruppe die Wietersdorfer Baustoff-Sparte zur Gänze übernommen. Die Baumit Beteiligungen GmbH erwirbt damit 27 Firmen in 14 Ländern mit rund 650 Mitarbeitern sowie die Markenrechte an „Baumit“ und „Kema“. Der Kaufpreis wurde nicht öffentlich kommuniziert.

Der Immobiliendienstleistungs-Allrounder meldet für das Geschäftsjahr 2016 durchwegs positive Zahlen. Das in den fünf verschiedenen Asset-Klassen – Wohnungen, Büros, City-Einkaufszentren, Geschäftsflächen und Hotel – engagierte Unternehmen erzielte nach eigenen Angaben eine Konzernbetriebsleistung, exklusive Betriebskosten, von rund 42 Millionen Euro, die Gewinnzahlen blieben auf stabilem Niveau. Ein Plus wird seitens der Geschäftsführung auch beim Verkehrswert des Portfolios gemeldet.

Big Deal im vom Brexit gebeutelten Vereinigten Königreich: Wie der österreichische Baukonzern mitteilt, habe das Konsortium SCS – bestehend aus Strabag (hält 32 Prozent), Skanska und Costain – den Zuschlag für zwei Abschnitte der neuen britischen Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke HS2 erhalten. Die Strecke soll im Endausbau London mit Manchester verbinden. Die Bauvolumen der ersten Teilstrecken werden mit rund zwei Milliarden Pfund (rund 2,2 Milliarden Euro) beziffert.