Concierge Auctions vermittelt mittelalterliches Schloss

Das italienische Schloss Castel Valer wechselt zum ersten Mal in seiner Geschichte den Eigentümer. Concierge Auctions wurde mit der Vermittlung beauftragt.

Wer schon immer mal ein mittelalterliches Schloss in Italien sein eigen nennen wollte, kann am 8. September 2016 zuschlagen: Dann wird Castel Valer verkauft. Das Schloss ist voll möbliert und aufwendig eingerichtet, es befindet sich in den Ausläufern der Dolomiten. Geschätzter Wert: Mehr als 30 Millionen Euro.

Das Schloss befindet sich im Besitz der Familie, die es im vierzehnten Jahrhundert erwarb, und es ist das erste Mal in fast 650 Jahren, dass die Immobilie den Besitzer wechselt. Die Liegenschaft wird am 8. September 2016 ohne Mindestgebot verkauft.

14 Badezimmer

Der reine Wohnraum erstreckt sich auf 3.300 Quadratmeter, aufgeteilt auf 15 Schlafzimmer, 14 Badezimmer, fünf Küchen, einschließlich einer mittelalterlichen Rauchküche, einen Bankettsaal, eine Bibliothek, zwei Kapellen, einen achteckigen Turm, einen Weinkeller und einen Swimmingpool.

Das Grundstück ist 7,5 Hektar groß und schließt einen Terrassengarten, Obstgärten und einen Wald ein und verfügt über drei private Zufahrtsstraßen.

Gotik und Barock

Die Immobilie wurde im Laufe eines halben Jahrtausends, von 1200-1700, erbaut und vereint romanische, gotische und barocke Architektur. Zu den historischen Elementen zählen Fresken aus dem 15. und 16. Jahrhundert und antike Biberschwanz-Dachziegel.

Weiters verfügt das auf römischen Ruinen an der Seite einer historischen römischen Straße errichtete Schloss über einen Kreuzgang, der auf das Konzil von Trient im 16. Jahrhundert zurückgeht, ebenso wie über einen achteckigen Turm, der von der deutschen und italienischen Wehrmacht im 1. Weltkrieg als Artilleriestützpunkt verwendet wurde.

Verkäufer ist Graf Spaur zu Flavon und Valer. Das Anwesen wird am 8. September in Kooperation mit dem Schweizer Family Office und Immobilienberatungsunternehmen, box8 AG, und deren Präsidentin, Heidemarie Schwatlo, von Concierge Auctions versteigert.


AutorIn:

Datum: 18.08.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Der österreichische Markt für kommerzielle Immobilien ist laut jüngstem Bank Austria Real Estate Report für Österreich nach wie vor sehr attraktiv. Im Gesamtjahr 2016 könnte mit 3,9 Milliarden Euro bei kommerziellen Immobilien ein zumindest ähnlich hohes Investitionsniveau wie im letzten Jahr erreicht werden.

Durchschnittlich 204.000 Euro kostete ein Einfamilienhaus in Österreich im 1. Halbjahr 2016, so das Maklernetzwerk Re/Max. Das Bundesland Niederösterreich ist Spitzenreiter bei der Anzahl der Verkäufe und beim Verkaufs-Volumen.

Im Versuch, die konjunkturellen Folgen des Brexit-Votums abzufedern, bereitet die britische Regierung ein Maßnahmenpaket zur Förderung der Wohnimmobilienwirtschaft vor.

Gehört Carbonbeton und Lichtbeton die Zukunft? Beide sind leichter und damit transportfähiger, des weiteren sollen sie energieeffizienter sein als klassischer Beton. Lichtbeton ist zudem auch hübsch anzusehen.

Im ersten Halbjahr 2016 gab es in Österreich rund 60.000 Immobilien-Verbücherungen – ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2015. Die stärksten Zuwächse gab es im Burgenland, in Vorarlberg und Tirol – Oberösterreich ist Schlusslicht, so das Maklernetzwerk Re/Max.