Conwert mit Haselsteiner auf Kurs

Ein gelungenes Jahr macht Laune auf mehr Anleger: Conwert lockt Bau-Zampano Hans Peter Haselsteiner (Strabag) zu einer 25-Prozent-Beteiligung und stellt Dividende sowie weiterer Ausschüttung im Rahmen eines Kapitalschnittes in Aussicht.

2011 war ein gutes Immobilien-Jahr, ist sich das Conwert-Trio, die beiden Direktoren Jürgen Kelber und Thomas Doll sowie Verwaltungsrat-Vorsitzender Johannes Meran, einig. „Nicht nur die Zahlen sind sehr positiv, auch viele Maßnahmen sind gelungen“, fasst Meran zusammen. Unterm Strich konnte das Betriebsergebnis EBIT um 16,1 Prozent auf 119,8 Mio. Euro gesteigert werden. Und das freut die Anleger: conwert Immobilien Invest AG stellt eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie in Aussicht. Anlässlich einer geplanten Kapitalherabsetzung – von zehn Euro auf fünf Euro je Aktie – sollen außerdem 0,15 Euro je Aktie ausgeschüttet werden.


Dahinter stehen die angesprochenen, umfangreichen Maßnahmen: Nicht nur Leerstände konnten gesenkt und Mieterlöse gesteigert werden, auch Verkäufe brachten mit 613,3 Mio. Euro über Ziel. Und: Auch in Sachen Unternehmens-Sparkurs will man die Hausaufgaben 2011 erledigt haben: Unter anderem wurden die Personalkosten (-9,9 Prozent) und Verwaltungskosten (-19,9 Prozent) um 12,9 Mio. Euro gestrafft.

Haselsteiner erhöht auf mindestens 23 Prozent

„Nicht gelungen ist es allerdings den Aktienkurs vom Sommer zu halten“, blickt Meran skeptisch auf Bewertung der Conwert-Aktien: Die sei mit einem Abschlag von 54 Prozent unterbewertet, winkt der Verwaltungsrat-Chef potentiellen Anlegern. Die sollen es Bau-Zampano Hans Peter Haselsteiner (Strabag) und seiner Stiftung nachmachen und investieren. Letztere plant eine Beteiligung von aktuell drei Prozent auf über 25 Prozent zu erhöhen - wenn kartellrechtliche Bedenken zerstreut werden können.

Fokus auf Lage in D und A

2012 will Conwert seine Kräfte weiter in den Stammregionen Deutschland und Österreich bündeln. Andere Regionen gen Osten, Objekte an der Peripherie und ECO-Überbleibsel sollen in einem heurigen Abverkauf landen. Meran: „Vor allem in Randbereichen ist eine Bewirtschaftung absolut ineffizient. Die Lage ist entscheidend.“ Beruhigung bietet da auch ein letztjähriger Wechsel bei der Immobilienbewertung. Damit wurde die vorhandenen Anlagewerte abermals bestätigt.

Conwert © Conwert

Conwert Bilanz 2011

Conwert © Conwert

Kernmärkte von Conwert.


Autor:

Datum: 29.03.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Nächste Stufe im neuen Pure Play Program der UBM Development – hin zum reinen Immobilienentwickler. Mit dem Verkauf der Park Inn Hotels in Linz (im Bild) und Krakau für rund 52 Millionen Euro geht die beschlossene Bestandsreduktion sukzessive voran.

Wie die Buwog gestern bekannt gab, hat Deputy CEO und CFO Andreas Segal (im Bild) mit gleichem Datum (26. 3. 2018) sein Vorstandsmandat vorzeitig niedergelegt. Seine Agenden übernimmt interimistisch CEO Daniel Riedl. Wechsel stehen auch im Aufsichtsrat bevor.

Clarivate Analytics präsentierte die 2017er-Ranking-Ausgabe der „Top Global Innovators“. Bereits zum siebten Mal in Folge ist dort Baustoffhersteller Saint-Gobain unter den 100 innovativsten Unternehmen und Institutionen der Welt gelistet.

Wie der Dämmstoffkonzern heute bekannt gegeben hat, konnte der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um knapp 16 Prozent – und damit um 47 Millionen Euro – auf 351 Millionen gesteigert werden. Damit hat die Austrotherm Gruppe ihren bisherigen Bilanzrekord geknackt.

Die rein auf Entwicklung ausgerichtete Österreich-Tochter der deutschen Zech Group hat ihr erstes Wohnbauprojekt an einen Investor übergeben. Fortsetzung folgt: 1.000 weitere Einheiten sind laut Gesellschafter Pichler bereits in der Pipeline.

Schlechte Nachrichten für Gläubiger: Die Sanierungsbestreben der Wiener Immobiliengruppe können nunmehr als gescheitert betrachtet werden. Wie bekannt wurde, muss jetzt muss auch die Holding-Tochter den Insolvenzantrag stellen.

Wie die Immofinanz AG heute, den 8. März 2018, gemeldet hat, haben sich Vorstand und Aufsichtsrat auf einen weiteren Aktienrückkauf – der Konzern spricht von 15 Millionen Stück – geeinigt. Als Höchstpreis werden 2,81 Euro je Aktie genannt.

Laut Immofinanz sind die Fusionsgespräche mit Mittwoch, den 28. Februar 2018, ausgesetzt worden. Aktuell würden „weitere strategische Optionen evaluiert“, einschließlich des Verkaufs der Anteile an der CA Immo.