ÖFV Zahlen 2013 - Stagnation ist kein Fortschritt

Der Österreichische Fertighausverband (ÖFV) präsentierte seine Zahlen für 2013. Im Einfamilienhausbau verzeichnen die ÖFV-Mitglieder Rückgänge, während der großvolumige Objektbau rund 20 Prozent zulegen konnte.

Österreichischer Fertighausverband © Österreichischer Fertighausverband

Grafik: Anzahl der gebauten Einfamilienhäuser.

Österreichischer Fertighausverband © Österreichischer Fertighausverband

Grafik: Anzahl der gebauten Großvolumer.

Österreichischer Fertighausverband © Österreichischer Fertighausverband

Österreichischer Fertighausverband © Österreichischer Fertighausverband

Grafik: Entwicklung Energiestandards.

Der Österreichische Fertighausverband (ÖFV) legte seine Zahlen für das Jahr 2013 vor. Während der Bau von Großvolumern bei den Mitgliedern zulegen konnte (+20,8 %), verzeichnen die Fertigbau-Anbieter im Bereich Einfamilienhaus einen Rückgang. Österreich bleibt im internationalen Vergleich Spitzenreiter, geht es um den Anteil von Fertighäusern am Gesamtmarkt. Insgesamt sieht man die Ergebnisse durchwachsen: "Wir hatten keine Krise, aber Stagnation ist kein Fortschritt", kommentiert ÖFV-Präsident Roland Suter.

Rückgänge im Einfamilienhausbau

Insgesamt errichteten die Mitglieder des ÖFV 81 großvolumige Gebäude. Das größte Stück vom Kuchen machen trotzdem nach wie vor Einfamilienhäuser aus. Im vergangenen Jahr bauten die ÖFV-Mitglieder fast 2.500 Einfamilienhäuser - um 3,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Den selben Rückgang, eben 3,2 Prozent, verzeichnet auch der Einfamilienhaus-Gesamtmarkt. Suter dazu: „Der Markt der Einfamilienhäuser in Fertigbauweise war im Vorjahr durch zwei Aspekte beeinflusst: Zum einen konnten wir durch den langen und kalten Winter erst sehr spät mit der Bausaison starten. Die fehlenden Stückzahlen waren in den folgenden Quartalen nicht mehr aufzuholen. Zum anderen wurden viele geplante private Bauprojekte durch die tristen Meldungen vom Arbeitsmarkt aufgeschoben. 2014 ist im Vergleich zum Vorjahr wesentlich besser angelaufen. Der Winter war mild und auch das Interesse der Bauherrn steigt deutlich."

Umsatzsteigerungen erzielt

Die Umsatzzahlen konnten gesteigert werden. So betrug der Gesamtumsatz der ÖFV-Mitglieder 540 Millionen Euro und legte damit im Vergleich zu 2012 um 4,7 Prozent zu. Suter führt die Zuwächse auf mehrere Faktoren zurück. Einerseits trug die positive Entwicklung bei den großvolumigen Projekten dazu bei, andererseits auch der Trend zum Schlüsselfertigen Einfamilienhaus und die verstärkte Nachfrage nach Niedrigstenergie- und Passivhäuser (+1,52 % und +4 %). Im Export verzeichnet der ÖFV einen Rückgang bei der Anzahl gebauter Einfamilienhäuser von sieben Prozent. Mit 42 gebauten Großvolumern wurden von den ÖFV-Mitgliedern doppelt so viele großvolumige Projekte im Ausland verwirklicht als 2012. Die wichtigsten Exportmärkte waren unverändert Italien, Deutschland und die Schweiz.

Österreich Hochburg für Fertigbau

Im internationalen Vergleich ist Österreich übrigens eine Hochburg für Fertigbau. So ist hierzulande jedes dritte Einfamilienhaus ein Fertighaus, in Deutschland beträgt der Marktanteil hingegen 16 Prozent und in der Slowakei, Tschechien, Ungarn und Schweiz jeweils zehn Prozent. Der Präsident des Europäischen Fertigbauverbandes Josef Gruber dazu: „Wir vergleichen uns ganz bewusst in erster Linie mit unseren Nachbarstaaten, denn das Niveau der Vorfertigung und der Verfertigungsgrad sind in diesen Ländern vergleichbar. Schweden hingegen weist zwar einen Fertigbauanteil von rund 90 Prozent auf, allerdings würden diese Gebäude in Mitteleuropa nicht als Fertighaus bezeichnet werden, da der Vorfertigungsgrad extrem gering ist. Ähnliches gilt für den britischen Markt.“


Autor:

Datum: 09.04.2014

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Europa ist und bleibt laut den letzten Zahlen der European Travel Commission die besucherstärkste Region der Welt. Profiteure sind neben den Hoteldevelopern die großen Ketten. So plant Motel One fürs nächste Jahr Eröffnungen in Manchester, Glasgow, Zürich und Berlin. Mit Barcelona und Paris steht der Markteintritt in Spanien und Frankreich am Plan.

Die Erste Group Immorent hat das Luxus-Hotelresort Radisson Blu Resort & Spa Sun Gardens in Dubrovnik an einen chinesischen Investor in Form eines Share Deals verkauft. DLA Piper Weiss-Tessbach und CMS haben dabei beraten.

Rapid positioniert das neue Allianz Stadion nicht nur als top-moderne Spiel- sondern auch als Marketing-Location. Business-Kunden werden unterschiedliche Packages angeboten. Der gesamte Hospitality-Bereich steht auch an spielfreien Tagen für Events jeglicher Art zur Verfügung.

Die Rhomberg Gruppe erneuert ihren Markenauftritt. Das Unternehmen feierte unlängst das 130-Jahr-Jubiläum und präsentierte dazu einen Zuwachs bei der kumulierten Umsatzleistung um 14 Prozent auf 690 Millionen Euro.

Warburg-HIH Invest hat im Rahmen eines Club Deals für institutionelle Investoren, darunter mehrere berufsständische Versorgungswerke, die Baufelder West 1 bis 3 des Großprojekts MesseCity Köln übernommen. Die Lage ist zwischen dem Bahnhof Deutz/Messe und dem Eingang Süd der Koelnmesse.

Sehr kurzfristig, schon in wenigen Tagen, scheidet Florian Nowotny als CFO der CA Immo aus dem Unternehmen aus. Sein Nachfolger Hans Volkert Volckens übernimmt per sofort sein Amt.

In der Vorwoche, am 14. September 2016, fand im Quartier Belvedere Central (QBC) die Dachgleichenfeier für beide Häuser der AccorHotels-Gruppe, ibis und Novotel, statt. Die für Sommer 2017 geplante Eröffnung wird eingehalten, heißt es.