Tschechien - Förderung

Wie alle EU-Staaten erhält Tschechien Mittel aus den EU-Strukturfonds, die u.a. zur unternehmensbezogenen Regional- und Arbeitsmarktentwicklung eingesetzt werden. Das ganze Land ist bevorzugtes Fördergebiet. Lediglich Prag ist „normale“ Förderregion.

Wie alle EU-Staaten erhält Tschechien Mittel aus den EU-Strukturfonds, die u.a. zur unternehmensbezogenen Regional- und Arbeitsmarktentwicklung eingesetzt werden. Das ganze Land ist bevorzugtes Fördergebiet. Lediglich Prag ist "normale" Förderregion. Zusätzlich gibt es Unterstützungen aus dem EU-Programm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) und Wirtschaftsförderung aus nationalen bzw. regionalen Haushaltsmitteln.
Das tschechische Fördersystem basiert maßgeblich auf 17 aus den EU-Strukturfonds gespeisten Operationellen Programmen zu verschiedenen Themenschwerpunkten und dem Investitionsfördergesetz.

1. Allgemeine staatliche Förderung
Gefördert werden Produktionsbetriebe, Technologie- und Servicezentren, Einstellung/Ausbildung von Arbeitnehmern, Investitionsprojekte zu "strategischen Dienstleistungen"

Die Obergrenze richtet sich nach den Regionen
Region Prag -10%,
Südwesten - 36%,
Sonstigen Regionen - 40% der förderfähigen Kosten.
Für kleine Unternehmen - bis zu 20% höher
Für mittlere - bis zu 10% höher

Weitere Zuschüsse
– Bis ca. € 8.000,- je neu geschaffenes Arbeitsplatz
– Für Weiterbildung max. 35% der Kosten

Voraussetzungen für die Förderung
– Mindestvolumen ca. € 400.000,-
– Mindestzahl neu geschaffener Arbeitsplätze: Softwareentwicklungszentren (20), Technologiezentren (30), Hightech-Reparaturzentren (50), Kundendienstzentren (100)
– Erfüllung der Bedingungen binnen drei Jahren
– Aufrechterhalten von Investition und Stellen für fünf Jahre
Die Beantragung erfolgt vor Beginn der Investition bei der Agentur CzechInvest.

2. Mittelstandsförderung
Im Förderzeitraum 2007-2013 stehen der Tschechischen Republik für die Programme, die aus Strukturfonds und dem Kohäsionsfonds co-finanziert werden, mehr als ca. € 30 Mrd. zur Verfügung. Die EFTA und Norwegen haben Finanzierungsmechanismen und verteilen jährlich Zuschüsse in einer Gesamthöhe von € 120 Mio..
Förderfähige Projekte müssen mindestens € 250.000,- investieren (mehrere kleinere Projekte können sich auch zusammentun).

Was wird gefördert
Kauf von Grundstücken und Immobilien, Ausbau von neuen Hallen, Gebäuden, komplexe Restaurierung, Transportmittel, neue und gebrauchte Maschinen und Technologien, Personalkosten, Betriebskosten, Mehrwertsteuer, Zinsen, Bankgebühren, Leasing, F&E Aktivitäten, Internationalisierungskosten usw.

3. Regionalförderung
Ein Bestandteil der Regionalpolitik ist die Förderung von Industrie- und Gewerbeparks ("Industrial Zones") sowie des Baus von Lagerkapazitäten, die Sanierung baufälliger Objekte und Brownfields. Die Gemeinden können Investoren durch den preisgünstigen Verkauf erschlossener Betriebsgrundstücke unterstützen. Das Förderprogramm "Real Estate/Nemovitosti" bezuschusst die Einrichtung gewerblicher Flächen ab 2 ha, bzw. die Errichtung/Renovierung von gewerblichen Flächen ab 500 m², sowie die Projektvorbereitung. Antragsberechtigt sind auch kleine und Mittelgroße Unternehmen. Anträge sind an die Regionalvertretungen von CzechInvest zu stellen.


Autor:

Datum: 19.09.2008

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Projektentwickler und Bauträger melden regelmäßig schnelle Verkäufe – meist schon zu Beginn der Bauphase: Die Gründe für den Run auf die eigenen vier Wände mögen individuell verschieden sein, im Regelfall lockt das weiterhin historisch niedrige Zinsniveau. Zudem kurbeln steigende Mieten – speziell in den Ballungsräumen – den Eigentumswohnungsmarkt weiter an. Die Zahl der aufgenommen Kredite steigt jedenfalls, wie auch das Kultur- und Informationsradio Ö1 jüngst berichtet hat.

Der heimische Wirtschaftsmotor brummt, die Arbeitslosenzahlen sinken. Zuletzt publizierte Zahlen der Statistik Austria zeigen das auch für den gesamten produzierenden Bereich (Sachgüter und Bau). Gemeldet werden für die Untersuchungsperiode Jänner bis April 2017 ein Beschäftigungsplus von 1,8 Prozent (insgesamt 933.797 unselbstständig Beschäftige). In Summe wurden von diesen Umsatzerlöse von 87 Milliarden Euro (plus 4,3 Prozent zur Vorjahresperiode) erzielt. Top: Auch viele der extra ausgewiesenen Produktionszahlen für den Bereich Bau liegen im Plus.

Österreich glänzt auf der internationalen Investmentlandkarte. Laut den jüngsten Zahlen, die CBRE heute vor Journalisten präsentiert hat, wurden in den ersten sechs Kalendermonaten des Jahres Verträge für rund 2,5 Milliarden Euro unterzeichnet. Mehr als die Hälfte (rund 56 Prozent) ist dabei auf das Konto deutscher Anleger gegangen. Die Experten des Immobiliendienstleisters rechnen bis Ende 2017 mit einer weiteren Milliarde. Damit, sagt Georg Fichtinger von CBRE, werde am Rekord aus 2015 gekratzt.

Trotz vieler Unkenrufe: Die Assetklasse Handel zieht. Internationale Retailer werfen wieder ein Auge auf Europa – und verstärkt auch auf Österreich. Wien rangiert laut einer aktuellen Branchenstudie weltweit unter den Top 10-Städten für internationale Einzelhändler wie Walter Wölfler, Head of Retail CEE & Österreich bei CBRE (im Bild), gegenüber der Presse betont.

Langsamere Preissteigerungen in allen Segmenten – im Schnitt nahe an der Inflationsrate: Der Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder präsentierte heute vor Journalisten den Immobilienpreisspiegel 2017, der in Kooperation mit ZT datenforum erarbeitet wurde.

Laut den jüngsten Zahlen eines österreichischen Branchenmagazins hielt Re/Max 2016 den Spitzenplatz unter den Immobilien-Franchisern: Aktuell wird dort für das abgelaufene Jahr 2016 ein Umsatz von 44,2 Millionen Euro ausgewiesen. Platz eins gab es für das Netzwerk auch in drei weiteren Kategorien. Und auch 2017 ist laut Maklernetzwerk gut angelaufen.

Österreichs größtes Maklernetzwerk mit seinen mittlerweile 60 Mitgliedsunternehmen begeht dieser Tage seinen zehnten Geburtstag. Der Präsident des Immobilienring IR Österreich, Georg Spiegelfeld, nahm das Jubiläum zum Anlass um zurückzuschauen und – „als neutrales Sprachrohr“ – heiße Eisen, wie etwa die heiklen Themen Maklerprovision und Mietrecht, anzusprechen.

Laut Re/Max ImmoSpiegel wurden 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent mehr Einfamilienhäuser verkauft und verbüchert. Das sind genau 88 Liegenschaften mehr als im Rekordjahr davor: Der Hype um das Häuschen im Grünen ging also in die Verlängerung. Im Vergleich zu 2012 sind die dafür eingesetzten Mittel gleich um ein knappes Drittel nach oben geschnellt.

CBRE meldete heute die ersten Quartalszahlen zum Wiener Büromarkt 2017: Demnach seien rund 36.000 Quadratmeter Fläche neu vermietet worden. Im Vergleich zum Q1 2016 ergibt das ein Minus von 43 Prozent. Doch der Markt soll den Experten zufolge wieder anziehen: Neue Büroflächen und der in die Wege geleitete Brexit könnten für Bewegung sorgen. Die Erwartungen sind jedenfalls hoch.