Georg Kapsch - Präsident der Industriellenvereinigung

Georg Kapsch wurde diesen Monat durch seine Wiederwahl bis 2020 als Präsident der Industriellenvereinigung bestätigt. Wohnnet gratuliert herzlich - und kürt den Industrie-Chef zum wohnnet Business-Kopf der Woche.

Unmittelbar nach Bekanntgabe seiner Wiederwahl als IV-Präsident stellte Kapsch fünf Schwerpunkte für die Arbeit der kommenden Periode vor, die zum Großteil auch schon in den vergangenen vier Jahren im Fokus der Industriellenvereinigung gestanden hatten. "Während andere Staaten ihre Wettbewerbsfähigkeit stetig verbessern und sich auf die Herausforderungen der Digitalisierung einstellen, drohen wir endgültig den Anschluss zu verlieren", sieht Kapsch dringenden Handlungsbedarf. Er wolle deshalb die nächsten vier Jahre dazu nutzen, um konkrete Maßnahmen umzusetzen.

Die fünf Handlungsfeder der IV im Überblick:

1. Arbeitsrecht den neuen globalen Realitäten anpassen: Kapsch plant sich in der nächsten Amtsperiode für ein flexibleres Arbeitsrecht einzusetzen. "Wir brauchen die Möglichkeit, dass Mensch ab und zu länger arbeiten," erklärte Kapsch die Notwendigkeit einer Arbeitszeitflexibilisierung. Die Normalarbeitszeit und die Jahresarbeitszeit wolle man jedoch nicht antasten.

2. Kapitalmarkt beleben: Das Finanzierungsangebot für österreichische Unternehmen muss rasch verbessert werden. Aus diesem Grund fordert Kapsch im Namen der Industrie unter anderem eine praxisnahe, effiziente und kostentransparente Umsetzung von Kapitalmarktregulierungen.

3. Energiepolitik mit Innovation statt Subvention: Im Herbst werde die Industriellenvereinigung ein Papier zur Energiepolitik "mit völlig neuen Ansätzen" präsentieren, kündigte Kapsch an. Und: Die Industriellenvereinigung werde sich im Bereich der Energiepolitik stark engagieren, so der IV-Präsident.

4. Radikale Senkung von Steuern, Abgaben und Lohnnebenkosten: Bekannt ist bereits die Forderung der IV, die Steuer- und Abgabenquote "radikal zu senken". Für Kapsch liegt das Ziel bei mittelfristig weniger als 40 Prozent, aktuell liegt Österreich bei rund 45 Prozent.

5. Rückbau der Regulierung und Steigerung der Effizienz im Staatsgefüge: Für Kapsch liegen die gravierendsten Reform-Baustellen im Gesundheitswesen, im Pensionsbereich, in der öffentlichen Verwaltung sowie in den föderalen Strukturen. Er fordert die "Entbürokratisierung jetzt!" und eine grundlegende Reform des Föderalismus.

Bertsch und Petschnig bleiben im Amt

Für die Amtsperiode bis 2020 wurden neben Kapsch auch Hubert Bertsch und Otmar Petschnig als Vizepräsidenten der IV wiedergewählt. Neu dazu kommt Axel Greiner, Vorsitzender des Familiengesellschafterrates der Greiner Gruppe und Präsident der Industriellenvereinigung Oberösterreich, der im IV-Präsidium ebenfalls als Vizepräsident fungieren wird.


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Datum: 23.06.2016

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