IFN-Bilanz: Umsatzrekord für Fensternetzwerk

Ein 13,3 prozentiges Umsatzplus für das abgelaufene Jahr 2016 auf insgesamt 495 Millionen Euro meldete dieser Tage die IFN-Holding AG, unter deren Dach sich Internorm, Topic, GIG, HSF, Schlotterer und Kastrup vereinen. Das Eigenkapital wird laut aktueller Aussendung mit 174 Millionen Euro (Eigenkapitalquote: 57 Prozent) beziffert. Derart finanziell aufgestellt will das internationale Fensternetzwerk 2017 weiter kräftig expandieren und heuer noch die 500 Millionen Euro-Marke knacken.

In einem schwierigen Branchenumfeld haben sich die einzelnen IFN-Unternehmen im letzten Geschäftsjahr sehr gut entwickelt, heißt es aus der IFN-Holding. Nachhaltiges Engagement, Investitionen in Automatisierung und Digitalisierung sowie die gute Eigenkapitalausstattung hätten diese Entwicklung begünstigt.

Internorm konnte den absoluten Umsatz zum Vorjahr um fünf Prozent auf 322 Millionen Euro steigern. Die Türenmanufaktur Topic erzielte ein Jahresplus in Österreich von 5,7 Prozent, der Sonnenschutzspezialist Schlotterer meldete ein Umsatzwachstum von 21 Prozent – und damit das erfolgreichste Geschäftsjahr seit seiner Gründung. „Unsere Branche befindet sich schon seit Jahren in einer Konsolidierungsphase. Umso erfreulicher ist es, dass alle Geschäftsfelder 2016 einen konsolidierten Umsatz von 495 Millionen und einen operativer Gewinn (Anmerkung: EBIT; vor Zinsen und Steuern) von 29,3 Millionen Euro erwirtschafteten", so Finanzvorstand Johann Habring (im Bild). Letztere Kennzahl konnte um satte 41,3 Prozent gesteigert werden. Das entspricht einer Umsatzrendite von 5,9 Prozent (2015: 4,7 Prozent). „Eine Steigerung in dieser Höhe, großteils organisch, stellt in der Branche sicherlich eine Ausnahme dar. Der einzige kleine Wehrmutstropfen ist, dass wir die 500 Millionen Euro-Umsatzgrenze nicht ganz geschafft haben", ergänzt Habring. Diese soll im heurigen Jahr übersprungen werden.

Umsatzentwicklung: Günstige Prognose

In das laufende Geschäftsjahr 2017 sind die sechs IFN-Unternehmen jedenfalls nach Wunsch gestartet. „Wir sind optimistisch und streben einen konsolidierten Umsatz von rund 530 Millionen Euro an; das ist eine Steigerung um 7 Prozent. Die zweite halbe Milliarde darf jedenfalls nicht mehr so lange dauern“, gibt IFN-Sprecher Christian Klinger die Marschrichtung vor.

Investitionsoffensive in allen Geschäftsfeldern

Auch in Sachen Investment will man Tempo und Einsatz steigern: Wurden 2016 insgesamt 22,5 Millionen Euro ausgegeben, sollen heuer rund 40 Millionen Euro in neue Technologien, Vertriebsaktivitäten und den Ausbau von Standorten investiert werden.

Davon sind 26 Millionen Euro für Internorm reserviert, 9 Millionen bekommt Schlotterer für die Rollladenfertigung und den Büroausbau. Für GIG (Hallenoptimierung und Anlagen) und Kastrup (Maschinenpark und Vorbereitung auf den Ausbau des Werkes in Skive) stehen jeweils 1,5 Millionen bereit. Ein Investitionsvolumen von rund einer Million ist für die IFN-Holding vorgesehen, jeweils 500.000 Euro bekommen Topic und HSF. „Unsere hohe Finanzkraft erlaubt uns auch 2017 Investitionen in eine nachhaltige Entwicklung der Unternehmensgruppe und in branchenführende Innovationen. Und wir sind weiterhin offen für neue Beteiligungen“, betont IFN-Finanzvorstand Habring.

Insgesamt beschäftigte das internationale Fensternetzwerk im abgelaufenen Geschäftsjahr im Jahresdurchschnitt 3.052 Mitarbeiter. Die Zahl der Mitarbeiter ist damit gegenüber dem Vorjahr um 112 Mitarbeiter gestiegen (plus 3,8 Prozent).


AutorIn:

Datum: 12.06.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Otis stellte seine Strategie für die kommenden Jahre vor. Im Fokus: das Neukundengeschäft und weitere Service-Steigerungen, die mit der weitgehenden digitalen Aufrüstung einhergehen sollen. Für Architekten hat man ein neues Feature im Angebot.

Megadeal kommt ins Rollen: Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia hat mit der österreichischen Buwog eine Grundsatzvereinbarung über einen Zusammenschluss unterzeichnet. Geboten werden für den heimischen Player mehr als fünf Milliarden Euro.

Der Innviertler Heizkesselhersteller Hargassner erweitert seine Firmenzentrale. Auf rund 6.000 Quadratmetern entstehen neben Büros ein neues Trainings- sowie ein Kundenzentrum. Investiert werden rund zehn Millionen Euro.

Es ist beschlossene Sache: Wie heute bekannt wurde, verkauft die Immofinanz ihr Moskau-Portfolio an die Fort Group. Diese stellt für die darin enthaltenen Einzelhandelsimmobilien 901 Millionen Euro bereit. Der Vertrag, ein Share Deal, ist bereits unterzeichnet.

Der Wärmedämmstoffproduzent hat diese Woche in seinem bereits dritten rumänischen EPS-Werk die Produktion hochgefahren. Markttechnisch soll damit der Westen des Landes erschlossen werden. Premiere: Erstmalig wurde ein bestehender Standort übernommen und adaptiert.

Eine starke internationale Nachfrage nach Bohrern und Fräsern der Salzburger Alpen-Maykestag bescherte dem Unternehmen im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 20187/2018 ein Umsatzplus von 13 Prozent.