Immobilieninvestmentmarkt - wohin geht der Trend?

IVG Marktreport "Investmentstandort Österreich": Besser verdienende Einkommensgruppen ziehen zurück zum Wohnen in der Stadt. Das sorgt für Wohnungsknappheit am Wiener Wohnungsmarkt und lässt die Mieten steigen.

Im gewerbliche Wohnimmobilienbereich ist laut dem IVG Marktreport "Investmentstandort Österreich" besonders das gehobene Segment in zentraler Lage interessant, da sich dort die höchsten Mieten erzielen lassen. In Wien bieten sich mittelfristig im Entwicklungsgebiet Lasallestraße/Dresdner Straße und im Sanierungsgebiet Hauptbahnhof – Erdberger Mais gute Anlagemöglichkeiten. In Letzterem entsteht nicht nur Wiens neuer Hauptbahnhof, sondern ein kompletter Stadtteil mit einem neuen Shopping Center sowie Wohn-, Büro- und Gewerbeflächen für 18.000 Einwohner und bis zu 60.000 Beschäftigte. Der Standort zeichnet sich nicht nur durch seine gute Lage und Verkehrsanbindung an City und Flughafen aus, sondern hat sich innerhalb des Stadtgebiets dank der dort ansässigen Fachhochschule als wichtiges Biotechnologie- und Mediencluster etabliert.


Wohnimmobilienmark: Ausblick

  • Seit der Jahrtausendwende verzeichnet Österreich ein positives Bevölkerungswachstum. Seit dem Jahr 2002 stieg die Einwohnerzahl Österreichs um insgesamt 4,7 Prozent. Wien verbuchte sogar ein Wachstum um zehn Prozent. Die Bevölkerungsprognose der Statistik Austria geht davon aus, dass die Einwohnerzahl Wiens im Jahr 2050 bei zwei Millionen Einwohnern liegen wird.
  • Vor allem besser verdienende Einkommensgruppen ziehen zurück zum Wohnen in der Stadt. Das sorgt für Wohnungsknappheit am Wiener Wohnungsmarkt und lässt die Mieten steigen.
  • Hierdurch ergeben sich vor allem für neue Stadtquartiere in Wien gute Perspektiven im gewerblichen Wohnungsbau, da hier noch keine Fixierung der Mieten durch das geltende Mietrecht vorliegt. Der Stadtentwicklungsplan 2005 weist in diesem Zusammenhang zahlreiche Entwicklungsgebiete aus.
  • Wiener Zinshäuser dürften aufgrund ihrer extrem niedrigen Renditen weiterhin ein Liebhabersegment eigenkapitalstarker Privatanleger bleiben, aus dem sich vor allem Anleger aus dem Finanzsektor verabschieden, sobald sich höherverzinsliche Anlagen anbieten. Aufgrund des per Definition beschränkten Angebots bleibt das Segment ein Anlageziel
IVG Research © IVG Research

Österreich: Investmentvolumen nach Assettyp und Herkunft.


Autor:

Datum: 03.12.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Die Magan Holding, laut eigenen Angaben als „Family Office für die Immobilienwirtschaft“ in Wien und Berlin verortet, expandiert nach Sachsen. Diesen Herbst wurde ein neues Büro in Leipzig aufgesperrt. Holding-Chef Alxander Neuhuber reagiert damit auf die „enorme Dynamik des Immobilienmarkts in den ostdeutschen Städten“, wie es dazu in einer Aussendung heißt. Den neuen Standort hat mit Doris Uehlein eine langjährige Holding-Mitarbeiterin übernommen.

Neue Bausystemlösungen für mehrstöckige Häuser aus Holz: Die Österreich-Offensive wurde letzte Woche vor Fachpublikum im Wiener Architekturzentrum gestartet. Das Unternehmen will die hiesige Bauwirtschaft damit weiter auf den Holzweg führen – und zwar im positiven Sinn.

Was sich Häuslbauer wünschen? Eine Studie im Auftrag der DFH Deutsche Fertighaus Holding AG klärt auf. Wenig überrascht über die auf dem Prinzip der Nachhaltigkeit fußenden Ergebnisse zeigen sich hierzulande die Spezialisten von Vario-Haus. Ihr Branchenbefund: Die Resultate stünden mit ihren Marktbeobachtungen im Einklang. Die eigene Produkt-Range und -Entwicklung sei längst darauf abgestimmt und damit auf Kundenlinie.

In Sachen Küchenoberflächen ist man zwischen Boden- und Neusiedlersee noch immer äußerst konservativ. Laminat dominiert, innovative Produktlinien und hochwertige Materialien setzten sich nur langsam durch, sagt Oliver Reitter, General Manager von Cosentino Austria. Wie er der heimischen Klientel Innovationen schmackhaft machen will, verriet er im wohnnet Business-Talk.

Die Positivmeldungen zum Wiener Büromarkt reißen nicht ab. Auch laut aktuellem und neu standardisiertem Büro- und Investmentmarktbericht der Otto Immobilien Gruppe weist die Trendkurve für 2016 dank deutlich gestiegener Vermietungsleistung eindeutig nach oben.

Europas Fertighausmarkt zeigt für das Jahr 2015 ein sehr uneinheitliches Bild. Wie eine Interconnection Consulting-Studie herausgefunden hat, gibt es positive Kaufrückmeldungen vor allem aus den westlichen Ländern. Osteuropa hinkt tendenziell weiter hinterher. Auch für Österreich wird ein Minus ausgewiesen.

Damit der Traum vom Eigenheim nicht platzt, müssen Herr und Frau Österreicher den Gürtel immer enger schnallen: Welche Sparmaßnahmen genau ergriffen werden und mit welchen Belastungen künftige Immobilienbesitzer zu kämpfen haben, zeigt eine Untersuchung der ING-DiBa Austria.

Beschleunigter Büro-Boom: Einem EHL-Bericht zufolge hat sich die Vermietungsleistung im Q3 verdoppelt – Tendenz weiter steigend. Von Jänner bis September wurden bereits 220.000 Quadratmeter Fläche umgesetzt, ein Plus von 41 Prozent.

Die Immofinanz expandiert mit ihrer Shopping Center-Marke Vivo!. Das nächste Einkaufszentrum wird in der polnischen Stadt Krosno entwickelt, wie das Unternehmen heute meldet. Der Baustart soll in Kürze erfolgen. Zur Eröffnung wird den Retailern eine Fläche von 21.000 Quadratmetern zur Verfügung stehen, geplant sind 60 Shops. In Summe fließen 34 Millionen Euro in das neue Objekt. – Bis dato ist man am Polen-Markt mit zwei Standorten vertreten.