Run auf den Moskauer Immobilienmarkt gestoppt

Bis in den Sommer 2008 herrschte Hochstimmung am russischen Immobillienmarkt, ganz besonders in der Hauptstadt Moskau. Jährlich zweistelliges Wachstum bei den Preisen für Büros und Wohnungen waren keine Seltenheit, die Nachfrage überstieg das Angebot bei weitem. Nun hat sich das Blatt allerdings gewendet.

Teure Kredite, weniger Nachfrage

Einerseits hat die Wirtschaftskrise dazu geführt, dass weniger Büroflächen benötigt werden, und die stark gestiegenen Kreditkosten (Zinssätze von 20% sind keine Seltenheit) schrecken vor neuen Bauprojekten ab.

Am Wohnungsmarkt hat sich zwarebenfalls die Vorsicht breit gemacht(viele Anleger haben Geld verloren und haben andere Sorgen), aber die Preise sind (noch) einigermaßen stabil geblieben. Dabei hilft auch die Moskauer Stadtregierung kräftig mit, die noch Ende letzten Jahres 500.000m² an Neubauwohnungen aufgekauft hat - ein Beispiel das auch in anderen russischen Städten Schule macht.

Makler beklagen Einbruch

Firmen die sich immerhin noch dazu entschließen, neue Büroräume anzumieten, versuchen aus den Maklern alles an Rabatten herauszuholen das möglich ist, und im Bereich Neugeschäfte herrscht Flaute. Zahlreiche Baufirmen und Developer haben hingegen auch laufende Projekte, bei welchen noch nicht mit dem Hochbau begonnen wurde, gestoppt - die Baustellen bleiben bis auf weiteres geschlossen.

(Quelle: GTAI)


Autor:

Datum: 03.09.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Zum Jahreswechsel liegen die ersten Prognosen für den heimischen Immobilienmarkt 2018 vor. Ausblick: Die Angebots-Nachfrage-Schere geht wohl weiter auf. Die Preise werden steigen, wenn auch moderater als zuletzt.

In ihrem aktuellen Bericht zur Konjunktursituation in den wichtigsten Wirtschaftsbereichen Österreichs spricht die UniCredit-Tochter Bank Austria von einem deutlich verbesserten Klima. Die Bauwirtschaft zeigt sich laut Analyse weitgehend stark und stabil.

Abschluss der Dialog-Runde 2017 in der Blauen Lagune. Diskutiert wurde der digital vorangetriebene Wandel in der Asset Klasse Hotel: Wie sieht er aus? Was definiert das Hotel 4.0 – der Investor? Und wo bleibt der Gast?

Die Wiener werden immer mehr, damit steigt weiter die Belastung am städtischen Wohnungsmarkt. Trotz zuletzt forcierter Neubauleistung (plus sechs Prozent) dürften im heurigen Jahr schlussendlich rund 7.000 Wohnungen fehlen, wie die EHL in ihrem aktuellen Report informiert. Wenn wo gebaut wird, dann im großen Stil – und immer mehr auch in die Höhe.

Mit Deutschland hält die Alpenrepublik die Rote Laterne: Nur 55 Prozent der Österreicher wohnen wirklich in den eigenen vier Wänden, wie Eurostat jetzt ermittelt hat. Überdurschnittlich viele haben einen Mietvertrag in ihrem Schreibtisch liegen.

Plus bei Kennzahlen und Standorten: Die Budget Design Hotelgruppe beschloss das dritte Quartal mit durchwegs positiven Kennzahlen. Weitere Neueröffnungen und ein Markteintritt stehen noch heuer am Programm.

Frische Zahlen zum Wiener Büromarkt: Wie EHL informiert, war auch das dritte Quartal (noch) von Zurückhaltung geprägt. Diese sorgte dafür, dass die Vermietungsleistung seit Jänner 2017 weiter hinter den Zahlen des Vorjahres hinterherhinkt. Das bis vor kurzem sehr geringe Neubauvolumen schlägt hier weiter durch. Doch eine Trendwende scheint in Sicht.

Der Gewerbeimmobilienmarkt gibt weiter Gas. Die großen Transaktionen des Jahres befeuern die Rekordjagd, wie unter anderem CBRE mitteilt. Mit Ende September konnte bereits das alte Spitzenergebnis aus dem Jahr 2015 eingestellt werden. Bis zum Stichtag waren vier Milliarden Euro investiert.