Gewinnwarnung bei der Immofinanz

Die geplanten 600 Millionen Euro beim operativen Ergebnis werden heuer nicht mehr erreicht, kündigt CEO Eduard Zehetner an. Die Buwog steht möglicherweise vor einem Börsengang oder Verkauf.

Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13 erwirtschaftete die Immofinanz Group ein solides operatives Ergebnis, sagte CEO Eduard Zehetner. Das Konzernergebnis ging um 61 Prozent auf 103,3 Millionen Euro zurück. Diesen Rückgang führt die Gruppe auf die im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduzierte währungsbereinigte Neubewertung des Immobilienvermögens zurück. Der Cashflow aus dem Ergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 225,1 Millionen Euro.

Alle Zahlen:

Kennzahlen in Mio. € 1. HJ '12/13 *) 1. HJ '11/12 2011/2012 2010/2011
Umsatz 427,3 374,7 781,4 763,4
EBIT 324,7 619,3 691,0 424,1
EBITDA 250,0 270,3 478,6 458,7
Außenstände 5.650,0 5.247,3 5.374,6 5.310,3
Dividende in Euro 0,15 **) 0,15 0,10
Eigenkapitalquote in % 43,8 45,8 45,3 44,0
Gewinn nach Steuern 103,3 265,1 271,4 313,5

*) 1. Mai 2012 - 31. Oktober 2012

**) Für das WJ 2012/13 ist derzeit eine Dividendenausschüttung von mindestens 0,15 Euro je Aktie geplant.

Das getrübte makroökonomische Umfeld und die Staatsschuldenkrise in Europa beeinflussen auch die Entwicklung der Ergebnisse der Immofinanz Group. Das operative Ergebnis wird im Vergleich zum Vorjahr weiter steigen, die geplanten 600 Millionen Euro werden heuer allerdings nicht erreicht werden, kündigte Zehetner an. Der Aktienkurs rasselte nach der Gewinnwarnung um 4,85 Prozent ins Minus.

Pläne für die Buwog

In den nächsten zwei Jahren sollen Pläne für die Buwog fixiert werden. Über den Weg ist man sich allerding noch nicht ganz klar. Folgende Optionen sind laut Zehetner möglich: Split, IPO, Optimierung oder Gesamtverkauf. Kommt es zu einem Börsengang soll dieser in Deutschland über die Bühne gehen, eventuell gibt es eine Parallelnotiz in Österreich. Insgesamt schätzt Zehetner den Wert der Buwog auf 2,5 Milliarden Euro. Nach dem IPO will sich die Immofinanz dann von sämtlichen Buwog-Anteilen trennen.

Die Immofinanz Group ist im Leitindex ATX der Wiener Börse gelistet. Im Portfolio sind derzeit mehr als 1.820 Immobilien mit einem Buchwert von rund 10,51 Milliarden Euro.

Immofinanz Group © Immofinanz Group

Immofinanz-CEO Eduard Zehetner.

 


AutorIn:

Datum: 21.12.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Der heimische Fensterproduzent präsentierte diese Woche seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr: Erfolge hätten in fast allen Europamärkten erzielt werden können, heißt es seitens Internorm. Das Plus beim Auftragseingang in der Höhe von fünf Prozent schlägt sich in der Umsatzentwicklung nieder. Dieser kletterte den Konzernangaben zufolge von 307 Millionen Euro (2015) auf 322 Millionen Euro. Im heurigen Jahr soll die Investitionsquote deutlich angehoben werden.

Goodbye Vienna: Hrachowina verlagert seine Holzfensterproduktion nach Wiener Neustadt. Eine Partnerschaft mit dem Unternehmen Weinzetl ist unter Dach und Fach. In Summe investiert der Traditionsbetrieb drei Millionen Euro in Niederösterreich. In Wien übersiedeln indes Zentrale und Logistik an einen neuen Standort in der Donaustadt.

UBM meldet für das Jahr 2016 ein vorläufiges Ergebnis vor Steuern (EBT) von 40,1 Millionen Euro. Damit habe man nach 2015, damals waren 50,3 Millionen Euro ausgewiesen worden, das zweitbeste Ergebnis erzielen können, wie der Immobilienentwickler in seiner vorläufigen Bilanz mitteilt. Auch in puncto Gesamtleistung pendelt sich der Konzern mit 557,5 Millionen Euro auf Platz zwei der Firmengeschichte ein.

Wie der Vorstand der börsennotierten S Immo AG gestern bekannt gab, rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr 2016 mit einem "sehr hohen Ergebnis" aus der Immobilienbewertung . Aus heutiger Sicht, so der Konzern in einer Ausssendung, werde sich das Bewertungsergebnis im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr mehr als verdoppeln. 2015 waren hier 84,6 Millionen Euro ausgewiesen worden.

Neukunden aus der High-Tech-Sparte und dem automotiven Sektor haben das Wachstum angekurbelt: Wie der Bohrer- und Fräswerkzeugproduzent Alpen-Maykestag meldet, konnte das Salzburger Unternehmen im Geschäftsjahr 2015/2016 ein Umsatzplus von satten sieben Prozent einfahren. Die 45,2 Millionen Euro will Geschäftsführer Wolfgang Stangassinger (im Bild) im 60. Jahr des Bestehens noch einmal um acht Prozent steigern.

Das Wiener Start-up Daunenspiel – erdacht, konzipiert und realisiert von Sofia Vrecar – hat in Wien-Landstraße seinen ersten Showroom eröffnet. Präsentiert werden laut Firmengründerin exklusive Trends rund um die Ausstattung von „bed, bath & living“. Mit Designer-Bettwäsche, maßgefertigter Ware und Wohnaccessoires will sie sowohl Privatpersonen wie auch Geschäftskunden aus dem Bereich der Hotellerie und der Gastronomie ansprechen.

Vor 45 Jahren läutete die erste Bauhaus-Filiale das moderne DIY-Zeitalter auch in Österreich ein. Zum halbrunden Jubiläum kündigt der Spezialist für Haus und Garten – dort wo notwendig – ein Facelift für bestehende Fachzentren an. Weitere Standorte seien in Planung. Demnächst soll auch ein „moderner Online-Shop“ freigeschaltet werden.