Investoren risikofreudig

Laut einer Studie von CBRE wollen 65 % der befragten Immobilien-Investoren außerhalb des Core-Marktes ihr Geld anlegen. Im Aufschwung ist Madrid, London rangiert an erster Stelle der beliebtesten Städte.

Laut „European Real Estate Investor Intentions Survey“ - einer Studie von CBRE - ist das Vertrauen in den westeuropäischen Markt unter Immobilien-Investoren besonders hoch. So ist für 71 Prozent der Befragten Westeuropa die attraktivste Region um in Immobilien zu investieren. Nur 36 Prozent planen, außerhalb Europas zu investieren.


Großbritannien lässt Eurozone hinter sich

Innerhalb Europas ist für 29 Prozent der befragten Investoren, Großbritannien Favorit. CBRE führt die Entwicklung auf die wirtschaftliche Erholung zurück, "die 2013 in Großbritannien deutlich voran schritt, wodurch das Königreich die Eurozone hinter sich lassen konnte, was sich nun auch in den Investmentpräferenzen zeigt." Deutschland landet mit 21 Prozent auf dem zweiten Platz, vor Spanien, das mit einem Anteil von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr (6 %) deutlich zulegen konnte.


Madrid "boomt"

Zur attraktivsten Stadt wurde, wie in den vergangenen Jahren und dem Länder-Ranking entsprechend, London mit einem Anteil von rund 30 Prozent gewählt. Auf dem zweiten Platz folgt Madrid mit 19 Prozent - 2013 schätzten lediglich zwei Prozent der Befragten die spanische Hauptstadt als besonders attraktiv ein. Auf Platz drei landet Berlin (8 %) knapp vor der bayerischen Landeshauptstadt München (6 %). Wie bereits im Vorjahr konnte Wien keinen Platz unter den Top Ten der attraktivsten Städte für sich verbuchen.


Risikobereitschaft steigt

Fast die Hälfte der Befragten hat Sekundärimmobilien im Investmentfokus und eine deutliche Mehrheit von 65 Prozent sieht die attraktivsten Investments außerhalb des Core-Markts. Im vergangenen Jahr lag dieser Anteil noch bei 58 Prozent. Eine große Mehrheit (67 %) der Anleger erwartet für 2014 eine Steigerung der Investmentaktivitäten gegenüber dem Vorjahr.


Zwar gibt es immer noch eine erhebliche Nachfrage nach Core-Immobilien, der Anteil der Investoren, der diesen Asset-Typ bevorzugt, sank gegenüber dem Vorjahr (42 %) auf aktuell 35 Prozent. Gleichzeitig hat sich der Anteil jener Investoren, die Sekundärimmobilien für am attraktivsten erachten, von 25 Prozent im Vorjahr auf 33 Prozent erhöht. Die Attraktivität von opportunistischen Immobilieninvestments hat sich von 25 Prozent auf 28 Prozent gesteigert, so die Ergebnisse der CBRE-Befragung.


„Die Investitionstätigkeit auf den europäischen Gewerbeimmobilienmärkten hat sich in der zweiten Hälfte des Jahres 2013 beschleunigt und auch zu Beginn des Jahres 2014 eine starke Dynamik beibehalten. Die sich verbessernden wirtschaftlichen Bedingungen im Europaraum beeinflussen den Kapitalfluss auf dem Investmentmarkt und steigern die Risikobereitschaft der Investoren“, analysiert Georg Fichtinger, Head of Capital Markets, CBRE Österreich.


Fremdkapital kein Thema, Verfügbarkeit bremst

Die Verfügbarkeit von Objekten ist nach Einschätzung der Investoren das größte Hindernis für Investments, gefolgt von der Preisentwicklung und der Konkurrenz durch andere Investoren, während die Verfügbarkeit von Fremdkapital für nur mehr sieben Prozent der Befragten das größte Hindernis für Investitionen im Jahr 2014 darstellt.

CBRE © CBRE

Die attraktivsten Länder für Immobilien-Investments 2014.

CBRE © CBRE

Die attraktivsten Städte für Investments 2014.

CBRE © CBRE

Die größten Hemnisse für Investments 2014.

CBRE © CBRE

Georg Fichtinger, Head of Capital Markets, CBRE Österreich.


Autor:

Datum: 18.03.2014

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Investment

819 Wohnungen sind bereits am Markt, 1.340 freifinanzierte Miet- und Eigentumswohnungen in Bau und rund 4.700 in der Projektpipeline: Die ARE Austrian Real Estate, Tochtergesellschaft der BIG, zog im Rahmen der Übergabe der Wohnhausanlage "Kaar 21"an die Ärztekammer Oberösterreich in Linz eine positive Zwischenbilanz zur laufenden Wohnbauoffensive. Laut Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, der in seiner Eigenschaft als Eigentümervertreter vor Ort war, beläuft sich das dahinterstehende Investitionsvolumen mittlerweile auf rund 1,7 Milliarden Euro.

Im Zuge des strategischen Verkaufsprogramms „Fast Track 2017“ trennt sich die UBM vom Krakauer Pilot Tower. Neoeigentümer ist der Immobilienfondsmanager First Property Group, der dafür 22 Millionen Euro bereitstellt. Der Kaufvertrag wurde letzte Woche unterschrieben. Das Closing soll laut UBM bis zum Sommer erfolgen.

Ein angekündigter Immo-Deal, der nunmehr unter Dach und Fach ist: Wie nun offiziell von den unterzeichnenden Vertragsparteien bekanntgegeben wurde, übernehmen Signa (im Bild: GF Christoph Stadlhuber) und die Investorengruppe um Erwin Krause und Franz Kollitsch die BAI Bauträger Austria Immobilien GmbH im Rahmen eine Joint Ventures (50/50) von der Bank Austria.

Die Austrotherm GmbH streckt ihre Fühler verstärkt nach Deutschland aus: Im heurigen Jahr will der Anbieter im Bereich Wärmedämmung dank positivem Geschäftsverlauf sieben Millionen Euro in den Bau einer weiteren Produktionslinie für wasser- und druckresistente XPS-Dämmstoffe in das bereits bestehende Dämmstoffwerk in Wittenberge (Bundesland Brandenburg) investieren. Auch die Manpower soll weiter erhöht werden. Der Betriebsstart für den Neubau wird laut Unternehmensaussendung für das dritte Quartal geplant.

Die Immofinanz AG hat das Salzburger Einkaufszentrum ZIB (Zentrum im Berg) an eine private Investorengruppe verkauft. Der Deal wurde von der EHL-Tochter Investment Consulting begleitet. Über den Verkaufspreis wurde Stilschweigen vereinbart.

Neuer und bekannter Mitspieler beim heimischen Bauträger: Wie gestern im Zuge der außerordentlichen Hauptversammlung offiziell bekannt gegeben wurde, übernimmt Klemens Hallmann mit seiner Hallmann Holding 38 Prozent an der österreichischen SÜBA-Beteiligungs Aktiengesellschaft. Gleichzeitig wird er in den Aufsichtsrat einziehen.

Die Buwog Group hat den Verkauf von gut 1.100 Wohnungen im Bundesland Tirol gemeldet. Damit werden rund 89.000 Quadratmeter Gesamtmietfläche – rund 4,8 Prozent des Österreich-Portfolios – veräußert. Käufer ist der Immo-Investor Jargonnant Partners. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart, das Closing soll laut Aussendung bis Mitte 2017 über die Bühne gehen.

Neuer Eigentümer für den geplanten Wohnturm: Die Wiener 6B47 Real Estate Investors AG hat die Projektentwicklung der 21-geschossigen Wohnimmobilie „Cascada“ im Frankfurter Europaviertel an ein Joint Venture der Bauwerk Liegenschaften aus München und der Red Square aus Neu-Isenburg verkauft.

Die S Immo AG meldet erneut positive Quartalszahlen. Laut heutiger Aussendung sei man auf bestem Wege das Geschäftsjahr mit einem neuen Rekord abzuschließen, wie es seitens des Immo-Investors heißt. Vorstandsvorsitzender Ernst Vejdovszky nennt dafür vor allem zwei Gründe: die aus dem Verkauf von rund einem Drittel des deutschen Wohn-Portfolios lukrierten Bewertungsgewinne und die generelle Entwicklung im laufenden operativen Geschäft.