Licht: Lebensretter und Wirtschaftsmotor

Veraltete Lichtquellen, wie Petroleumlampen oder Kerzen, verursachen pro Jahr rund 1,5 Millionen Todesopfer. Vor allem in Entwicklungsländern leiden Mensch und Wirtschaft unter mangelndem elektrischen Licht. Das müsste nicht sein.

Ein Fünftel der Weltbevölkerung hat immer noch keinen Zugang zu elektrischem Licht. Das heißt, mehr als 1,3 Milliarden Menschen sind von dem Mangel betroffen, weil es keine Stromversorgung gibt. Elektrische Beleuchtung ist vor allem in großen Teilen Afrikas, Asiens und Südamerikas rar. So haben laut Angaben der Weltbank, beispielsweise im Südsudan gerade einmal 1,5 Prozent der Bevölkerung Zugang zu elektrischem Licht.

Lichtmangel: 1,5 Mio. Todesopfer pro Jahr

Die meisten der Betroffenen behelfen sich mit Petroleumlampen oder Kerzen, um ihr Heim oder ihren Arbeitsplatz zu beleuchten. Doch diese veralteten Lichtquellen fordern laut Weltgesundheitsorganisation jedes Jahr 1,5 Millionen Todesopfer, entweder durch Atemwegserkrankungen oder Feuer.

Philips © Philips

Mehr als 1,3 Milliarden Menschen sind von dem Mangel betroffen, weil es keine Stromversorgung gibt.

Für die Vereinten Nationen geben diese Zahlen genug Anlass, dieses Jahr zum "Internationalen Jahr des Lichts (IYOL)" zu erklären. Mit weltweiten Aktionen und Events will die von der UNESCO koordinierte Initiative das ganze Jahr über die elementare Bedeutung von Licht und lichtbasierten Technologien für unser Leben und die gesellschaftlichen Herausforderungen rund um den Planeten ins Rampenlicht rücken.

Moderne Beleuchtung kann Leben retten

In vielen Entwicklungsländern ist es aufgrund der geografischen und finanziellen Voraussetzungen nicht möglich, hunderte abgelegene Siedlungen an ein Stromnetz anzuschließen. Mittlerweile gäbe es jedoch Möglichkeiten, die Versorgung mit Licht kostengünstig und effizient mithilfe von Solar- und LED-Technologie zu gewähren. "Menschliches Leid in diesem Umfang ist im 21. Jahrhundert inakzeptabel", erklärt etwa Eric Rondolat, CEO Philips Lighting. „Solarbetriebene LED-Beleuchtung kann ländlichen Gemeinden ganz neue Möglichkeiten erschließen und Millionen von Leben retten. Diese Technologie muss nicht erst erfunden werden, sie existiert schon und hat sich bereits vielfach bewährt."

Licht Voraussetzung für Wohlstand

Eine solarbetriebene LED-Leuchte zum Beispiel, erfüllt bei Einmalkosten zwischen 10 und 20 Dollar einen Raum dauerhaft mit sauberem, elektrischem Licht. Im Vergleich dazu verbraucht eine Petroleumleuchte pro Jahr Brennstoff im Wert von etwa 50 Dollar. Rondolat verweist zudem auf den gesamtwirtschaftlichen Aspekt: "Licht ist eine notwendige Voraussetzung für Wohlstand. Wenn wir 1,3 Milliarden Menschen vom Mangel an elektrischer Beleuchtung befreien, ermöglichen wir nicht nur ihnen wirtschaftliche, soziale und kulturelle Weiterentwicklung, sondern stimulieren auch das weltweite BIP-Wachstum."

 


AutorIn:

Datum: 26.01.2015

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

In Sachen Küchenoberflächen ist man zwischen Boden- und Neusiedlersee noch immer äußerst konservativ. Laminat dominiert, innovative Produktlinien und hochwertige Materialien setzten sich nur langsam durch, sagt Oliver Reitter, General Manager von Cosentino Austria. Wie er der heimischen Klientel Innovationen schmackhaft machen will, verriet er im wohnnet Business-Talk.

Die Positivmeldungen zum Wiener Büromarkt reißen nicht ab. Auch laut aktuellem und neu standardisiertem Büro- und Investmentmarktbericht der Otto Immobilien Gruppe weist die Trendkurve für 2016 dank deutlich gestiegener Vermietungsleistung eindeutig nach oben.

Europas Fertighausmarkt zeigt für das Jahr 2015 ein sehr uneinheitliches Bild. Wie eine Interconnection Consulting-Studie herausgefunden hat, gibt es positive Kaufrückmeldungen vor allem aus den westlichen Ländern. Osteuropa hinkt tendenziell weiter hinterher. Auch für Österreich wird ein Minus ausgewiesen.

Damit der Traum vom Eigenheim nicht platzt, müssen Herr und Frau Österreicher den Gürtel immer enger schnallen: Welche Sparmaßnahmen genau ergriffen werden und mit welchen Belastungen künftige Immobilienbesitzer zu kämpfen haben, zeigt eine Untersuchung der ING-DiBa Austria.

Beschleunigter Büro-Boom: Einem EHL-Bericht zufolge hat sich die Vermietungsleistung im Q3 verdoppelt – Tendenz weiter steigend. Von Jänner bis September wurden bereits 220.000 Quadratmeter Fläche umgesetzt, ein Plus von 41 Prozent.

Die Immofinanz expandiert mit ihrer Shopping Center-Marke Vivo!. Das nächste Einkaufszentrum wird in der polnischen Stadt Krosno entwickelt, wie das Unternehmen heute meldet. Der Baustart soll in Kürze erfolgen. Zur Eröffnung wird den Retailern eine Fläche von 21.000 Quadratmetern zur Verfügung stehen, geplant sind 60 Shops. In Summe fließen 34 Millionen Euro in das neue Objekt. – Bis dato ist man am Polen-Markt mit zwei Standorten vertreten.

Ein ungebrochen dynamisches erstes Halbjahr am heimischen Zinshausmarkt – an das sich eine starke Herbstrallye anschließen dürfte: Die Branchenmakler von Hudej haben das Grundbuch analysiert und die jüngsten Zahlen sowie laufende Trends gestern vor Journalisten präsentiert. Hausintern rechnet der auf Zinshäuser spezialisierte Dienstleister mit einer Verdopplung seiner Marktanteile – auf satte 15 %.

Good News von den heimischen Möbelproduzenten: Im ersten Halbjahr konnte laut der Berufsgruppe Holzindustrie, angesiedelt im Fachverband der Holzindustrie in der WKO, ein Produktionsplus von 6,9% erzielt werden. Das Fertigungs- und Absatzvolumen ist damit auf 927,8 Millionen Euro gestiegen. Ganz oben in der Statistik angesiedelt sind Laden- und Küchenmöbel (plus 14,1 % bzw. 12,8 %). Auch bei Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbeln aus Holz wurde ein zweistelliges Plus (10,9 %) registriert.

Positives Echo aus München: Laut Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter von EHL Immobilien, sei das Interesse am rot-weiß-roten Standort und seinen Playern bei der nun zu Ende gegangenen Expo Real so groß wie schon lange nicht mehr gewesen. Gleichzeitig hätten die heimischen Immobilienunternehmen einen starken Auftritt hingelegt, der ihn an Zeiten des großen Zentral- und Osteuropabooms denken lässt.