Kapitalknappheit macht der Immobilienbranche zu schaffen

Laut einer Umfrage unter 500 Immobilienexperten leidet die Immobilienbranche unter akuter Geldnot. 80 Prozent sind der Ansicht, dass 2009 zu wenig Fremdkapital zur Verfügung steht.

Die Immobilienbranche leidet derzeit, laut einer Studie bei der 500 Immobilienexperten befragt wurden, unter akuter Geldnot. Die Studie „Emerging Trends in Real Estate Europe 2009“ wurde von PricewaterhouseCoopers (PwC) und dem Urban Land Institute (ULI) durchgeführt. 80 Prozent der Befragten meinen, dass 2009 zu wenig Fremdkapital zur Verfügung stehen wird. Bei der Versorgung mit Eigenkapital sehen rund 56 Prozent der Branchenexperten eine Unterdeckung des Bedarfs.

Vor allem Investoren aus Europa und den USA werden sich nach Ansicht der Experten mit deutlich weniger Beteiligungskapital auf dem europäischen Markt engagieren als 2008.


Der Mittlere Osten ist die einzige Weltregion, die 2009 voraussichtlich mehr Kapital für den Immobilienmarkt bereitstellen wird als 2008.

Europas Top-Ten-Märkte
Rangfolge der Städte nach erwarteter Rendite der Immobilieninvestition im Jahr 2009, Bewertungsskala von 1 („katastrophal“) bis 9 („hervorragend“) (Quelle: PricewaterhouseCoopers)

StadtBewertung
1. München (2008: Rang 4)5,51
2. Hamburg (2008: Rang 3)5,41
3. Istanbul (2008: Rang 2)5,38
4. Zürich (2008: Rang 17)5,17
5. London (2008: Rang 15)5,13
6. Moskau (2008: Rang 1)5,02
7. Helsinki (2008: Rang 10)4,98
8. Paris (2008: Rang 5)4,98
9. Berlin (2008: Rang 9)4,93
10. Frankfurt (2008: Rang 7)4,90

Rangfolge der Städte nach Risikobewertung im Jahr 2009, Bewertungsskala von 1 („sehr hohes Risiko“) bis 9 („sehr niedriges Risiko“) (Quelle: PricewaterhouseCoopers

StadtBewertung
1. München (2008: Rang 2)6,22
2. Zürich (2008: Rang 3)6,03
3. Hamburg (2008: Rang 4)5,84
4. Paris (2008: Rang 1)5,77
5. Stockholm (2008: Rang 6)5,56
6. Helsinki (2008: Rang 14)5,43
7.Amsterdam (2008: Rang 12)5,42
8. Brüssel (2008: Rang 5)5,38
9. Wien (2008: Rang 8)5,33
10. Berlin (2008: Rang 185,26
shutterstock © shutterstock

Hamburg liegt bei Renditeerwartung auf den zweiten Platz und bei der Risikobewertung auf den dritten Platz.

shutterstock © shutterstock

Bei der Renditeerwartung liegt Istanbul an dritter Stelle.

shutterstock © shutterstock

Zürich liegt bei der Risikobewertung an zweiter Stelle.


Autor:

Datum: 06.02.2009

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Zum Jahreswechsel liegen die ersten Prognosen für den heimischen Immobilienmarkt 2018 vor. Ausblick: Die Angebots-Nachfrage-Schere geht wohl weiter auf. Die Preise werden steigen, wenn auch moderater als zuletzt.

In ihrem aktuellen Bericht zur Konjunktursituation in den wichtigsten Wirtschaftsbereichen Österreichs spricht die UniCredit-Tochter Bank Austria von einem deutlich verbesserten Klima. Die Bauwirtschaft zeigt sich laut Analyse weitgehend stark und stabil.

Abschluss der Dialog-Runde 2017 in der Blauen Lagune. Diskutiert wurde der digital vorangetriebene Wandel in der Asset Klasse Hotel: Wie sieht er aus? Was definiert das Hotel 4.0 – der Investor? Und wo bleibt der Gast?

Die Wiener werden immer mehr, damit steigt weiter die Belastung am städtischen Wohnungsmarkt. Trotz zuletzt forcierter Neubauleistung (plus sechs Prozent) dürften im heurigen Jahr schlussendlich rund 7.000 Wohnungen fehlen, wie die EHL in ihrem aktuellen Report informiert. Wenn wo gebaut wird, dann im großen Stil – und immer mehr auch in die Höhe.

Mit Deutschland hält die Alpenrepublik die Rote Laterne: Nur 55 Prozent der Österreicher wohnen wirklich in den eigenen vier Wänden, wie Eurostat jetzt ermittelt hat. Überdurschnittlich viele haben einen Mietvertrag in ihrem Schreibtisch liegen.

Plus bei Kennzahlen und Standorten: Die Budget Design Hotelgruppe beschloss das dritte Quartal mit durchwegs positiven Kennzahlen. Weitere Neueröffnungen und ein Markteintritt stehen noch heuer am Programm.

Frische Zahlen zum Wiener Büromarkt: Wie EHL informiert, war auch das dritte Quartal (noch) von Zurückhaltung geprägt. Diese sorgte dafür, dass die Vermietungsleistung seit Jänner 2017 weiter hinter den Zahlen des Vorjahres hinterherhinkt. Das bis vor kurzem sehr geringe Neubauvolumen schlägt hier weiter durch. Doch eine Trendwende scheint in Sicht.

Der Gewerbeimmobilienmarkt gibt weiter Gas. Die großen Transaktionen des Jahres befeuern die Rekordjagd, wie unter anderem CBRE mitteilt. Mit Ende September konnte bereits das alte Spitzenergebnis aus dem Jahr 2015 eingestellt werden. Bis zum Stichtag waren vier Milliarden Euro investiert.