Kirchdorfer kauft Kammel

Der oberösterreichische Betonfertigteilproduzent hat die Mehrheit des steirischen Fertigkellerbauers übernommen. Der Deal muss noch von der Wettbewerbsbehörde abgesegnet werden, über den Kaufpreis der Kammel GmbH wurde beiderseits Stilschweigen vereinbart.

Mit der Übernahme des Unternehmens von Ernst Kammel (im Bild links), das zuletzt mit Betonfertigteilen für den Hoch- und Kellerbau aber auch mit Transportbeton 20 Millionen Euro Jahresumsatz erzielen konnte, sei eine Ausweitung und Stärkung im Segment Kellerbau möglich, so der Chef der Kirchdorfer Fertigteilholding, Michael Wardian (im Bild rechts), nach Abschluss der laut ihm sehr rasch erfolgten Kaufverhandlungen. „Auch erwarten wir in unmittelbarer Zukunft, dass die Fusion optimale Synergien zwischen unseren Tochterfirmen Maba Fertigteilindustrie GmbH und Rauter Fertigteilbau GmbH schafft.“ Zusätzlich würden sich mit dem neuen Standort weitere Logistikmöglichkeiten, Stichwort Kapazitätsausweitungen, ergeben.

Durch den Zukauf fließen in die Kirchdorfer Gruppe weitere, bereits erprobte Produktionstechnologie ein: etwa bei der Doppelwandfertigung. Dank dem Zuwachs an Know-how wollen die Käufer das eigene Standing am Betonfertigteilmarkt regional weiter ausbauen.

Firmenname soll erhalten bleiben

Die bei Kammel beschäftigten 140 Mitarbeiter will Kirchdorfer laut Presseaussendung vollständig übernehmen. Auch der Firmenname soll nicht von der Bildfläche verschwinden, genauso wenig wie der Leiter des operativen Geschäft, Franz Strobel. An einem neuen Markenauftritt werde aber bereits gearbeitet, heißt es aus Oberösterreich. Die Kirchdorfer Gruppe hatte zuletzt in den Sparten Zement, Rohstoffe und Betonfertigteile in über 13 Ländern einen Jahresumsatz von 250 Millionen Euro erwirtschaftet.


AutorIn:

Datum: 14.11.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Investment

Im März verkündeten die österreichischen Fensterunternehmen Hrachowina und Weinzetl den künftigen Produktions-Paarlauf. Zur Erinnerung: Hrachowina wird mit Firmensitz und Logistikzentrale an neuer Adresse in Wien Donaustadt verbleiben. Die Holzfensterfertigung wird nach Wiener Neustadt verlegt, wo man mit dem lokalen Fenster- und Türenplayer Weinzetl ab 2018 gemeinsame Sache macht. Anfang Oktober erfolgte nun der Spatenstich für die dafür notwendige neue Produktionshalle. Investiert werden 2,4 Millionen Euro.

Megadeal folgt auf Megadeal: Nach dem Verkauf des Icon Vienna beim Wiener Hauptbahnhof erst im letzten Juni meldete Signa heute den Verkauf der ersten drei Bauteile des Austria Campus an die PGIM Real Estate. Der Forward Deal dürfte mit einem Volumen von über 500 Millionen Euro für einen neuen Österreich-Rekord sorgen. Laut den Verkäufern handelt es sich um die größte rot-weiß-rote Immobilientransaktion aller Zeiten.

Immobilienmanager Franz Kollitsch, Erwin Krause und Hannes Kowar übernehmen das Einkaufszentrum im Wiener Westen. Invester United Benefits, ein unabhängiger Entwickler und Betreiber von Immobilienprojekten, wickelte den Deal ab. Vermittelt wurde das Objekt von EHL Immobilien.

Das Crowdinvestingunternehmen Rendity meldet den vorzeitigen Abschluss der Teilfinanzierung für das Sanierungs- und Ausbauprojekt einer Gründerzeitliegenschaft in Wien Ottakring (Habichergasse 47). Die ursprünglich bis Ende September angesetzte Zeichnungsfrist hätte vorzeitig beendet werden können, wie es per Aussendung heißt. Die insgesamt aufgelegten 500.00 Euro seien in nur zehn Tagen worden. Jetzt wurde um weitere 100.000 Euro aufgestockt.

Die deutsche Union Invest übernimmt das Studentenapartmenthaus Milestone in Graz von der ARE Development. Das strukturierte Kaufverfahren ist von der EHL Investment Consulting begleitet worden. Über den Preis hätten alle Parteien Stillschweigen vereinbart, wie es per Aussendung heißt.

Im Juli wurde das neue Neurologie-Zentrum der Rehaklinik Wien Baumgarten (im Bild) in Betrieb genommen. Für die Finanzierung haben die Betreiber der Vamed-Gruppe die Raiffeisen-Leasing gewinnen können, die 50 Millionen Euro bereitgestellt hat.

Der siebente Streich im Online-Segment innerhalb von 14 Monaten: Signa Retail meldet die Übernahme von 60 Prozent der Luxus-Plattform Mybestbrands, nach eigenen Angaben Deutschlands größte Fashion Mall für Premium- und Luxusartikel. Die entsprechenden Verträge seien letzten Freitag unterschrieben worden, wie es in einer Aussendung heißt. Im stationären Highend-Bereich soll die enge Kooperation mit der KaDeWe Group weiter forciert werden.

Immo-Crowdinvesting wird immer beliebter. Das Start-up Rendity nutzt den Trend und geht mit einem neuen Projekt in Wien 2 (Großen Mohrengasse 36) und einem Platzierungsvolumen von einer halben Million Euro an den Start. Das Gründerzeithaus wird saniert und mit einem Lift ausgestattet. Ein zweigeschoßiger Dachausbau soll das Facelift komplett machen.

Die Buwog AG meldete heute in einer Aussendung den Start einer Barkapitalerhöhung in einem Bezugsverhältnis von 1 zu 8 (1 neue Aktie für 8 Bezugsrechte) mit insgesamt bis zu 12.471.685 neuen Buwog-Aktien unter Wahrung des Bezugsrechts aus dem genehmigten Kapital.