Start für das „Kronenhaus“

Der deutsche Immobilienentwickler Vestwerk macht Nägel mit Köpfen: In der Mariahilferstraße 110 erfolgte dieser Tage der Spatenstich für das gemischt genutzte Projekt „Kronenhaus“. Bis Mitte 2019 entstehen in der zentralen Shoppingmeile 34 Serviced Apartments. Zusätzlich werden auf insgesamt drei Stockwerken rund 2.100 Quadratmeter Retailfläche für einen Großmieter realisiert. Wertvolles Gut: Sehr viel Grün in Citylage.

„Das Kronenhaus bietet nicht nur eine zeitgerechte Nutzung, sondern auch zahlreiche Annehmlichkeit in puncto Wohnen und Arbeiten und das in einer sehr dynamischen, außerordentlich hoch frequentierten Einkaufsstraße in Wien. Dieses historische Gebäude behutsam auf die heutigen Bedürfnisse von Bewohnern und Gewerbetreibenden anzupassen, ist ein nachhaltiger und für uns sehr positiver Prozess. Wir wollen hier die richtigen und zeitgemäßen Impulse setzen“, so Klaus Molisch, Managing Partner von Vestwerk (im Bild: zweiter von rechts).

Gewerbefläche mit viel City-Grün

Die rund 560 Quadratmeter große Gartenfläche mit Altbaumbestand, die direkt vom Erdgeschoss und vom Untergeschoss erreichbar ist, stellt laut Immobilienentwickler ein besonderes Highlight inmitten des dicht bebauten Stadtbezirks dar – und wird auch im aufgewerteten Retailkonzept erhalten bleiben. Ebenso atypisch und weiter vorhanden: die handelsunübliche Raumhöhe von 4,5 Meter.

Vestwerk Property Partners GmbH/urschler+urschler © Vestwerk Property Partners GmbH/urschler+urschler

Vestwerks „Kronenhaus“ bei Nacht.  

Gründerzeitsubstanz bleibt erhalten

Das „Kronenhaus“ wurde im Jahr 1870 errichtet. Die Jugendstilfassade des typischen Wiener Gründerzeithauses soll laut Vestwerk ebenfalls bewahrt und aufgewertet werden. Auch im Bereich der Serviced Apartments wolle man möglichst viel ursprüngliche Bausubstanz – in Form von historischem Mauerwerk – erhalten, so die Projektbetreiber.

Vestwerk ist ein in Österreich und Deutschland tätiges Immobilienunternehmen, das die gesamte Wertschöpfungskette der Immobilienentwicklung – von der Entwicklung, über die Planung und Verwertung hochwertiger Wohn- und Gewerbeimmobilien – abdeckt. Auf dem deutschen Markt tritt Vestwerk als Mehrheitseigentümer der Marlene Property Partners GmbH auf. Bis dato realisierte Vestwerk Projekte im Wert von rund 150 Millionen Euro in guten Innenstadtlagen von Wien, Leipzig und Dresden. Aktuell sind in Wien fünf Projekte in der Planungs- oder Realisierungsphase.


AutorIn:

Datum: 18.04.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Immobilienprojekte

Das derzeit von der UBM-Tochter „Münchner Grund Immobilien Bauträger GmbH“ entwickelte Hotel- und Büroimmobilienprojekt wechselt nun im Rahmen eines Forward Deals für 190 Millionen Euro den Besitzer. Die Übergabe an einen offenen Spezialfonds der Real I.S.-Gruppe wurde für den Sommer 2018 vereinbart. Knapp 40 Prozent des Kaufpreises werden laut Konzerninformationen noch in diesem Jahr in die UBM-Kasse fließen.

Eine Turmbaustelle in der Krakauer Innenstadt wurde über Jahrzehnte zum Dauerzustand. Doch die Strabag macht dem Dämmerschlaf jetzt ein Ende. Für einen Investor wird an Ort und Stelle ein aus fünf Gebäuden bestehendes Geschäftszentrum, das Unity Centre, errichtet. Geschätzte Kosten: rund 89 Millionen Euro. Wo jetzt noch der unvollendete Bau steht, soll das höchste Gebäude der Stadt in die Höhe wachsen.

In Bukarest entwickelt die CA Immo für rund 75 Millionen Euro das Büroprojekt Orhideea Towers. Der Bau soll im ersten Halbjahr fertiggestellt sein. Der Vorvermietungsgrad liegt aktuell bei 65 Prozent, wie das Unternehmen heute mitgeteilt hat. Darin enthalten ist der jüngste Vertragsabschluss mit einem Softwareunternehmen, das mehr als 9.000 Quadratmeter beziehen wird.

Die Nachfrage nach Apartment-Hotels, professionell serviciert und gut ausgestattet, steigt: in heimischen City-Lagen wie auch in der niederländischen Metropolregion Amsterdam. Dort wurde nun die „City Identity Apartments“ von der IG Immobilien weiter ausgebaut und 33 neue Einheiten an den lokalen Betreiber „A-partments“ übergeben.

Mit August 2017 konnte das Buwog-Wohnprojekt „Southgate“ in Wien Meidling vorzeitig abgeschlossen werden. Die Anlage erstreckt sich auf fünf freistehende Objekte mit 78 Mietwohnungen und 264 freifinanzierten Eigentumswohnungen. Einige Objekte sind noch zu haben.

Bauträgerprojekt im niederösterreichischen Biedermannsdorf: Vario-Haus errichtet in der Marktgemeinde mehrere Doppelhäuser sowie ein Mehrparteienhaus in Niedrigenergiebauweise. Der Bedarf nach neuem Wohnraum im Wiener Umland sei enorm, die Nachfrage nach den neuen Domizilen am Mühlbach bereits kurz vor Baubeginn hoch, wie der Fertighausanbieter meldet. Die ersten Bewohner sollen bereits im Frühjahr 2018 an neuer Adresse ihre Zelte aufschlagen.

Versprochen wird urbanes Wohnen inmitten von sehr viel Grünraum: Am Montag startete Bauträger Mischek in Wien-Liesing sein neues Eigentumswohnungsprojekt. „In der Wiesen Ost“ werden 152 geförderte und 63 freifinanzierte Einheiten entwickelt. Der Projektname – „Mischeks Orangerie“ – soll Programm sein und laut Bauträger in Europas größte Urban Gardening-Siedlung münden.

Berlin wird immer mehr zum Tummelplatz österreichischer Entwickler und Investoren, die vor allem auf das Bürosegment bauen. Jetzt hat die Signa-Gruppe bei einer der letzten Freiflächen im Bereich des neu entstehenden Kommunikationsclusters Mediaspree, im ehemaligen Osten (Bezirk Friedrichshain), zugeschlagen. Gekauft wurde die Liegenschaft im Rahmen eines Asset Deals von der für die Quartierentwicklung hauptverantwortlichen Anschutz Entertainment Group (AEG). Gleich neben der Mercedes-Benz Arena soll nun ein 90 Meter hohes Bürogebäude errichtet werden.

Die Deutschland-Tochter der 6B47 Real meldet im Berliner „Europacity“-Quartier des Entwicklungsgebietes „Stadthafen“ den Kauf eines Grundstücks. Am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal werden vom Entwickler auf rund 4.350 Quadratmetern Eigentumswohnungen errichtet.