Libeskind in Düsseldorf

Die Neubebauung des Jan-Wellem-Platzes am nördlichen Ende der Düsseldorfer Königsallee wird nach Plänen des New Yorker Star-Architekten Daniel Libeskind realisiert

Die Düsseldorfer Innenstadt wurde nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wiederaufgebaut, auf historische Straßenzüge dabei aber wenig Rücksicht genommen. Markanteste Veränderung war die vollständig neu angelegte Berliner Allee, die auf dem Reißbrett der Stadtplaner als parallele Entlastungsstraße für die Königsallee erdacht worden war, Teil dieser Achse für die damals aktuelle autogerechte Stadt war auch der Jan-Wellem-Platz.

Durch den Bau einer neuen Stadtbahnlinie, der Wehrhahn-Linie werden Straßenbahngleise im Zentrum Düsseldorfs in naher Zukunft überflüssig. Bei der bevorstehenden Neugestaltung des Quartiers geht man sofort daran, die Bausünden der unmittelbaren Nachkriegszeit zu reparieren und den Bereich zwischen Hofgarten, Jan-Wellem-Platz, Schadowplatz und Gustaf-Gründgens-Platz entsprechend des historischen Stadtgrundrisses neu zu gestalten, den alten Kö-Bogen wiederherzustellen.

In März geht es los
Im Jänner wurde schließlich entschieden, dass die Neubebauung des Kö-Bogens nach Plänen des New Yorker Star-Architekten Daniel Libeskind realisiert werden soll, der unter anderen auch für das Jüdische Museum in Berlin, den Freedom-Tower in New York und den Wolkenkratzer Zlota44 in Warschau verantwortlich zeichnet. „Ich freue mich, dass mit Daniel Libeskind ein Architekt von Weltrang dieses Projekt verwirklichen wird. Der Kö-Bogen wird nun ein weiteres Highlight im Herzen von Düsseldorf. Mit seiner Arbeit ist ihm ein großer Wurf gelungen. Ich bin überzeugt, dass durch seine Architektur viele positive Impulse für die Stadt ausgehen werden“, sagt Oberbürgermeister Dirk Elbers.

Bereits im März wird die Stadt mit der Freimachung des Baufeldes starten und mehrere große Kanäle verlegen, um schnellstmöglich mit der Umsetzung der Pläne zu beginnen. Die Libeskind-Pläne für die Bebauung des Jan-Wellem-Platzes waren noch im Jänner im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung der Stadt Düsseldorf präsentiert worden. Planungsamtsleiter Richard Erben stellte dem Gremium dabei die Details zu der Planung für das Kö-Bogen-Projekt vor – nach dessen Ansicht aber der Entwurf des amerikanischen Star-Architekten die Möglichkeiten des Bebauungsplanes nicht in vollem Umfang ausnutze.

Ein echter Libeskind für Düsseldorf
Die beiden geplanten zentralen Multifunktionsgebäude erreichen eine Höhe von 26 Metern. Kennzeichnend für den Entwurf ist die geschwungene Fassade aus Glas und weißem Naturstein, die zur Wasserseite hin mit diagonalen Schnitten aufgebrochen wird. Diese Schnitte werden bepflanzt und damit das Grün des Hofgartens fortgeführt. Zum Schadowplatz gilt ein ähnliches Prinzip, wobei die Gliederung der Fassade aber horizontal ist.

Innerhalb der Gebäude verteilen sich manche Bereiche über mehrere Ebenen. Eine Brücke verbindet die Gebäudeteile oberhalb des dritten Geschoßes. Die Dachflächen sollen begrünt werden, eine Solarnutzung ist vorgesehen. Die Vorgaben des Lichtmasterplanes werden mit diesem Entwurf erfüllt. Erben meinte aber abschließend dennoch: „Dies ist eine überzeugende Lösung für diesen Standort!“ Für die Nutzung ist eine Kombination aus Einzelhandel und Büroflächen vorgesehen.

Ausschussvorsitzender Dr. Alexander Fils merkte an, dass Architekt Daniel Libeskind das Projekt von Anfang bis Ende betreuen wird, und „Düsseldorf damit einen echten Libeskind erhält“.
Quelle: www.duesseldorf.de

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Der Entwurf des Kö-Bogens nach den Plänen von Stararchitekt Daniel Libeskind in einer animierten Luftaufnahme

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Ansicht vom Schadowplatz aus

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Ansicht vom Gründgens-Platz aus


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Datum: 06.04.2012

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