Strasser Steine bringt Kücheninsel auf den Markt

Die Zukunft liegt im Highend-Segment: Der Mühlviertler Arbeitsplatten-Hersteller Strasser Steine erweitert seine Produktreihe um eine Naturstein-Kücheninsel; auch die Eroberung des deutschen Küchenmarktes ist geplant.

Bis zu 65 000 Euro kann eine „ST-ONE“ Naturstein-Kücheninsel der Marke "Strasser Steine“ kosten - eine stattlicher Preis, der im Highend-Segment gerne gezahlt zu werden scheint: Das kostspielige Maßprodukt verkauft sich gut und entwickelt sich für das Unternehmen zum "Türöffner im Handel". "Wir sind sehr zufrieden,“ resümiert Johannes Artmayr, Geschäftsführender Gesellschafter von Strasser Steine, die Nachfrage seit der Markteinführung. Seine Erklärung für den Erfolg: "Die Küche hat das Auto als Statussymbol abgelöst.“

Die Edelküchelinsel, die komplett aus Naturstein gefertigt ist und in andere Küchensysteme integriert werden kann, war erstmals im Vorjahr als Eigenentwicklung von Strasser Steine auf den Markt gebracht worden. Als langfristiges Absatzziel wird eine dreistelligen Stückzahl pro Jahr angepeilt.

Spezialisierung auf Highend-Produkte

Seit Artmayer das zum damaligen Zeitpunkt strauchelnde Familienunternehmen vor mehr als 10 Jahren übernahm, hat sich das Produktportfolio der Marke grundlegend verändert: Die Angebotspalette wurde sukzessive verkleinert und der Betrieb zunehmend auf Stein- und Keramikarbeitsplatten spezialisiert. Das Konzept ging auf, heute beherrscht Strasser Steine 70 Prozent des österreichischen Marktes für Küchenarbeitsplatten. "Der Fokus auf Schlüsselprodukte im Highend-Segment war der richtige Weg“ freut sich Artmayer.

Strasser Steine verbucht Umsatzwachstum

Auch anhand der Unternehmenszahlen lässt sich der Erfolg dieser Entscheidung verfolgen: Das Umsatzwachstum des Unternehmensbetrug im Vorjahr knapp 11 Prozent und auch im 1. Quartal des heurigen Geschäftsjahres konnte bereits ein 20-prozentiges Wachstum bei Arbeitsaufträgen verzeichnet werden. Artmayer: "Wir erwarten für 2016 ein noch größeres Wachstum als im Vorjahr." Auch der Markt selbst zeigt großes Potential: In Österreich sind nur 16 Prozent der Küchen mit Naturstein ausgestattet, dieser Anteil soll sich - so hofft der Geschäftsführer - in den nächsten sieben Jahren verdoppeln.

"Auf dem Weg ins Ausland“

Für das Geschäftsjahr 2016 hat Strasser Steine den deutschen Markt im Visier: Mit einem Absatz von rund einer Million Einbauküchen pro Jahr ist Deutschland der wichtigste Küchenmarkt Europas; das im Vergleich zu anderen europäischen Nationen relativ unausgeprägtes Luxussegment des Landes (nur rund 12 Prozent der 2015 in Deutschland gekauften Küchen besitzen Naturstein) verspricht großes Potential. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde bereits gesetzt, Ende des vergangenen Jahres übernahm Strasser Steine in Kösching bei Ingolstadt die Vertriebsmannschaft eines aufgelösten Unternehmens aus der Steinbranche (Juma Natursteine). Sie soll nun die Grundlage für die Expansion nach Deutschland bilden.


AutorIn:

Datum: 21.04.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Kick-off für eine neue Unit: PlanetHome Immobilien Austria lancierte mit Jahresbeginn die neue Abteilung „Bauträger und Projektentwickler“. Für die Vermarktung wird Alexander Marcian (im Bild) verantwortlich zeichnen. Gestartet wird mit einem Projekt-Trio der „Prisma Zentrum für Standort- und Stadtentwicklung“ in Wien-Nord.

Im Zuge der weiteren Konzentration auf das Kernportfolio trennt sich die Immofinanz von heimischen Retailobjekten. Über den Käufer – laut Konzerinfo ein österreichischer Immobilieninvestor – und den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Unternehmen will sich künftig auf die eigenen Retail Parks „Stop Shop“ und die Center-Marke Vivo! konzentrieren.

Den schwedischen Einrichter zieht es zum Wiener Westbahnhof. Wie heute bekannt wurde, hat Ikea das Rennen um das sich im Eigentum der ÖBB befindende sogenannte „Blaue Haus“ – direkt hinter der „BahnhofCity Wien West“ – gemacht. Das Möbelhaus verspricht shoppen nach städtischen Standards – für ein urbanes, umweltbewusstes Publikum.

Zwei Baustoffanbieter ziehen mit Jahresbeginn 2017 an einem Strang. Wie die Konzernmutter bekannt gibt, werden die Wienerberger Ziegelindustrie GmbH und die Tondach Gleinstätten AG ihre österreichischen Aktivitäten im Wand- und Dachziegelbereich künftig bündeln. Mit drei Vertriebsregionen wolle man noch näher zu den Kunden rücken. Speerspitzen des neuen Markendoppels für Dach und Wand sind mit Franz Kolnerberger und Christian Weinhapl zwei erfahrene Konzernköpfe.

In ausgesuchter Lage, schräg gegenüber der Wiener Urania: Der erste österreichische home24-Showroom ist seit letzter Woche offiziell eröffnet. Zur Premiere des 700 Quadratmeter großen, realen Schaufensters des laut Eigenangaben europaweit größten Online-Möbelhauses gaben sich Promis und Shopper ein erstes Stelldichein. wohnnet Business war beim Offline-Opening dabei, talkte mit den Einrichtungsberatern und informierte sich bei Vorstandsmitglied Marc Appelhoff über den geplanten rot-weiß-roten Möbelkurs.

Weichenstellung: Mit der Zertifizierung nach ISO 9001:201 will die Rustler Immobilientreuhand GmbH in der Branche mit gutem Beispiel vorangehen. Dem Führungsteam (im Bild) wurde jetzt durch Auditor Walter Kalcher von quality Austria die Urkunde überreicht.

Die in Wels beheimatete TGW Logistics Group erweitert ihren Hauptstandort in Oberösterreich. Errichtet wird ein neuer Büro- und Produktionskomplex für rund 700 Mitarbeiter im benachbarten Marchtrenk. Dafür will der Anbieter von Intralogistiklösungen im Zuge seiner Wachstumsstrategie rund 55 Millionen Euro investieren. Die Fertigstellung ist für Mitte 2018 geplant.

Die Online-Familie der Tageszeitung „Die Presse“ hat bei der Suche nach "Austria's Leading Companies" ihre Wahl getroffen und den Piestingtaler Baustoffproduzenten für seine Innovationskraft und Digitalisierungskompetenz ausgezeichnet. Der Preis für den niederösterreichischen Landessieger wurde am gestrigen Leopolditag im Casineum Baden überreicht.

Die angekündigte Rochade ist unter Dach und Fach: Wie die conwert Immobilien Invest SE heute, den 2. November, bekannt gab, ist der Verkauf eines Gutteils ihres Gewerbeimmobilienpakets an einen Immobilien-Spezialfonds der HanseMerkur Grundvermögen unterschrieben. Die Neo-Eigentümer verfügen somit über 34 Büro- und Handelsimmobilien mit einer Gesamtnutzfläche von rund 200.000 Quadratmeter. Dafür haben sie 331 Millionen Euro locker gemacht – eine Summe leicht über den Buchwerten der Immobilien, wie es laut conwert-Aussendung heißt.