Umfrage: Österreicher bauen am liebsten massiv

Drei Viertel bevorzugen einen Massivbau aus Ziegel oder Beton. Außerdem wichtig: hohe Energieeffizienz, lange Lebensdauer, gute Raumluftqualität sowie geringe Kosten für Wartung und Instandhaltung.

Die massive Bauweise ist der klare Favorit der Österreicher, ergab eine Market-Umfrageim Auftrag des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie. Market-Chef Werner Beutelmeyer: "Drei Viertel der Österreicherinnen und Österreicher wünschen sich für ihr eigenes Wohnprojekt am liebsten einen Massivbau aus Ziegel oder Beton. Bei privaten Bau-Entscheidern, die eine Investition derzeit planen oder vor kurzem abgeschlossen haben, sind es sogar 80 Prozent." Weit abgeschlagen liegen alle anderen Bauformen: Holzbauweise ist nur für zwölf Prozent erstrebenswert, fünf Prozent bevorzugen die Leichtbauweise.


Beim Bau oder beim Kauf eines Eigenheims ist 74 Prozent der Befragten eine hohe Energieeffizienz wichtig, 72 Prozent wünschen sich eine lange Lebensdauer, 69 Prozent eine gute Raumluftqualität und 66 Prozent geringe Kosten für Wartung und Instandhaltung. "Gut wohnen ist ein wichtiger Wert der Gesellschaft geworden", kommentiert Beutelmeyer die Ergebnisse.


Wohnbauförderung hat "emotionalen Faktor"
Finanziert wird Großteils mit einem Mix aus Eigenmitteln, Kredit und Förderungen. Auf letztere könnten 30 Prozent nicht verzichten. Dazu Bernd Wolscher, Geschäftsführer der SW Umwelttechnik und Obmann des Fachverbandes: "Wir dürfen den emotionalen Faktor der Wohnbauförderung nicht unterschätzen, die Wohnbauförderung ist eine absolute Notwendigkeit für unser Land und ein wesentlicher Entscheidungsfaktor fürs Bauen." Wolscher appelliert an die Politik die Finanzierung der Wohnbauförderung sicherzustellen: "Der Sparkurs der Schuldenkrise darf nicht zu Lasten des geförderten Wohnbaus gehen."


Ebenso liefert die Wohnbauförderung wichtige Impulse, um die Nachhaltigkeit am Bau voranzutreiben. Dazu Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin von WWF Österreich und Vorsitzende des Nachhaltigkeitsbeirats des Fachverbands: "Der massive Wohnbau leistet zur Reduktion des CO2-Austoßes und damit zu den Klimaschutzzielen der EU einen wesentlichen Beitrag."

Bau!massiv! © Bau!massiv!

Bevorzugtes Baumaterial

Bau!massiv! © Bau!massiv!

Bedeutung der Förderungen

Bau!massiv!/Hetzmannseder © Bau!massiv!/Hetzmannseder

Bernd Wolschner, Martin Leitl, Hildegard Aichberger, Werner Beutelmeyer und Andreas Pfeiler (v. li. ) bei der Präsentation der Umfrage.


Autor:

Datum: 24.05.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Letzten Freitag ist die MIPIM, die größte internationale Gewerbeimmobilienmesse, im südfranzösischen Cannes zu Ende gegangen. Als bestimmende Themen der 2017er-Auflage haben sich die Bereiche Digitalisierung aber auch alternative Assetklassen herauskristallisiert. Die Stimmungslage unter den 23.000 Besuchern war, so einhelliger Tenor an der Côte d´Azur, angehoben: Auch beim auf Logistik spezialisierten Immobilienentwickler Go Asset Development, der das Thema Stadtlogistik ins Spiel bringt.

Eine hohe Transaktionsdichte bei steigenden Preisen meldet Re/Max Austria für das Jahr 2016 am Eigentumswohnungsmarkt: 47.846 Wohnungen seien laut dem heute publizierten Immo-Spiegel verbüchert worden. Dies entspricht im Vergleich zum Rekordjahr 2015 einem Plus von 4.102 Einheiten oder von 9,4 Prozent. Laut den jüngsten Zahlen haben die Preise im Wohnungseigentum um durchschnittlich 4,4 Prozent angezogen.

Es geht in der Bundeshauptstadt weiter aufwärts: Wurden im Jahr 2016 nur 60.000 Quadratmeter Büroneuflächen auf den Markt geworfen, so rechnet man bei EHL Immobilien für das laufende Jahr mit gut dem Zweieinhalbfachen. 2018 dürften laut dem Büromarktbericht des Immo-Spezialisten mehr als 330.000 Quadratmeter folgen. „Damit erreicht beziehungsweise übertrifft das Fertigstellungsvolumen die Rekordwerte aus den Jahren vor der Finanzkrise 2008“, erklärt EHL-Büroimmobilienleiter Stefan Wernhart.

Die Umsatzeinbrüche der Jahre 2012 bis 2015 in der Fertighausbranche gehören der Vergangenheit an: 2016 nahm die mittlerweile stark konzentrierte Branche Fahrt auf. Und mit plus sieben Prozent recht deutlich. Die Zahl der verkauften Häuser stieg um 4,6 Prozent, wie Interconnection Consulting in einer aktuellen Studie aufzeigt. 2017 soll den Autoren zufolge ähnlich gut performen. Realistisch sei ein Umsatzwachstum von 6,4 Prozent. Mit ein Grund? Die Häuslbauer werden bequemer; schlüsselfertige Lösungen boomen. Zudem seien der Aufschwung in der Bauwirtschaft und steigende Preise hilfreich.

Wien wächst rasant weiter, im letzten Jahr zogen rund 28.000 Menschen in die Bundeshauptstadt. Damit steigt die Misere auf den Wohnungsmarkt, wie auch der erste Wiener Wohnungsmarktbericht für das Jahr 2017, der heute von der Buwog und EHL im Architekturzentrum Wien präsentiert wurde, belegt. Fazit: der Nachfrageüberhang wird nicht gedeckt. Das hat steigende Mieten und Kaufpreise zu Folge.

Fachmarktzentren, dominierende Großketten, die in die Malls drängen – die Innenstädte haben zunehmend mit dem Geschäftssterben zu kämpfen. In Wien steuert die Wirtschaftskammer mit einem Leerflächenmanagement in enger Kooperation mit der Immobilienwirtschaft gegen – und meldet damit für 2016 positive Ergebnisse. Die Leerstandsquote sank dank Gastronomie und Kleinhandel im Vergleich zu 2015 um 16 Prozent.

Plus bei Umsatz und Gewinn, neue Standorte realisiert und weitere in der Pipeline – auch in Österreich: Die Budget Design Hotelgruppe Motel One präsentierte dieser Tage ihre Bilanz zum Geschäftsjahr 2016 und gab ihre nächsten Expansionsziele bekannt.

Die Immofinanz ließ 2016 am rumänischen Büromarkt die Muskeln spielen: In der Hauptstadt Bukarest wurden circa 80.000 Quadratmeter Bürofläche vermietet. Das sind laut Unternehmensangaben mehr als 40 Prozent des gesamten Büro-Bestandsportfolios im Kernmarkt.

Die Rekordjagd am heimischen Immobilienmarkt ist auch im Jahr 2016 weitergegangen. Wie das Maklernetzwerk Re/Max meldet, wurden im abgelaufenen Jahr landesweit 121.436 Immobilienverkäufe im Wert von 26,87 Mrd. Euro im Amtlichen Grundbuch vermerkt. Ein Steigerungsrate von satten 8,3 Prozent im Vergleich zu 2015.