Plus für Warimpex - Transaktionsmärkte im Kommen

Der börsenotierte Hotelbetreiber und Immobilienentwickler blickt auf ein gutes Jahr zurück. Vor allem der Verkauf des Hotel InterContinental in Warschau war "wesentlicher Treiber der positiven Umsatzentwicklung".

Die Bilanz 2012 der Warimpex Finanz- und Beteiligungs AG liegt vor und zeigt für das Unternehmen eine erfreuliche Entwicklung. So erhöhte sich der Konzernumsatz um 13 Prozent auf 73,6 Millionen Euro. Das Jahresergebnis konnte um 34 Prozent auf 9,7 Millionen Euro gesteigert werden und das Gesamtperiodenergebnis stieg um satte 95 Prozent auf 12,5 Millionen Euro.

„Wesentliche Treiber der positiven Umsatzentwicklung waren sowohl unsere Hotels in Ekaterinburg als auch das Hotel InterContinental Warschau, welches wir nach dem Verkauf nun vom Käufer zurückpachten, um uns die guten Erträge dieser Immobilie auch für die Zukunft zu sichern“, erklärt Warimpex-CEO Franz Jurkowitsch.

Immobilienverkäufe

Der Verkauf des Hotel InterContinental brachte einen Gewinn von rund 11,6 Millionen Euro, wobei diese Zahlen nicht im operativen Jahresergebnis (EBITDA und EBIT) ersichtlich sind. Deutlich werden die Erträge aus dieser Veräußerung im Ergebnis aus Joint Ventures, das um 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden konnte. Die Erlöse aus Immobilienverkäufen sanken insgesamt im operativen Ergebnis von 12,3 Millionen Euro 2011 auf 334.000 Euro 2012. Daraus resultiert ein EBIT von 7,4 Millionen Euro im Vergleich zu 9,7 Millionen Euro im Vorjahr, gab das Unternehmen bekannt.

Die Zahlen auf einen Blick:

Kennzahlen in Tausend €20112012Veränderung
Umsatzerlöse gesamt
64.92573.609
+13 %
EBIT9.7662
7.414
-23 %
EBITDA12.49210.787
-14 %
Ergebnis aus Joint Ventures
12.436
18.433
+48 %
Gesamtperiodenergebnis6.381
12.470
+95 %
Erträge aus Immobilienveräußerungen
3.018
212
-93 %

Russland gut gebucht

Besonders erfreulich sei die Entwicklung in Russland. So wurden die fertiggestellten Bürotürme in der Airportcity St. Petersburg zu einhundert Prozent an Tochterunternehmen des Gazprom Konzerns vermietet.


Langsame Erholung in Prag

In Prag hingegen sei nur eine langsame Erholung hinsichtlich Auslastung und Preisentwicklung zu verzeichnen, während sich in Polen die Fußball Europameisterschaft positiv auf die Geschäfte im Warschauer Hotel InterContinental ausgewirkt hätten. So konnte das Luxushotel 2012 finanziell das beste Jahr seit seines Bestehens verzeichnen.


Comeback der Transaktionsmärkte

Jurkowitsch ist sicher, dass die Transaktionsmärkte zurück kommen und sich dieser Trend fortsetzen wird. So startete 2013 mit der Veräußerung ihres 50-Prozent-Anteils des angelo Hotel München, sowie einem benachbarten Bauland. Und in Warschau konnte für das Bürogebäudes Le Palais ein Vorvertrag über den Verkauf der Rückkaufsoption am Projekt an den IVG Warschau Fonds unterzeichnet werden. Diese Transaktion soll voraussichtlich im Sommer 2013 abgeschlossen werden.


Außerdem platzierte Warimpex im ersten Quartal 2013 eine Unternehmensanleihe und eine Wandelanleihe auf dem polnischen Kapitalmarkt. Die Emissionserlöse in der Höhe von rund 21,8 Millionen Euro sollen für die Fertigstellung laufender und die Entwicklung neuer Projekte sowie für die Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten verwendet werden.

Fokus 2013: Fertigstellung und Investitionen

„Unser Ziel ist es, unsere erfolgreiche Geschäftsstrategie weiter fortzusetzen. Unser Fokus liegt derzeit auf der zweiten Bauphase der Airportcity St. Petersburg und auf dem Umbau eines Bürogebäudes in Budapest. Darüber hinaus wollen wir in unsere eigenen Hotelmarken angelo und andel’s investieren. Nicht zuletzt stimmen mich die aktuellen Entwicklungen der letzten Monate zuversichtlich für das Jahr 2013“, so Jurkowitsch abschließend.

Warimpex © Warimpex

Warimpex-CEO Franz Jurkowitsch sieht auch 2013 optimistisch entgegen.

Warimpex © Warimpex

Das Hotel InterContinental in Warschau, war wichtiger Wachstumstreiber für Warimpex.


Autor:

Datum: 29.04.2013

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Wie der Vorstand der börsennotierten S Immo AG gestern bekannt gab, rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr 2016 mit einem "sehr hohen Ergebnis" aus der Immobilienbewertung . Aus heutiger Sicht, so der Konzern in einer Ausssendung, werde sich das Bewertungsergebnis im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr mehr als verdoppeln. 2015 waren hier 84,6 Millionen Euro ausgewiesen worden.

Neukunden aus der High-Tech-Sparte und dem automotiven Sektor haben das Wachstum angekurbelt: Wie der Bohrer- und Fräswerkzeugproduzent Alpen-Maykestag meldet, konnte das Salzburger Unternehmen im Geschäftsjahr 2015/2016 ein Umsatzplus von satten sieben Prozent einfahren. Die 45,2 Millionen Euro will Geschäftsführer Wolfgang Stangassinger (im Bild) im 60. Jahr des Bestehens noch einmal um acht Prozent steigern.

Das Wiener Start-up Daunenspiel – erdacht, konzipiert und realisiert von Sofia Vrecar – hat in Wien-Landstraße seinen ersten Showroom eröffnet. Präsentiert werden laut Firmengründerin exklusive Trends rund um die Ausstattung von „bed, bath & living“. Mit Designer-Bettwäsche, maßgefertigter Ware und Wohnaccessoires will sie sowohl Privatpersonen wie auch Geschäftskunden aus dem Bereich der Hotellerie und der Gastronomie ansprechen.

Vor 45 Jahren läutete die erste Bauhaus-Filiale das moderne DIY-Zeitalter auch in Österreich ein. Zum halbrunden Jubiläum kündigt der Spezialist für Haus und Garten – dort wo notwendig – ein Facelift für bestehende Fachzentren an. Weitere Standorte seien in Planung. Demnächst soll auch ein „moderner Online-Shop“ freigeschaltet werden.

Eine serbische Fachjury hat ihren Sieger gefunden: Die unter dem Markennamen „Hausmajstor“ auftretende serbische Niederlassung der Rustler Gruppe wurde bei den „CIJ Awards“ zum besten Facility Management-Unternehmen des Jahres 2016 gekürt. Insgesamt hatten rund 60 Unternehmen um den Spitzenplatz gerungen.

"Konsequentes Wachstum": 6B47-Vorstandsvorsitzender Peter Ulm meldet für das abgelaufene Jahr 2016 eine Steigerung des Investitionsvolumens von gut 952 Millionen Euro (2015) auf über 1,3 Millionen Euro. Eine Fortsetzung, so der Immoprofi, sei geplant und machbar.

Zum zehnten Geburtstag wurde dem auf Logistik spezialisierten Immobilienentwickler das Zertifikat „Regulated by RICS“, das hohe Ethik- und Qualitätsstandard bescheinigt, verliehen. Damit ist man erst das achte rot-weiß-rote Unternehmen, das dieses Prädikat führen darf.

Das Projektgeschäft der Raiffeisen evolution project development GmbH wird nach der Eigentümer-Rochade mit dem Jahr 2017 unter neuen Namen abgewickelt: Die Agenden laufen nunmehr unter dem Dach der „STRABAG Real Estate GmbH“ (SRE), wie die Geschäftsführung heute bekannt gegeben hat. Die Namensänderung ist bereits rechtkräftig. Österreich-Sitz ist die Bundeshauptstadt Wien.