Polen

Hier finden Sie allgemeine sowie wirtschaftliche Informationen, Handelspartner und Förderungen von Polen.

Charakteristisch für den Büromarkt in den Städten abseits von Warschau sind die Aktivitäten von großen Developern sowie zahlreiche Ankündigungen von neuen Projekten. In Wahrheit sind jedoch viele dieser "neuen" Investments nur Modernisierungen von alten Industriegebäuden. Die Mietpreise sind stabil und liegen mit 12 bis 15 Euro je Quadratmeter in etwa gleichauf mit dem Preisen von Warschaus Außenbezirken.

In allen Städten blieben die Leerstandsraten im einstelligen Bereich; Wroclaw, Krakau, Lodz und Posnan verzeichnen sogar Raten von unter 1 Prozent. Für2009 erwarten die Analysten von Colliers International einen Investment-Boom in Krakau, Lodz, Wroclaw und Katowice. Obwohl sich in dieser Zeit das Angebot an neuen Büroflächen markant erhöhen wird, sollte durch die anhaltend hohe Nachfrage der Markt weiterhin stabil bleiben.

Stadt Mieter Gebäude Fläche
Poznan Franklin Templeton Invstement Andersia Tower 6.500 m²
Krakow Capgemini Rondo Business Park 5.000 m²
Wroclaw Credit Suisse Grunwaldzki Center 2.300 m²
Tricity Nordea Bank Polska Luzycka Office Park 2.300 m²

Quelle: Colliers International

Fläche: 312.685 km²
Bevölkerung: 38,17 Millionen
Bevölkerungswachstum: -0,06 Prozent
Hauptstadt: Warschau
Einwohner: 1,64 Millionen
Staatsform: Parlamentarische Republik
Geschäftssprachen: Polnisch, Englisch, Deutsch
Währung: Polnische Zloty (ZLN)
Mitglied in wirtschaftlichen Organisationen: EU-Mitglied, Ostseerat
Bedeutende Wirtschaftssektoren: Verarbeitende Industrie *)
Mineralische Rohstoffe **)
Telekommunikation und IT
Handel, Finanzdienstleistungen
Landwirtschaft
Wirtschaftswachstum: 4,0 (2011 - Prognose)
3,8 (2010)
1,7% (2009)
5% (2008)
6,8% (2007)
5,8% (2006)
3,2% (2005)
BIP pro Kopf (2011 - Prognose): 15.981 EUR
BIP real (2011 - Prognose): 383,4 Mrd. EUR
BIP-Entstehung (Stand 2010 - keine aktuellen Daten verfügbar): Dienstleistungen: 64,8%
Industrie: 24,7%
Bauwirtschaft:7%
Land- und Forstwirtschaft: 3,5%
Inflation: 3,8% (2011 - Prognose)
2,6% (2010)
3,5% (2009)
4,2% (2008)
4,8% (2007)
1,5% (2006)

*) Nahrungs- und Genussmittel, Maschinenbau, Elektrotechnik, chemische Industrie, Fahrzeug- und Metallindustrie, Möbelindustrie

**) Steinkohle, Schwefel, Kupfer, Blei, Zink, Silber, Braunkohle, Erdgas, Salz

Handelspartner - Hauptlieferländer

(Stand 2010 - keine aktuellen Daten verfügbar)

Deutschland: 22,4%
VR China: 9,3%
Russland: 8,7%
Italien: 6,7%
Frankreich: 4,6%
Tschechische Republik: 3,6%
Sonstige:

44,7%

Handelspartner - Hauptabnehmerländer

(Stand 2010 - keine aktuellen Daten verfügbar)

Deutschland: 26,1%
Italien: 6,9%
Frankreich: 6,8%
Großbritannien: 6,4%
Tschechische Republik: 5,8%
Niederlande: 4,2%

Sonstige:

43,8%
Ausländische Direktinvestitionen
Bestand (Stand 2010 - keine aktuellen Daten verfügbar):
140 Mrd. EUR
Ausländische Direktinvestitionen
Zuflüsse:
10,3 Mrd. EUR (2004)
7,7 Mrd. EUR (2005)
11,9 Mrd. EUR (2006)
17,2 Mrd. EUR (2007)
10 Mrd. EUR (2008)
8,4 Mrd. EUR (2009)
9 Mrd. EUR (Stand 2010 - keine aktuellen Daten verfügbar)

Quellen: Statistisches Zentralamt Polen, AWO, GTAI


AutorIn: (30.10.2008), ursprüngl. (30.10.2008)


Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Märkte

Letzten Freitag ist die MIPIM, die größte internationale Gewerbeimmobilienmesse, im südfranzösischen Cannes zu Ende gegangen. Als bestimmende Themen der 2017er-Auflage haben sich die Bereiche Digitalisierung aber auch alternative Assetklassen herauskristallisiert. Die Stimmungslage unter den 23.000 Besuchern war, so einhelliger Tenor an der Côte d´Azur, angehoben: Auch beim auf Logistik spezialisierten Immobilienentwickler Go Asset Development, der das Thema Stadtlogistik ins Spiel bringt.

Eine hohe Transaktionsdichte bei steigenden Preisen meldet Re/Max Austria für das Jahr 2016 am Eigentumswohnungsmarkt: 47.846 Wohnungen seien laut dem heute publizierten Immo-Spiegel verbüchert worden. Dies entspricht im Vergleich zum Rekordjahr 2015 einem Plus von 4.102 Einheiten oder von 9,4 Prozent. Laut den jüngsten Zahlen haben die Preise im Wohnungseigentum um durchschnittlich 4,4 Prozent angezogen.

Es geht in der Bundeshauptstadt weiter aufwärts: Wurden im Jahr 2016 nur 60.000 Quadratmeter Büroneuflächen auf den Markt geworfen, so rechnet man bei EHL Immobilien für das laufende Jahr mit gut dem Zweieinhalbfachen. 2018 dürften laut dem Büromarktbericht des Immo-Spezialisten mehr als 330.000 Quadratmeter folgen. „Damit erreicht beziehungsweise übertrifft das Fertigstellungsvolumen die Rekordwerte aus den Jahren vor der Finanzkrise 2008“, erklärt EHL-Büroimmobilienleiter Stefan Wernhart.

Die Umsatzeinbrüche der Jahre 2012 bis 2015 in der Fertighausbranche gehören der Vergangenheit an: 2016 nahm die mittlerweile stark konzentrierte Branche Fahrt auf. Und mit plus sieben Prozent recht deutlich. Die Zahl der verkauften Häuser stieg um 4,6 Prozent, wie Interconnection Consulting in einer aktuellen Studie aufzeigt. 2017 soll den Autoren zufolge ähnlich gut performen. Realistisch sei ein Umsatzwachstum von 6,4 Prozent. Mit ein Grund? Die Häuslbauer werden bequemer; schlüsselfertige Lösungen boomen. Zudem seien der Aufschwung in der Bauwirtschaft und steigende Preise hilfreich.

Wien wächst rasant weiter, im letzten Jahr zogen rund 28.000 Menschen in die Bundeshauptstadt. Damit steigt die Misere auf den Wohnungsmarkt, wie auch der erste Wiener Wohnungsmarktbericht für das Jahr 2017, der heute von der Buwog und EHL im Architekturzentrum Wien präsentiert wurde, belegt. Fazit: der Nachfrageüberhang wird nicht gedeckt. Das hat steigende Mieten und Kaufpreise zu Folge.

Fachmarktzentren, dominierende Großketten, die in die Malls drängen – die Innenstädte haben zunehmend mit dem Geschäftssterben zu kämpfen. In Wien steuert die Wirtschaftskammer mit einem Leerflächenmanagement in enger Kooperation mit der Immobilienwirtschaft gegen – und meldet damit für 2016 positive Ergebnisse. Die Leerstandsquote sank dank Gastronomie und Kleinhandel im Vergleich zu 2015 um 16 Prozent.

Plus bei Umsatz und Gewinn, neue Standorte realisiert und weitere in der Pipeline – auch in Österreich: Die Budget Design Hotelgruppe Motel One präsentierte dieser Tage ihre Bilanz zum Geschäftsjahr 2016 und gab ihre nächsten Expansionsziele bekannt.

Die Immofinanz ließ 2016 am rumänischen Büromarkt die Muskeln spielen: In der Hauptstadt Bukarest wurden circa 80.000 Quadratmeter Bürofläche vermietet. Das sind laut Unternehmensangaben mehr als 40 Prozent des gesamten Büro-Bestandsportfolios im Kernmarkt.

Die Rekordjagd am heimischen Immobilienmarkt ist auch im Jahr 2016 weitergegangen. Wie das Maklernetzwerk Re/Max meldet, wurden im abgelaufenen Jahr landesweit 121.436 Immobilienverkäufe im Wert von 26,87 Mrd. Euro im Amtlichen Grundbuch vermerkt. Ein Steigerungsrate von satten 8,3 Prozent im Vergleich zu 2015.