S Immo meldet Rekordergebnis

204,3 Millionen Euro im Jahr 2016 – versus 77,2 Millionen Euro aus 2015: Der Vorstandsvorsitzende der börsennotierten S Immo AG, Ernst Vejdovszky, meldete heute im Rahmen der Bilanzpräsentation ein Plus beim Jahresüberschuss von 165 Prozent und auch mit Blick auf die weiteren Kennzahlen das „beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte“. „Im vergangenen Geschäftsjahr konnten wir vor allem mit dem Verkauf eines Teils unseres Deutschland-Portfolios beeindruckende Gewinne realisieren“, so Vejdovszky. Von den Resultaten sollen nun auch die Aktionäre profitieren.

Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich stark von 1,17 Euro auf 2,98 Euro. Der Buchwert je Aktie kletterte auf 12,02 Euro. Der EPRA-NAV legte um 24,4 Prozent auf 14,62 Euro zu. Daher werde man der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende von 40 Cent auszuschütten, meldet der Konzern.

Weiters stiegen die Mieterlöse im letzten Geschäftsjahr auf 118,2 Millionen Euro (nach 111, 7 Millionen Euro im Jahr 2015). Die Erlöse aus der Hotelbewirtschaftung sanken leicht auf 42,9 Millionen Euro (2015: 45,5 Millionen Euro). Als Grund nannte die S Immo u.a. den Umbau des Vienna Marriott Hotels. Bei den Gesamterlösen sei man dem Konzern zufolge im Vorjahresvergleich wieder im Plus gelandet. Das Bruttoergebnis stieg leicht von 105,2 Millionen Euro (2015) auf insgesamt 106 Millionen Euro.

Verkäufe sorgen für Wertsteigerungen

Wertsteigerungen wurden durch den Verkauf von rund 1.500 Wohneinheiten in Berlin und der Region Hamburg – flächenmäßig immerhin rund ein Drittel des deutschen Wohnportfolios – lukriert. Das EBITDA erhöhte sich u.a. dadurch auf 92,5 Millionen Euro. 2015 waren hier 88,7 Millionen Euro verbucht worden. Das Bewertungsergebnis hat sich zum Stichtag 31. Dezember laut Bilanz auf 197 Millionen Euro mehr als verdoppelt.  Der EBIT stieg auf 278,7 Millionen Euro, ein Plus im Vergleich zu 2015 von 68 Prozent.

Den Schwung will man auch ins noch immer junge Jahr mitnehmen. Wie heute bekanntgegeben wurde, sondiert die S Immo den Verkauf größerer Objekte. Zukäufe seien dort geplant, wo das Preisniveau noch attraktiv wäre und sich gute Gelegenheiten böten. Der Fokus lege man dabei auf mittelgroße deutsche Städte, wo noch schöne Renditen zu erzielen wären. Auch Projektentwicklungen blieben Thema, sagt Vejdovszky (rechts im Bild).

Weiterhin auch die CEE-Länder im Blick

„Neben Österreich und Deutschland sind wir wieder in CEE aktiv, wo wir ein nachhaltiges, kontinuierliches und starkes Wirtschaftswachstum beobachten“, sagte Vorstand Friedrich Wachernig (links im Bild). In Wien wird eine Wohnimmobilie entwickelt. Büros sind in Bukarest im Bau. Dazu kommt dort die Erweiterung des Shoppingcenters Sun Plaza. Auch in Bratislava und Berlin wird investiert.


AutorIn:

Datum: 05.04.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Otis stellte seine Strategie für die kommenden Jahre vor. Im Fokus: das Neukundengeschäft und weitere Service-Steigerungen, die mit der weitgehenden digitalen Aufrüstung einhergehen sollen. Für Architekten hat man ein neues Feature im Angebot.

Megadeal kommt ins Rollen: Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia hat mit der österreichischen Buwog eine Grundsatzvereinbarung über einen Zusammenschluss unterzeichnet. Geboten werden für den heimischen Player mehr als fünf Milliarden Euro.

Der Innviertler Heizkesselhersteller Hargassner erweitert seine Firmenzentrale. Auf rund 6.000 Quadratmetern entstehen neben Büros ein neues Trainings- sowie ein Kundenzentrum. Investiert werden rund zehn Millionen Euro.

Es ist beschlossene Sache: Wie heute bekannt wurde, verkauft die Immofinanz ihr Moskau-Portfolio an die Fort Group. Diese stellt für die darin enthaltenen Einzelhandelsimmobilien 901 Millionen Euro bereit. Der Vertrag, ein Share Deal, ist bereits unterzeichnet.

Der Wärmedämmstoffproduzent hat diese Woche in seinem bereits dritten rumänischen EPS-Werk die Produktion hochgefahren. Markttechnisch soll damit der Westen des Landes erschlossen werden. Premiere: Erstmalig wurde ein bestehender Standort übernommen und adaptiert.

Eine starke internationale Nachfrage nach Bohrern und Fräsern der Salzburger Alpen-Maykestag bescherte dem Unternehmen im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 20187/2018 ein Umsatzplus von 13 Prozent.