Wiens großer Spitalsumbau

Die Bundeshauptstadt krempelt ihre Gesundheitsversorgung komplett um: Mit dem Wiener Spitalskonzept 2030 werden insgesamt vier neue Krankenhäuser errichtet, andere umfangreich adaptiert.

Große Pläne hat die Stadt Wien für ihr Gesundheitssystem. Hier bleibt kaum ein Stein auf dem anderen. Die derzeit laufende Umsetzung des WienerSpitalskonzeptes 2030: Bereits ab 2020 werden das AKH Wien, das Donauspital, das Krankenhaus Hiezing,das Kaiser-Franz-Josef-Spital, die Rudolfstiftung, das neu gebaute Krankenhaus Nord und das Wilhelminenspital die Versorgung übernehmen.Bis dahin werden die betroffenen Anstalten entsprechend adaptiert beziehunsgweise gar neu errichtet.



Neubau Wilhelminenspital: In vier Phasen bis 2024

Das Wilhelminenspital wird von 2013 bis 2024 in vier Phasen neu gebaut. Die ältesten Teile des Wilhelminenspitals stammen aus den Jahren1888 bis 1890. Obwohl das Krankenhaus im Laufe der vergangenen 120Jahre immer wieder umgebaut und erweitert wurde, entspricht es mit seiner Pavillon-Bauweise und den damit verbundenen langenTransportwegen nicht mehr den modernen medizinischen Standards.

Deshalb wirdes für den Spitalsbetrieb selbst künftig nur mehr zwei Gebäude geben:Das Büro- und Betriebsgebäude (Teilprojekt 1) und die Zentralklinik (Teilprojekt 2). Am Spitalsgelände werden zudem noch eine neueGesundheits- und Krankenpflegeschule und ein neuer Kindergartenerrichtet. Der Neubau erfolgen bei laufendem Spitalsbetrieb. Sämtliche Gebäude des neuen Spitals werden in Niedrigenergie-Bauweise und nach modernsten ökologischen Kriterienerrichtet.

Wiener Krankenanstaltenverbund © Wiener Krankenanstaltenverbund

Das Spitalskonzept 2030: Sieben Krankenhäuser für Wien.

Krankenhaus Nord Neu bis 2016

Die Bauarbeiten für eines der modernsten Spitäler Europas gehen indes in Wien Floridsdorf zügig voran. Im Jänner 2012 begann der Baugrubenaushub, der an die 150.000 Kubikmeter umfasste und bis zum Sommer 2012 dauerte. Im Mai 2012 erhielt die PORR Bau GmbH den Zuschlag für die Errichtung des Rohbaus. Während der Sommermonate wurde der Untergrund für das neue Spital aufbereitet, sodass im September 2012 mit den Rohbauarbeiten begonnen werden konnte. Der Vollbetrieb ist 2016 geplant.

VASKO+PARTNER  INGENIEURE © VASKO+PARTNER INGENIEURE

Krankenhaus Nord Gesamtansicht

Rudolfstiftung: Zu- und Neubau bis 2014
Für umfassende Sanierungs- und Erweiterungs-Maßnahmen bei der Rudolfstiftung entschied sich der Krankenanstaltenverbund KAV bereits 2009. Als ersten Schritt wird der Südzubau nach Plänen der Architekten Delugan-Meissl an der Rückseite des bestehenden Gebäudes errichtet. Vasko+Partner zeichnet für das HKLS, die Elektro- und Tragwerksplanung, verantwortlich. Anfang 2012 wurden die Abbrucharbeiten der Krankenpflegeschule abgeschlossen, im Mai 2013 wird der Südzubau abgeschlossen sein, im September 2014 soll der Neubau Juchgasse 22 übergeben werden.

VASKO+PARTNER  INGENIEURE © VASKO+PARTNER INGENIEURE

Die Krankenanstalt Rudolfstiftung wird bis 2014 umfangreich umgebaut.

Kaiser-Franz-Josef-Spital: Neu bis Juni 2015
Das Kaiser-Franz-Josef-Spital wird ebenfalls neu gebaut und soll Schritt für Schritt in ein zukunftsorientiertes Krankenhaus umgewandelt werden - ins SZX Sozialmedizinisches Zentrum Süd. Nach dem Teilneubau 1 - dem sogenannten Wirtschaftshof - fand rechtzeitig zum 120. Geburtstag im Oktober 2011 der Spatenstich für den Teilneubau 2 statt. Abschlossen soll das Gesamtprojekt im Juni 2015 sein.

Auch das Krankenhaus Hietzing soll neu errichtet werden. Bislang gibt es hier aber keine konkreten Informationen. Fest steht nur, dass auch hier ein kompakter Zentralbau die bestehenden Pavillions ablösen soll.

Wiener Krankenanstaltenverbund © Wiener Krankenanstaltenverbund

Kaiser-Franz-Josef-Spital - Teilprojekt 2

Wiener Gesundheits-Versorgung
In den Spitälern des Wiener Krankenanstalten-Verbundes (KAV) werdenpro Jahr rund 400.000 Patientinnen und Patienten stationäraufgenommen. Darüber hinaus erfolgen ca. 3,4 Millionen ambulante Behandlungen.

Standorte gestrichen
Die Standorte Kaiserin-Elisabeth-Spital, Sophienspital, Otto-Wagner-Spital, Orthopädisches Krankenhaus Gersthof,Semmelweisklinik, und Krankenhaus Floridsdorf werden abgesiedelt undihre Leistungen verlagert. Im Bereich der nicht-städtischen Spitäler wird der Standort St. Elisabeth künftig keine Aufgaben mehr imBereich der Akutversorgung übernehmen.

Wiener Krankenanstaltenverbund © Wiener Krankenanstaltenverbund

Einige Standorte werden gestrichen, wie das Kaiserin-Elisabeth-Spital.


Autor:

Datum: 04.02.2013

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Immobilienprojekte

Im Juni 2016 startete Immobilien Funk im Auftrag der Stumpf Wohnprojekte mit dem Verkauf der 81 freifinanzierten Eigentumswohnungen im Projekt "Home 2" direkt am Handelskai. Heute wurden die ersten Schlüssel an 77 Neo-Eigentümer übergeben; eine Verwertungsrate von über 95 Prozent.

Vor knapp einem Jahr erfolgte in Wien Landstraße der Spatenstich, jetzt wurde seitens des Projektentwicklers zur Baustellenfeier für „The Ambassy Parkside Living“ geladen. Im Sommer 2018 sollen die Eigentumswohnungen bezugsfertig sein.

Dachgleiche für die Renzo Piano-Türme: Das zurzeit größte freifinanzierte Wohnprojekt der Bundeshauptstadt ist im Zeit- und Budgetplan. Laut Signa soll die Luxus-Wohnturmanlage und ein anschließender Hotelkomplex Anfang 2019 fertiggestellt sein.

Kürzlich erfolgte der Spatenstich für ein neues Wohnprojekt mit Miet- und Eigentumswohnungen der KIBB im zweiten Wiener Gemeindebezirk. Bezugsfertig soll die Anlage laut den Projektentwicklern Anfang 2019 sein.

Film ab für die finale Bauphase 204 freifinanzierter Eigentumswohnungen im Grünen: Auf dem Terrain der ehemaligen Filmstudios in Wien Liesing luden die Projektpartner gestern zum traditionellen Baustellentermin. Mit dabei: Bauherren, Architekten, Investoren, Arbeiter, Projektpartner und die ersten Bewohner und Eigentümer. Was zu erfahren war: 65 Prozent der Wohnungen sind bereits verkauft.

Der Wohnungsmarkt in und rund um Wien bleibt angespannt. Das bekommt auch die niederösterreichische Landeshauptstadt zu spüren, wo aufgrund von Zuzug und guter Verkehrsanbindung die Zahl der Wohnungssuchenden weiter steigt. High-Quality-Objekte sind daher Mangelware – im Bereich Eigentum und besonders auch im Mietsegment. Mit dem Bau der Design-Wohnhausanlage „max.living“ will die Semper Constantia Immo Invest hier das Angebot erweitern. Motto: „Schöner als Kaufen“.

In einem Jahr wird das Wiener Wohnprojekt „Laendyard“, in Teilen ein Joint Venture von JP Immobilen und CA Immo an der Erdberger Lände, fertiggestellt sein. Schon gestern mischten sich im Rahmen der Gleichenfeier besonders viele Neo-Eigentümer unter die Projektpartner, Medienvertreter und Bauarbeiter. 93 Prozent der insgesamt 270 im Bau befindlichen Eigentums- und Vorsorgewohnungen an der Erdberger Lände seien bereits verkauft worden, wie Exklusivvermarkter JP Immobilien im Zuge der Begehung betont hat.

Das derzeit von der UBM-Tochter „Münchner Grund Immobilien Bauträger GmbH“ entwickelte Hotel- und Büroimmobilienprojekt wechselt nun im Rahmen eines Forward Deals für 190 Millionen Euro den Besitzer. Die Übergabe an einen offenen Spezialfonds der Real I.S.-Gruppe wurde für den Sommer 2018 vereinbart. Knapp 40 Prozent des Kaufpreises werden laut Konzerninformationen noch in diesem Jahr in die UBM-Kasse fließen.

Eine Turmbaustelle in der Krakauer Innenstadt wurde über Jahrzehnte zum Dauerzustand. Doch die Strabag macht dem Dämmerschlaf jetzt ein Ende. Für einen Investor wird an Ort und Stelle ein aus fünf Gebäuden bestehendes Geschäftszentrum, das Unity Centre, errichtet. Geschätzte Kosten: rund 89 Millionen Euro. Wo jetzt noch der unvollendete Bau steht, soll das höchste Gebäude der Stadt in die Höhe wachsen.