Strabag tiefrot

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012 fuhr der Baukonzern einen Verlust von -156,67 Millionen Euro ein. Für das Gesamtjahr 2012 wird wie berichtet mit einem Ergebnis von 200 Millionen Euro gerechnet.

Das Bauunternehmen Strabag SE hat die Zahlen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2012 bekannt gegeben. Das Unternehmen hatte im Juli eine Revision des Ausblicks auf das Gesamtjahr 2012 nach unten veröffentlicht, und dies u.a. mit der verzögerten Behandlung von Nachträgen bei Aufträgen der öffentlichen Hand in Mittel- und Osteuropa, mit der vorsichtigen Bewertung einiger Bauvorhaben sowie dem ruinösen Preiskampf im Baustoffgeschäft begründet. Im zweiten Quartal wurde der Großteil der Effekte, die zu der Revision des Ausblicks geführt hatten, im Abschluss berücksichtigt. Daher lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) weit unter dem – dazu noch außergewöhnlich guten – Ergebnis des zweiten Quartals des Vorjahres. Auch das EBITDA reduzierte sich sehr deutlich. Das Ergebnis nach Steuern liegt bei -156,67 Millionen Euro.

Die Zahlen auf einen Blick:

Kennzahlen in Mio. €1. HJ '121. HJ '1120112010
Umsatz5.701.125.917,3213.713,8012.381,54
EBIT-166,72
16,67
334,78
298,95
EBITDA16,14
197,18
746,33
734,69
Außenstände458,20
-25,09*
-267,81*-669,04*
Dividende
--0,600,55
Eigenkapitalquote in %
28,530,630,331,1
Gewinn nach Steuern-156,678,82239,29188,38

*Mehr Cash als Verbindlichkeiten.

"Wenn wir die Zukunft bewältigen wollen, dann müssen wir die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen. Es wird jedenfalls schwieriger, als wir es gewohnt sind. Die Herausforderung wird sein, den Konzern so zu positionieren, dass wir den entscheidenden Wettbewerbsvorteil haben, dass wir zu den Prosperierenden gehören – das sehe ich als meine Aufgabe", sagte Vorstandsvorsitzender Hans Peter Haselsteiner.

Großaufträge pushen Auftragsbestand
Der Auftragsbestand erreichte per Ende des zweiten Quartals 2012 bei 15.124,13 Millionen Euro einen um zwei Prozent höheren Wert als per Ende Juni des Vorjahres. Zwar wurde der hohe Auftragsbestand des Vorjahres im Zusammenhang mit den großen Infrastrukturprojekten in Polen laufend abgearbeitet und damit in Leistung gewandelt, doch erhielt Strabag zu Beginn des Jahres 2012 einige Großaufträge: Rund eine Milliarde Euro fügte das Projekt "Pedemontana Lombarda", die Autobahnumfahrung der Stadt Mailand, Italien, dem Auftragsbuch von Strabag hinzu, und in Deutschland gewann eine Strabag-Tochter mehrere bedeutende Hochbau-Aufträge.

Die Ergebnisentwicklung des Konzerns ist aufgrund der eingeschränkten Bautätigkeit im Winter einer deutlichen Saisonalität unterworfen. Die beiden ersten Quartale liefern typischerweise einen negativen Ergebnisbeitrag, der durch das Ergebnis im zweiten Halbjahr überkompensiert wird. Wegen der saisonalen Entwicklung ist ein Vergleich der Ergebnisse zum Vorquartal nicht sinnvoll, so das Unternehmen.

Ausblick: 200-Millionen-Ergebnis in 2012
Am 25.7.2012 veröffentlichte der Konzern ad hoc eine Aktualisierung des Ausblicks auf das Geschäftsjahr 2012. Demnach hält der Vorstand der Strabag SE das Ziel eines operativen Konzernergebnisses (EBIT) 2012 von 300 Millionen Euro, das bislang als "mehr als ehrgeizig" eingestuft worden war, zu nur noch rund zwei Dritteln für erreichbar.


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Datum: 31.08.2012

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