Strabag zahlt mehr Dividende

Die Strabag übertrifft in der Bilanz 2011 ihre eigenen Erwartungen. Der Konzernumsatz stieg um elf, das EBITDA um zwei, das EBIT und das Konzernergebnis um je zwölf Prozent. Die Dividende soll heuer um neun Prozent höher ausfallen: 0,60 Euro pro Aktie.

Der börsenotierte Baukonzern Strabag SE konnte im Geschäftsjahr 2011 seine eigenen Erwartungen übertreffen. "Die Schuldenkrise in Europa, die volatilen Finanzmärkte und rückläufige Investitionen der öffentlichen Hand bei gleichzeitig noch hoher Nachfrage nach Hochbauten vonseiten privater bzw. gewerblicher Kunden kennzeichnen unser Umfeld. Glücklicherweise ist unsere Strategie auch auf solche Rahmenbedingungen ausgelegt: Wir sind ein nach Regionen und Segmenten diversifizierter Konzern mit einer soliden Finanzstruktur. Weil wir flexible Strukturen leben, können wir unsere Kapazitäten rasch anpassen. Dadurch ist es uns gelungen, im Geschäftsjahr 2011 ein angesichts dieser Rahmenbedingungen außerordentlich gutes Ergebnis zu erwirtschaften", kommentiert Vorstandsvorsitzender Hans Peter Haselsteiner.

Der Konzernumsatz stieg um elf Prozent auf 13.713,80 Millionen Euro. Die Zunahme führt Haselsteiner auf die starke Nachfrage im deutschen Hoch- und Ingenieurbau, den boomenden polnischen Bausektor vor allem im Bereich Verkehrswegebau und die Expansion in Nordeuropa zurück. Wie berichtet, akquirierte die Strabag im ersten Quartal 2011 zwei mittelständische Bauunternehmen in der Schweiz, was sich positiv auf die Entwicklung des Umsatzes und der Leistung ausgewirkt hat.

Konzernergebnis: 194,99 Millionen Euro

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um zwei Prozent auf 746,33 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte um zwölf Prozent auf 334,78 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis zeigt ein Plus von 23 Prozent, und das Ergebnis nach Steuern ein Plus von 27 Prozent. Trotz deutlich gestiegener Minderheitsanteile beendete Strabag SE das Geschäftsjahr 2011 auch mit einer Steigerung im Konzernergebnis von zwölf Prozent auf 194,99 Millionen Euro. Das Unternehmen hatte mit einer Erhöhung auf 185 Millionen Euro gerechnet und daher die eigene Prognose übertroffen.

Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 14 Prozent auf 1,75 Euro. Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 15.6.2012 eine Dividende je Aktie von 0,60 Euro vorschlagen – eine Erhöhung um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Bilanzsumme zeigte sich unverändert bei 10,4 Milliarden Euro. Die Eigenkapitalquote blieb weiterhin sehr hoch und reduzierte sich nur geringfügig von 31,1 Prozent auf 30,3 Prozent – und zwar als Folge des Rückkaufprogrammes eigener Aktien. Für den Erwerb eigener Aktien wendete die Strabag im Jahr 2011 rund 185 Millionen Euro auf und hielt zum Jahresende 7,7 Prozent der Aktien.

Ausblick 2012: 300 Millionen Euro EBIT angepeilt

Basierend auf dem nach Regionen und Segmenten gut ausbalancierten Geschäft rechnet die Strabag für das Geschäftsjahr 2012 mit einer gleich bleibenden Leistung von 14,3 Milliarden Euro

Im Geschäftsjahr 2011 wirkten sich die fehlenden Infrastrukturinvestitionen der öffentlichen Hand in Europa aufgrund der laufenden Abarbeitung früherer Auftragseingänge noch nicht auf die Leistung, wohl aber auf die Renditen vor allem im Verkehrswegebau negativ aus. Auch 2012 erwartet Strabag ein weiterhin widriges Umfeld für den Verkehrswegebau. Zu einer Belastung dürfte auch die Abschwächung der Baunachfrage in Polen nach der Fußball-Europameisterschaft führen. Dem steht die Erwartung eines weiterhin soliden Geschäftes im deutschen Hoch- und Ingenieurbau sowie einer Verbesserung des Ergebnisses in Nischenmärkten wie dem Eisenbahnbau oder der Umwelttechnik gegenüber.

Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – das Wirtschaftswachstum in den einzelnen Märkten, die Höhe der öffentlichen Ausgaben und das Finanzierungsumfeld für die Kunden – bezeichnet die Strabag ihre Prognose für das EBIT des Geschäftsjahres 2012 von über 300 Millionen Euro als "mehr als ehrgeizig".

Strabag © Strabag

Bilanz 2011


Autor:

Datum: 27.04.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Das Projektgeschäft der Raiffeisen evolution project development GmbH wird nach der Eigentümer-Rochade mit dem Jahr 2017 unter neuen Namen abgewickelt: Die Agenden laufen nunmehr unter dem Dach der „STRABAG Real Estate GmbH“ (SRE), wie die Geschäftsführung heute bekannt gegeben hat. Die Namensänderung ist bereits rechtkräftig. Österreich-Sitz ist die Bundeshauptstadt Wien.

Neues Doppelhaus-Konzept von Vario-Haus: Der Fertighaushersteller bringt Duplex auf den Markt. Gedacht ist das Haus für zwei oder drei Familien (Duplex Trio), die sich die Kosten teilen wollen, aber auf separate Wohneinheiten nicht verzichten möchten.

HYPO NOE hält künftig nur mehr Minderheitsanteil. Eigentümerwechsel soll sich dem Unternehmen zufolge positiv auf das operative Geschäft der NOE Immobilien Development AG auswirken.

Kick-off für eine neue Unit: PlanetHome Immobilien Austria lancierte mit Jahresbeginn die neue Abteilung „Bauträger und Projektentwickler“. Für die Vermarktung wird Alexander Marcian (im Bild) verantwortlich zeichnen. Gestartet wird mit einem Projekt-Trio der „Prisma Zentrum für Standort- und Stadtentwicklung“ in Wien-Nord.

Im Zuge der weiteren Konzentration auf das Kernportfolio trennt sich die Immofinanz von einem Teil ihres heimischen Retail-Portfolios. Über den Käufer – laut Konzerinfo ein österreichischer Immobilieninvestor – und den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Unternehmen will sich künftig auf die eigenen Retail Parks „Stop Shop“ und die Center-Marke Vivo! konzentrieren.

Den schwedischen Einrichter zieht es zum Wiener Westbahnhof. Wie heute bekannt wurde, hat Ikea das Rennen um das sich im Eigentum der ÖBB befindende sogenannte „Blaue Haus“ – direkt hinter der „BahnhofCity Wien West“ – gemacht. Das Möbelhaus verspricht shoppen nach städtischen Standards – für ein urbanes, umweltbewusstes Publikum.

Zwei Baustoffanbieter ziehen mit Jahresbeginn 2017 an einem Strang. Wie die Konzernmutter bekannt gibt, werden die Wienerberger Ziegelindustrie GmbH und die Tondach Gleinstätten AG ihre österreichischen Aktivitäten im Wand- und Dachziegelbereich künftig bündeln. Mit drei Vertriebsregionen wolle man noch näher zu den Kunden rücken. Speerspitzen des neuen Markendoppels für Dach und Wand sind mit Franz Kolnerberger und Christian Weinhapl zwei erfahrene Konzernköpfe.

In ausgesuchter Lage, schräg gegenüber der Wiener Urania: Der erste österreichische home24-Showroom ist seit letzter Woche offiziell eröffnet. Zur Premiere des 700 Quadratmeter großen, realen Schaufensters des laut Eigenangaben europaweit größten Online-Möbelhauses gaben sich Promis und Shopper ein erstes Stelldichein. wohnnet Business war beim Offline-Opening dabei, talkte mit den Einrichtungsberatern und informierte sich bei Vorstandsmitglied Marc Appelhoff über den geplanten rot-weiß-roten Möbelkurs.

Weichenstellung: Mit der Zertifizierung nach ISO 9001:201 will die Rustler Immobilientreuhand GmbH in der Branche mit gutem Beispiel vorangehen. Dem Führungsteam (im Bild) wurde jetzt durch Auditor Walter Kalcher von quality Austria die Urkunde überreicht.