Strabag erneut auf Einkaufstour

Die Strabag blickt optimistisch auf die kommenden 2 Jahre. Der österreichische Bauriese geht von einer wesentlichen Erholung des Bausektors in den für das Unternehmen relevanten Ländern aus.

Die Strabag präsentierte im Rahmen ihres Kaptialmarkttages den Geschäftsausblick für die Jahre 2011 und 2012.

Zwar geht man für das heurige Jahr mit einem Leistungsrückgang von 13 Mrd. Euro auf 12,9 Mrd. Euro aus, von da an sollte es aber wieder aufwärts gehen:

2011 erwartet man sich eine Steigerung der Leistung um 5 % auf 13,5 Mrd. Euro, diese soll sich 2012 geringfügig um weitere 1,5% % auf 13,7 Mrd. erhöhen.

Der Optimismus des Unternehmens beruht vor allem auf einer erwarteten Erholung entscheidender Märkte. Nach einer negativen BIP-Entwicklung in den West- und Osteuropäischen Regionen im Jahr 2009 und zaghaftem Wachstum heuer sollen sich diese aber auch andere für die Strabag wichtige Märkte im nächsten Jahr wieder deutlich erfangen. Vor allem im CEE-Raum ist mit einer Erholung zu rechnen, und für die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) geht der Baukonzern von einer deutlichen Steigerung der Ausgaben für Infrastruktur aus: 5,33 Billionen Dollar in den nächsten 3 Jahren.

Wachstumsraten
Für die einzelnen CEE-Regionen wird für die Jahre 2009-2011 größtenteils von positiven Wachstumsraten ausgegangen, die ebenfalls das Baugeschäft ankurbeln sollten: 4% in Ungarn, 8% in der Slowakei, 12 % in Polen (dies wohl auch aufgrund der Ausrichtung der EURO 2012) und 4% im wichtigsten Markt Russland. Lediglich für die Tschechische Republik ist ein Rückgang um 3% zu erwarten.

Insgesamt wird für die östlichen Märkte vor allem im Bereich des Hoch- und Tiefbaus von einer Wachstumsrate von ca. 15% ausgegangen. Den deutschen Markt betreffend ist noch abzuwarten, wie sich diverse Konjunkturpakete auswirken, dieser sollte aber zumindest stabil bleiben.

Unternehmenszahlen
Beim EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) soll laut Strabag 2010 bei 280 Mio. Euro liegen, für die Jahre folgenden Jahre rechnet man mit einem Ergebnis von 295 (2011) bzw. 300 Mio. Euro (2011).


Autor:

Datum: 08.09.2011

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Unternehmen

Neue Struktur für das wachsende Wohnungssegment: Mit 1. Juni 2018 wird die in Gründung stehende „EHL Wohnen GmbH“ die Arbeit aufnehmen, wie die Unternehmensgruppe mitteilt. An ihrer Spitze: Sandra Bauernfeind.

Nächste Stufe im neuen Pure Play Program der UBM Development – hin zum reinen Immobilienentwickler. Mit dem Verkauf der Park Inn Hotels in Linz (im Bild) und Krakau für rund 52 Millionen Euro geht die beschlossene Bestandsreduktion sukzessive voran.

Wie die Buwog gestern bekannt gab, hat Deputy CEO und CFO Andreas Segal (im Bild) mit gleichem Datum (26. 3. 2018) sein Vorstandsmandat vorzeitig niedergelegt. Seine Agenden übernimmt interimistisch CEO Daniel Riedl. Wechsel stehen auch im Aufsichtsrat bevor.

Clarivate Analytics präsentierte die 2017er-Ranking-Ausgabe der „Top Global Innovators“. Bereits zum siebten Mal in Folge ist dort Baustoffhersteller Saint-Gobain unter den 100 innovativsten Unternehmen und Institutionen der Welt gelistet.

Wie der Dämmstoffkonzern heute bekannt gegeben hat, konnte der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um knapp 16 Prozent – und damit um 47 Millionen Euro – auf 351 Millionen gesteigert werden. Damit hat die Austrotherm Gruppe ihren bisherigen Bilanzrekord geknackt.

Die rein auf Entwicklung ausgerichtete Österreich-Tochter der deutschen Zech Group hat ihr erstes Wohnbauprojekt an einen Investor übergeben. Fortsetzung folgt: 1.000 weitere Einheiten sind laut Gesellschafter Pichler bereits in der Pipeline.

Schlechte Nachrichten für Gläubiger: Die Sanierungsbestreben der Wiener Immobiliengruppe können nunmehr als gescheitert betrachtet werden. Wie bekannt wurde, muss jetzt muss auch die Holding-Tochter den Insolvenzantrag stellen.

Wie die Immofinanz AG heute, den 8. März 2018, gemeldet hat, haben sich Vorstand und Aufsichtsrat auf einen weiteren Aktienrückkauf – der Konzern spricht von 15 Millionen Stück – geeinigt. Als Höchstpreis werden 2,81 Euro je Aktie genannt.